GRÜNE: Atomkraftwerk als mögliche Kaltreserve in jeder Hinsicht abstrus
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GRÜNE: Atomkraftwerk als mögliche Kaltreserve in jeder Hinsicht abstrus
Die Bundesnetzagentur sei aus Sicht der GRÜNEN gut beraten, wenn sie in einem sehr transparenten Verfahren darlegt, wie sich Stromverbrauch und Stromerzeugung nach ihrer Einschätzung in den nächsten beiden Wintern zueinander verhalten. Es sei unstreitig, dass in jeder Stunde des Jahres genügend Strom vorhanden sein müsse, um auch bei für die Erzeugung erneuerbarer Energien ungünstigen Bedingungen die Versorgung sicherzustellen. "Die Bundesnetzagentur muss dann aber auch die Frage klären, warum beispielsweise vorhandene Gaskraftwerke nicht in Betrieb sind, während gleichzeitig die Konzerne, die diese Kraftwerke besitzen, von einer drohenden Stromlücke reden", so Al-Wazir.
Aus technischer Sicht sei ein Atomkraftwerk am schlechtesten geeignet, schwankende Stromerzeugung auszugleichen. "Kaltreserven bei Atomkraftwerken gibt es nicht. Entweder die Brennstäbe sind außerhalb des Reaktorkerns, dann dauert es wochenlang, das Kraftwerk wieder in Betrieb zu nehmen. Oder die Brennstäbe sind im Reaktorkern und das Kraftwerk ist damit faktisch in Betrieb, produziert aber keinen Strom. Dann müssen die Brennstäbe gekühlt werden, und dafür müssen die Pumpen laufen. Das Kraftwerk produziert dann also nicht etwa Strom, sondern würde sogar in nicht unerheblichem Umfang Strom verbrauchen. Die Allgemeinheit müsste dann dem Betreiber Geld für den Betrieb einer Anlage zahlen, die den Strombedarf erhöht. Abstruser ginge es wirklich kaum."
Pressestelle der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag
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Datum: 22.07.2011 - 13:00 Uhr
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