DEKRA Arbeitsmarkt-Report 2011: Beste Jobaussichten in Pflegeberufen
DEKRA Arbeitsmarkt-Report 2011: Beste Jobaussichten in Pflegeberufen(firmenpresse) - Stuttgart - Das Gesundheitswesen in Deutschland steht neben der Finanzierung besonders vor der Herausforderung, motivierte Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig zu binden. Qualifizierte Pflegekräfte mit ausgeprägten sozialen Kompetenzen wie Empathie, Engagement oder Flexibilität haben daher beste Chancen in diesem krisenfesten Markt. Dies zeigt der aktuelle Arbeitsmarkt-Report 2011 der DEKRA Akademie. Dabei gehen die Aufgabenbereiche im Pflegesektor inzwischen weit über die reine Pflege hinaus und schließen beraterische sowie organisatorische Tätigkeiten mit ein.
Im Rahmen des DEKRA Arbeitsmarkt-Reports 2011 wurde eine Stichtagsanalyse von 10.558 Stellenangeboten in 13 deutschen Tageszeitungen und zwei führenden Online-Jobbörsen durchgeführt. Für Berufe im Pflegesektor wurden zusätzlich 354 Stellenanzeigen im Volltext untersucht. Die Analyse zeigt, welche Fachrichtungen derzeit am häufigsten nachgefragt werden und welche Kenntnisse und Kompetenzen Bewerber mitbringen sollten.
Wer wird gesucht?
Der Begriff "Pflege" umfasst heute Berufe und Spezialisierungen mit unterschiedlichsten Aufgaben. Die Analyse zeigt: Fast zwei Drittel aller Stellenangebote entfallen auf Krankenschwestern und -pfleger (61,6 Prozent). Beinahe ein Viertel aller Offerten (24,3 Prozent) richten sich an die Altenpfleger. Da sie den Pflegekräften assistieren und bestimmte Aufgaben nicht selbstständig übernehmen, werden Kranken- und Altenpfleger (14,1 Prozent) weniger häufig gesucht.
Besonders Dienstleister im Bereich der ambulanten medizinischen Versorgung suchen verstärkt nach Fachkräften (38,4 Prozent). Doch auch Einrichtungen der stationären Altenhilfe und im stationär klinischen Bereich bieten derzeit zahlreiche offene Stellen.
Flexible Rahmenbedingungen
Im Pflegesektor gibt es unterschiedlichste Modelle hinsichtlich der Vertragsverhältnisse, Arbeitszeiten und Bezahlung. Besonders flexibel zeigen sich Arbeitgeber bei den Arbeitszeiten: Bewerber können des Öfteren zwischen unterschiedlichen Modellen auswählen. Am häufigsten handelt es sich bei den Angeboten um Vollzeitstellen (52 Prozent) und Teilzeitstellen (40,4 Prozent). In 17,5 Prozent der Fälle werden Mitarbeiter auf Stundenbasis bzw. im Rahmen eines geringfügigen Beschäftigungsverhältnisses gesucht. Im Hinblick auf die Vergütung zahlen sich eine gute Ausbildung sowie Zusatzqualifikationen aus, denn 22,9 Prozent der Stellen versprechen eine leistungsorientierte oder qualifikationsabhängige Vergütung.
Tätigkeitsbereiche: Weit mehr als reine Pflege
Aufgrund der zunehmenden Professionalisierung im Pflegesektor warten heute vielfältige Aufgaben auf die Bewerber, die weit über die reine Pflege hinausgehen. Zwar wird die "Durchführung der Pflege" erwartungsgemäß am häufigsten genannt (34,2 Prozent), doch schließen Stellenangebote auch Aufgaben wie die Beratung und Unterstützung der zu pflegenden Menschen und ihrer Angehörigen sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen ein. Darüber hinaus nehmen administrative und organisatorische Aufgaben wie Planung, Dokumentation und Organisation der Pflege breiten Raum ein.
Berufserfahrung von Vorteil
Für die anspruchsvollen Aufgaben wünschen sich insgesamt 29,4 Prozent der Arbeitgeber Mitarbeiter mit Berufserfahrung. Jedoch scheint die Bereitschaft hoch zu sein, auch Bewerber mit wenig Erfahrung einzuarbeiten, da 55 Prozent der Stellenangebote keine Angaben zur erforderlichen Berufserfahrung beinhalten. Jeder zehnte Arbeitgeber ist explizit bereit, Berufseinsteigern eine Chance zu geben. Im Gegensatz zu anderen Ländern scheint in Deutschland die Akademisierung der Pflege noch keine Rolle zu spielen. Lediglich vier Offerten verlangen einen akademischen Hintergrund.
Zusatzqualifikation erwünscht
Mit Weiterbildungen können Pflegefachkräfte ihr Wissen erweitern und sich neue Karrierechancen eröffnen. 97 Arbeitgeber wünschen zusätzliche Qualifikationen und Zertifikate. Am häufigsten werden die Bereiche Intensivpflege, Anästhesie und Schmerztherapie genannt. In 20 Fällen ist die Befähigung zur Pflegedienstleistung Voraussetzung. "Der Anteil hoch betagter und damit Demenzkranker steigt kontinuierlich. Im Zuge dessen nehmen seelische Veränderungen und Depressionen bei alten Menschen zu. Dies stellt Einrichtungen der Altenpflege und die Personalentwicklung vor neue Herausforderungen", so Dr. Peter Littig, Direktor Bildungspolitik und -strategie der DEKRA Akademie GmbH. Ein Grund, warum verschiedene Arbeitgeber in Stellenanzeigen spezielle Qualifikationen im Bereich Altentherapie, Gerontologie und -psychiatrie nennen (13 Nennungen). Die Bedeutung derartiger Zertifikate wird vermutlich weiter zunehmen.
Soft Skills: In der Pflege unerlässlich
Das fordernde Arbeitsumfeld führt zu hohen physischen und psychischen Belas-tungen bei Pflegekräften. Um langfristig in diesem Umfeld zu bestehen, benötigen aus Sicht der Arbeitgeber besondere persönliche Eigenschaften wie Motivation und Engagement (30,2 Prozent). Grundvoraussetzungen dafür sind ein gutes Arbeitsklima und die Zusammenarbeit im Team. Ein Viertel der Stellenanzeigen fordert deshalb explizit Teamfähigkeit. Da ihre Entscheidungen Menschen betreffen, sollten künftige Mitarbeiter außerdem verantwortungsbewusst, empathisch und verlässlich handeln.
Der DEKRA Arbeitsmarkt-Report 2011 kann per E-Mail unter
service.akademie@dekra.com angefordert werden. Der Bezug ist kostenlos.
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Die DEKRA Akademie GmbH, eine Tochter der DEKRA SE, versteht sich als individueller Berater und ganzheitlicher Prozessbegleiter für Qualifizierung. Langjähriges Know-how und Erfahrung aus der Bildungsberatung werden genutzt, um gemeinsam mit Partnern neue Qualifizierungskonzepte zu entwickeln. Mit ihrer praxis-, kunden- und qualitätsorientierten Ausrichtung ist die DEKRA Akademie seit ihrer Gründung 1976 zu einem der größten privaten Bildungsanbieter Deutschlands aufgestiegen. In dem bundesweiten Netz von DEKRA Akademien werden jährlich mehr als 150.000 Teilnehmer/innen auf veränderte oder neue berufliche Anforderungen vorbereitet.
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Datum: 13.07.2011 - 10:15 Uhr
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Bildung & Beruf
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