Eisblock schmilzt für den Klimawandel
Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) berät bei außergewöhnlicher Aktion in Brüssel
Nicht erst seit der verschärften Diskussion um die Energiewende steht auch die Bauwirtschaft vor neuen Herausforderungen. Schon seit vielen Jahren ist der Klimawandel ihr größter Innovationstreiber. Um auf EU-Ebene nochmals deutlich auf ihn aufmerksam zu machen, begleitet das Fraunhofer IBP eine außergewöhnliche Aktion. Am 13. Juli haben Partner aus Politik, Industrie und Forschung, die hauptsächlich aus Bayern stammen, vor dem Europa-Parlament in Brüssel einen Kubikmeter Eis abgeladen und dort in ein wärmegedämmtes Holzhaus verfrachtet. Hier wird das Eis acht Wochen bleiben. Um möglichst viele Menschen mit dem Projekt anzusprechen, kann jeder vor Ort mitwetten, wie viel Prozent von dem Eisblock am 7. September noch übrig sein werden. Gewichtigste Zielgruppe der Aktion sind die Abgeordneten des EU-Parlaments. Als bedeutende Entscheidungsträger schaffen sie die maßgeblichen Rahmenbedingungen für eine Reduktion der Treibhausgas-Emissionen.
Ein zentrales Element zur Verminderung von Energieverlusten in Gebäuden ist eine gute Wärmedämmung. In diese Kerbe schlägt auch die Eisblockwette in Brüssel. Eine gute Wärmedämmung dient nicht nur der Verminderung von Energieverlusten und leistet damit einen Beitrag zur Reduktion der CO2-Belastung, sie hilft den Bewohner der Gebäude letztlich auch Geld zu sparen, indem sie die Energiekosten senkt.
Mit ihrem fachlichen Know-how in diesem Bereich haben Wissenschaftler des Fraunhofer IBP die Aktion und ihre Veranstalter vor allem im Vorfeld unterstützt. »Derartige Projekte sind uns wichtig. Zwar weisen sie auf Tatsachen hin, die schon seit längerem bekannt sind, doch gerne aufgrund tagesaktueller Geschehnisse in den Hintergrund treten. Deshalb ist es notwendig, immer wieder auf Themen wie den Klimawandel und Wege, wie man ihm entgegentreten kann, hinzuweisen«, sagt Prof. Dr. Klaus Sedlbauer und wettet daher auch selbst mit: »Ich glaube, dass nach acht Wochen noch 70 Prozent des Eisblocks übrig sein werden.«
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Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP befasst sich mit Forschung, Entwicklung, Prüfung, Demonstration und Beratung auf den Gebieten der Bauphysik. Hierzu gehören der Schutz gegen Lärm und Schallschutzmaßnahmen in Gebäuden, die Optimierung der Akustik in Auditorien, Maßnahmen zur Energieeinsparung, Lichttechnik, Fragen des Raumklimas, der Hygiene, des Gesundheitsschutzes und der Baustoffemissionen sowie die Aspekte des Wärme-, Feuchte- und Witterungsschutzes, der Bausubstanzerhaltung und der Denkmalpflege.
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Fraunhofer-Institut für Bauphysik
Dr. Martin Krus
Telefon: +49 8024 643-258
E-Mail: martin.krus(at)ibp.fraunhofer.de
Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP
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83626 Valley
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Datum: 25.07.2011 - 11:23 Uhr
Sprache: Deutsch
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Energie & Umwelt
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Freigabedatum: 25.07.2011
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