Renteneintrittsalter sagt nichts über Erwerbsbeteiligung aus

Renteneintrittsalter sagt nichts über Erwerbsbeteiligung aus

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Renteneintrittsalter sagt nichts über Erwerbsbeteiligung aus



(pressrelations) - Anstieg des faktischen Renteneintrittsalters gibt keinerlei Auskunft darüber, wie lange ältere Menschen erwerbstätig sind. Viele zögern den Renteneintritt absichtlich hinaus, um dauerhafte Abschläge auf ihr Ruhegeld zu vermeiden", kommentiert Klaus Ernst, Mitglied im Vorstand der Fraktion DIE LINKE und Vorsitzender der Partei DIE LINKE, Medienberichte über einen Anstieg des realen Renteneintrittsalters. Ernst weiter:

"Der Anteil der über 50-Jährigen, die noch am Erwerbsleben teilnehmen, steigt zwar. Doch je näher das heutige Renteneintrittsalter von 65 Jahren rückt, desto geringer wird die Erwerbsbeteiligung. Nach wie vor sind weniger als zehn Prozent der 64-Jährigen sozialversicherungspflichtig in Vollzeit beschäftigt. Über die Hälfte der Neurentner geht heute mit Abschlägen in Rente.

Damit die bisherige Regelaltersgrenze von 65 Jahren faktisch überhaupt erreicht werden kann, müssen daher die Rahmenbedingungen für Ältere am Arbeitsmarkt dringend verbessert werden. Nur so kann verhindert werden, dass nachfolgende Generationen in die Altersarmut laufen. Die Rente erst ab 67 bleibt ein Programm zur Rentenkürzung und ist daher pures Gift im Kampf gegen zunehmende Altersarmut.

Der Countdown läuft, denn ab 2012 tritt die Rente erst ab 67 in Kraft. DIE LINKE wird im Herbst im Bundestag die letzte Möglichkeit nutzen, dieses unsoziale Rentenkürzungsprogramm noch zu kippen."


F.d.R. Christian Posselt
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
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Datum: 27.07.2011 - 15:00 Uhr
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