Gewerkschaften werfen WM-Sponsor DHL Foulspiel vor
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Gewerkschaften werfen WM-Sponsor DHL Foulspiel vor
Zwei internationale Gewerkschaften zeigen Deutsche Post/DHL die rote Karte. Eine Kampagne wird das Engagement des Konzerns als Sponsor der Frauenfußball-WM, die vom 26. Juni bis zum 17. Juli in Deutschland stattfindet, kritisch begleiten.
Deutschland jubelt über die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen und die Deutsche Post AG jubelt als großer Sponsor mit. Doch der deutsche Global Player spielt ein falsches Spiel, berichten Gewerkschaften. Denn seine Tochter DHL foult das eigene Team. UNI global union und ITF (Internationale Transportarbeiter-Föderation) werfen Deutsche Post DHL vor, sich mit Hilfe der WM als Unternehmen zu präsentieren, das sich für Menschenrechte, Chancengleichheit und Fairness einsetzt. Doch Beschäftigte aus aller Welt berichten, wie DHL die Grundsätze missachtet ? die Gewerkschaften haben ihre Vorwürfe in einem WM-Spielplan zusammengefasst, der vor den Spielbegegnungen verteilt wird (siehe Anlage).
Neil Anderson, Bereichsleiter für Post- und Logistikbetriebe der internationalen Dienstleistungsgewerkschaft UNI, erklärt: "Erst letzten Monat haben wir eine Beschwerdeliste mit Vorwürfen von DHL-Beschäftigte aus aller Welt vorgelegt. Sie beschuldigen den Konzern der Einschüchterung und Bloßstellung, unbegründeter Entlassungen, niedriger Sicherheitsstandards und allgemeiner Ausbeutung. Einige mussten sogar Lügendetektortests über sich ergehen lassen. In manchen Ländern außerhalb Deutschlands sind die Versuche von Gewerkschaften, die Arbeitsbedingungen zu verbessern, im Keim erstickt worden.?
Ingo Marowsky, Koordinator der Internationalen Transportarbeiter-Föderation (ITF), fügt hinzu, dass "das Verhalten von DHL denkbar weit von Fair Play, Menschenrechten und Gleichbehandlung entfernt? sei. "Als Teil unserer Kampagne für eine Änderung dieser Verhältnisse werden wir deshalb einen 'Spielplan' verteilen, auf dem WM-Teilnehmerländer aufgeführt werden, in denen DHL das eigene Team gefoult hat.?
UNI, der globale Gewerkschaftsverband für Fach- und Dienstleistungsberufe, vertritt auf globaler Ebene 2,5 Millionen Arbeitnehmer/innen im Post- und Logistiksektor. Die ITF repräsentiert Verkehrsgewerkschaften mit 4,6 Millionen Mitgliedern weltweit.
Der Spielplan im Einzelnen:
Kanada
DHL drohte den Beschäftigten mit Jobverlust, sollten sie sich nicht einigen können. Nachdem endlich ein Tarifvertrag zustande kam, ignorierte der Konzern die vereinbarten Zahlungen und setzte die Arbeitszeit auf über zehn Stunden herauf.
Kolumbien
In Kolumbien setzt DHL Lügendetektortests ein, die von ehemaligen Militärs durchgeführt werden. Die Befragung setzt die Opfer bewusst unter Druck, häufig folgt die Kündigung. DHL steht bislang zum Einsatz der umstrittenen Lügendetektortests.
Neuseeland
In Neuseeland weigerte sich DHL, den Tarifvertrag auf Frauen auszudehnen. Die meist polynesischen Mitarbeiterinnen wehrten sich gegen die Ungleichbehandlung. Doch DHL verschleppte das Anliegen und löste es erst viele Monate später.
Norwegen
Selbst in Norwegen, einem europäischen Land, geht DHL gegen Gewerkschafter vor. Unlängst wurde eine Aktivistin entlassen. Sie habe zu häufig unentschuldigt gefehlt. Tatsächlich wurde sie DHL wohl etwas unbequem.
USA
In den USA hat DHL bereits zweimal die dort üblichen Arbeitsrechte verletzt. DHL wurde der Nötigung beschuldigt. Es verhinderte, dass sich Beschäftigte einer Gewerkschaft anschließen können, um ihre schlechten Arbeitsbedingungen zu verbessern.
Deutschland
In Deutschland ist Gewerkschaftsaktivität erlaubt, niemand wird deshalb mit einer Kündigung rechnen müssen. DHL lässt Betriebsräte und Lohnverhandlungen zu. Was DHL in Deutschland an vorbildlicher Betriebsführung leistet, lässt es in anderen Ländern dramatisch vermissen.
So spielt DHL fair!
UNI, der globale Gewerkschaftsverband für Fach- und Dienstleistungsberufe und die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) fordern von DHL eine faire und respektvolle Behandlung der Beschäftigten. Dazu gehören:
- die Unterzeichnung eines Internationalen Rahmenabkommens, das den 470.000 Beschäftigten überall gleiche Mindeststandards sichert,
- gewerkschaftliche Vertretung,
- die Förderung von Frauen in Führungspositionen und
- die Einhaltung der Menschen- und Arbeitsrechte.
Nähere Informationen unter:
www.respect4workers.org
www.facebook.de/dhl-campaign
und ab 17:00 Uhr
www.dhl-campaign.de
www.dhl-kampage.de
Neil Anderson: neil.anderson@uniglobalunion.org
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Datum: 22.07.2011 - 08:11 Uhr
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en DHL aus Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) und UNI global union haben diese Woche bei den Vereinten Nationen Beschwerde gegen den deutschen Logistikkonzern Deutsche Post DHL eingereicht. Im Jahr 2006 hat sich der Konzern den Prinzipien des "UN Global Compact"
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