Wie kann die Minderung der Immobilienwerte gebremst werden?
Wer seine Immobilie als Wertanlage für das Alter erhalten will, muss angesichts der demographischen Entwicklung und neuen Energiemaßnahmen tätig werden.
(firmenpresse) - Schon heute gibt es in der Bundesrepublik Deutschland Gegenden in denen Wohngebäude leerstehen, weil es keine Bewohner mehr dafür gibt. In Großstädten und noch mehr in Ostdeutschland werden gerade in sozialen Brennpunkten Hochhäuser und größere Mehrfamilienhäuser zurückgebaut.
Das Problem der Gebäude und Eigentumswohnungen, die nicht vermietet, bzw. veräußert oder im Erbwege weiter gegeben werden können, wird sich in den nächsten Jahren erheblich vergrößern. Umfragen bei Hausverwaltungen ergaben, dass die Klientel der Wohnungseigentümer immer älter wird. In Eigentümerversammlungen hat die Generation ab 60 oftmals das Sagen. Gleiches gilt für den Bereich der Ein- und Zweifamilienhäuser. Es ist keinesfalls zwingend, dass das von den Eltern bewohnte Gebäude von den eigenen Kindern übernommen wird.
Die Kinder haben sich vielfach eigenen Grundbesitz zugelegt. Gründe hierfür sind eigene Vorstellungen von einer Immobilie und vom eigenen Zuhause. Das Haus oder die Eigentumswohnung werden in der älter werdenden Gesellschaft für die Nachkommen nicht frei, wenn die Bleibe für die junge Familie benötigt wird. Andererseits sind die Gebäude oder Wohnungen so klein, dass mehrere Generationen nicht zusammen wohnen können.
Alleine die Einfamilien- und Reihenhäuser machen am Gebäudebestand in Deutschland cirka 48 % aus, die wiederum zu etwa 65 % heute bereits älter als 30 Jahre sind, so nach der Studie des Instituts für Wohnen und Umwelt. Die meisten Gebäude stammen aus der Zeit zwischen 1919 und 1978. Danach knickte der Neubau drastisch ein.
Je nach Qualität und Unterhaltung haben Einfamilien- und Reihenhäuser ein technisches Alter zwischen 60 und 100 Jahren. Das bedeutet, die Gebäude der Einfamilien- und Reihenhäuser kommen oder sind bereits in der Phase der aufwändigen Instandsetzungen. Gleichfalls gilt für die Mehrfamilienhäuser im Wohnungseigentum. Heute ist aktuell zu berücksichtigen, dass nicht durchgeführte Energieeinsparmaßnahmen in wenigen Jahren ebenfalls zu einer Wertminderung von Immobilien beitragen werden.
Die Herstellung der Gebäudehülle von Einfamilien- und Reihenhäuser amortisiert sich in vielen Fällen erst in 30 bis 50 Jahren, wobei es sicherlich Ausnahmen gibt. Berücksichtigt man, dass die Hausbesitzer und Wohnungseigentümer überwiegend ein Alter von 60 Jahren aufwärts haben, so ist kaum anzunehmen, dass diese in weitreichende Zeiträume investieren. Erste Versuche, energieeinsparende Maßnahmen hinsichtlich der Gebäudehülle umzusetzen, scheiterten in diversen Eigentümergemeinschaften. Eigentümer sehen in absehbarer Zeit keinen Nutzen für sich darin energetische Maßnahmen zu veranlassen. Selbst gute Beratung, Zuschüsse oder günstige Darlehen konnten an den Entscheidungen der Eigentümer nichts ändern.
Das wiederum hat zufolge, dass die meisten Gebäude und Eigentumswohnungen nicht auf einen energetisch wünschenswerten Stand gebracht werden. Sie weisen somit eine zusätzliche Unzulänglichkeit bei der Veräußerung oder Weitergabe auf.
Es besteht in der Tat die Gefahr, dass vermehrt Wohnimmobilien weder verkauft noch weiter gegeben werden können, weil in die Gebäude kostenaufwändig investiert werden muss und zum zweiten, weil die Nachfrage aufgrund der demographischen Entwicklung weiter zurückgehen wird.
Hauseigentümer und Wohnungseigentümer sind gut beraten, ihre Wertanlage stets auf den neuesten Stand zu halten und energetische Maßnahmen zu investieren. Nur dann ist der angestrebte Zweck der Vermögensvorsorge und der Alterssicherung gewährleistet. Um dem Markt gerecht zu werden, müssen Immobilien zeitgerecht hergestellt werden, damit Marktteilnehmer sich dafür interessieren und nur dann sind Erlöse für die Vorsorge für das Alter erzielbar.
Wir werden einen Teilmarkt für längerfristig leerstehende Gebäude mit einem wachsenden Werteverfall bekommen, wenn nicht rechtzeitig und kreativ dagegen gesteuert wird. Noch ist es nicht zu spät. Die Politik ist wohnungs-, gesellschafts- und bevölkerungspolitisch gefordert.
Die Firma SCHÄFFER Hausverwaltungs-GmbH ist seit 1985 als Einzelfirma tätig und firmiert seit dem 1.1.2007 als GmbH. Heute ist sie die größte private Hausverwaltungsfirma im Bereich der Fremdverwaltung von Bremen-Nord.
Wir bilden Zeit eine Immobilienkauffrau aus.
Wir befassen uns als unabhängiges Unternehmen ausschließlich mit der Verwaltung von Haus- und Grundbesitz sowie der Betreuung der Wohnanlagen mit einem Hauswartservice. Heute werden etwa 1.200 Einheiten verwaltet.
Überwiegend sind wir aktiv in der Wohnungseigentumsverwaltung, das heißt, wir verwalten für die Wohnungseigentümer das Gemeinschaftseigentum, während wir bei der Mietverwaltung für den vermietenden Eigentümer das Gebäude sowie seine Mieter betreuen.
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