Bürokratiemonstrum ohne Nutzen für Ärzte und ihre Patienten
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Bürokratiemonstrum ohne Nutzen für Ärzte und ihre Patienten
Die Folgen der geplanten Struktur wären nach Auffassung von Haack bedenklich: "Es ist falsch, dem G-BA als politisch gesteuerter Institution derart viel Macht einzuräumen. Unter dem Druck politischer Sparziele wird der G-BA viele niedergelassene Fachärzte von der spezialfachärztlichen Versorgung ausschließen." Der BNC kritisiert zudem das komplizierte Prozedere: "Der G-BA legt die Qualitätsvorgaben fest, niedergelassene Fachärzte müssen sich bei ihrer Landesbehörde, bei den Landesverbänden der Krankenkassen, der Kassenärztlichen Vereinigung und der Landeskrankenhausgesellschaft anmelden ? und dies für einige wenige Leistungen, die ebenfalls vom G- BA festgelegt werden. Hier entsteht ein neues Bürokratiemonstrum!", warnt Haack.
Der BNC moniert außerdem, dass die geplante "spezialfachärztliche Versorgung" dem Gedanken von gleichberechtigter Kooperation zwischen ambulantem und stationärem Sektor widerspricht. "Ambulante Operateure haben in der Vergangenheit viele Leistungen aus dem stationären Bereich übernommen, ohne dass diesen Leistungen Geld gefolgt wäre oder die entsprechenden Arztbudgets (RLV und QZV) angepasst worden wären", schimpft Haack. Niedergelassene Fachärzte müssen trotz dieser vielen Stellschrauben alle Investitionen für die Ausstattung und die Qualitätssicherung in ihren Praxen aus eigener Tasche finanzieren, während Krankenhäuser von ihren Trägern bezuschusst werden. "Der geplante Investitionskostenabschlag von 5% für Leistungen am Krankenhaus kann dieses Ungleichgewicht nicht einmal ansatzweise beseitigen", erläutert Haack.
Der BNC ist der Berufsverband der freiberuflichen Chirurgen in Deutschland, deren Interessen er durch einen Bundesvorstand sowie 25 regionale Landesverbände (ANC) vertritt. Er engagiert sich für die Aus- und Weiterbildung seiner Mitglieder und setzt sich für eine Förderung der ambulanten chirurgischen Behandlung sowie des interdisziplinären Austauschs ein. Der Verband führt hierzu auf Bundesebene den Dialog mit Politikern, Krankenkassen, Wirtschaft und anderen Berufsverbänden.
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Datum: 22.07.2011 - 08:10 Uhr
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