Hendricks: Deutsche Bischofskonferenz liefert wichtigen Impuls für mehr Chancengerechtigkeit
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Hendricks: Deutsche Bischofskonferenz liefert wichtigen Impuls für mehr Chancengerechtigkeit
Anlässlich der Vorstellung des Impulstextes "Chancengerechte Gesellschaft. Leitbild für eine freiheitliche Ordnung" der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der Deutschen Bischofskonferenz erklärt die Verantwortliche für den Bereich Kirchen und Religionsgemeinschaften im Präsidium der SPD, Dr. Barbara Hendricks:
Die katholische Kirche hat heute eindringlich gefordert, dass wir uns nicht in einer Gesellschaft einrichten dürfen, die undurchlässiger geworden ist. Die gesellschaftspolitische Kommission der deutschen Bischofskonferenz betont zu Recht, dass Chancengerechtigkeit das Leitbild für eine freiheitliche Gesellschaft sein muss. Ihre Botschaft, dass jeder Mensch nur dann seine Freiheit verwirklichen kann, wenn Eigenverantwortung und Solidarität zusammen gedacht werden, sollte ein breites Echo finden.
Einen wichtigen Schlüssel für echte Chancengerechtigkeit sehen die deutschen Bischöfe auch in der Bildung, insbesondere in der frühen Förderung von Kindern. Der Appell an die Politik ist unüberhörbar: Die frühkindliche Förderung würde spürbar verbessert, wenn die Eltern nicht nur einen rechtlichen Anspruch auf einen Betreuungsplatz für ihre Kinder hätten, sondern jedem Kind auch tatsächlich ein konkreter Platz angeboten würde. Für die SPD steht das schon lange fest. Denn nur durch eine konsequente frühkindliche Förderung lässt sich Chancengleichheit für alle Kinder und Jugendliche unabhängig von sozialer oder kultureller Herkunft von Anfang an sicherstellen. Dies muss der Weg sein, den wir gemeinsam in Deutschland gehen.
Es ist gut, dass die bischöfliche Kommission auch die eigene Kirche in die Pflicht nimmt. Sie fordert, dass das katholische Engagement im Bildungsbereich stärker auf benachteiligte Kinder und Jugendliche ausgerichtet werden sollte und dass auch die katholischen Gymnasien Schüler aus bildungsbenachteiligten Schichten stärker integrieren und fördern sollten.
Wie aus Möglichkeiten reale Chancen werden können, ist in der Tat eine zentrale Frage unserer Gesellschaft. Mit der heutigen Erklärung will die katholische Kirche eine Diskussion über die Wege zu mehr Gerechtigkeit anstoßen. Sie zeigt sich damit einmal mehr als eine wichtige Gesprächspartnerin in gesellschaftspolitischen Anliegen.
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Datum: 22.07.2011 - 08:11 Uhr
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