Wirtschaftsexperten analysieren: Steuersenkung nur Kosmetik

Wirtschaftsexperten analysieren: Steuersenkung nur Kosmetik

ID: 430336
(firmenpresse) - Aktuell plant die Regierung schnelle Steuersenkungen. Die Meldungen aus Berlin signalisieren eine bevorstehende Einigung von CDU und SPD. Das Wirtschaftsportal GeVestor.de allerdings weist nach, dass es unter dem Strich insgesamt zu Erhöhungen kommen wird. Schon 2011 sind die Zeichen eindeutig.

Griechenland zu teuer

Alleine die Verpflichtungen aus der Griechenland-Rettung kosten inklusive der Haftungssumme etwa 110 Milliarden Euro. 22 Milliarden davon fließen direkt ab 2013 - jährlich 4 Milliarden Euro, die jetzt bereits berücksichtigt werden müssen. Der Rest ist reine Haftung. Dies sind pro Haushalt in Deutschland nach der Berechnung der unabhängigen Experten 3.000 Euro realer und potenzieller Belastung. Zusätzlich zu allen bisherigen Belastungen.

Dieses Geld muss der Staat eintreiben. Da derzeit kaum Staatsvermögen zum Verkauf steht, geht dies nur über die Erhöhung von Abgaben, Gebühren und Steuern - schon 2011, soll die Verschuldung nicht noch schneller steigen. Die erwarteten Steuermehreinnahmen sind demgegenüber nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Hilfe durch die EU

Passend dazu hilft - fast heimlich - jetzt die EU. Diese plant nun doch noch neue Steuern für Investoren: die Finanztransaktionssteuer. In diesem Sommer noch wird sie konkretisiert, um direkt nach der Sommerpause beschlossen zu werden. Es geht immerhin um 200 Milliarden Euro - zu Lasten der privaten Haushalte.

Die bisher geltende Angst, eine solche Steuer würde zur internationalen Kapitalflucht führen, ist nicht mehr vorhanden. Die EU-Kommission wird dem Vorhaben plötzlich bescheinigen, "machbar" zu sein. Direkt nach der Sommerpause werden Investoren davon - allerdings in kleinen Meldungen - hören.

Die Finanztransaktionssteuer wird sich auf 0,05% des Umsatzes bei Börsengeschäften belaufen. Schuldner dieser Steuer sind die Banken - zunächst. Ungewöhnlich wäre es, so die Experten von GeVestor.de, wenn die Banken ihre Kunden nicht indirekt oder gar direkt mit diesen Kosten belasteten. Daher wird die Rechnung einfach weiter gereicht.



GeVestor.de empfiehlt unter www.gevestor.de: Wer sich vor Kosten schützen möchte, sollte möglichst schnell investieren. Die Zeit ist reif. Noch immer ist der deutsche Aktienmarkt - beispielsweise - stark unterbewertet. Wer jetzt investiert und lange investiert bleibt, erzielt über Steuerstundungseffekte auf die einbehaltenen Gewinne einen Vorteil von bis zu 40%.


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Datum: 25.06.2011 - 12:20 Uhr
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