Viel zu tun für die deutsche E-Government-Forschung
ID: 444832
Wissenschaftler der WWU Münster und der TU München entwerfen Handlungsempfehlungen für die deutsche Forschung zur prozessorientierten Verwaltung
?Der Weg zu einer ganzheitlichen prozessorientierten Verwaltung ist noch weit?, stellen die Wissenschaftler in ihrer Studie ?Forschungslandkarte ?Prozessorientierte Verwaltung?? fest. Die Auswertung von 155 Forschungsergebnissen aus den letzten zehn Jahren ergab zum Teil große Defizite ? sowohl die Ergebnisse betreffend als auch in der Art wie Forschungsprojekte durchgeführt werden. So ist eines der Hauptprobleme die mangelnde Vernetzung zwischen Wissenschaftlern. Bei der Bearbeitung von Fragestellungen findet kaum Kooperation zwischen Forschungsinstitutionen statt, sodass Synergiepotenziale häufig ungenutzt bleiben. Darüber hinaus kritisiert die Studie, dass in vielen Projekten zur prozessorientierten Verwaltung das Rad immer wieder neu erfunden wird, anstatt auf Lösungen zurückzugreifen, die sich bereits bewährt haben.
Als Instrument zur Datenanalyse wurde die Forschungslandkarte ?Prozessorientierte Verwaltung? eingesetzt. Sie ist eine browserbasierte Software, in der die Forschungsergebnisse zur prozessorientierten Verwaltung strukturiert gespeichert werden. Auf einer interaktiven Landkarte wird angezeigt, an welchen Standorten zu welchen Themen geforscht und entwickelt wird. Das Besondere an der Forschungslandkarte ist die Einbindung der Forschungsgemeinschaft. Forscher, die im Bereich der prozessorientierten Verwaltung arbeiten, wurden eingeladen, Ergebnisse zu vervollständigen sowie neue hinzuzufügen.
Die Studie ist unter http://udoo.uni-muenster.de/downloads/news/1210154451.pdf als PDF verfügbar, die interaktive Forschungslandkarte unter http://prove.yourresearchportal.com/de.
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Datum: 21.07.2011 - 10:41 Uhr
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