Die Zukunft der Arbeit
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Mit dem Laptop auf der Wiese: Das Ende des territorialen Büros und des Leistungsmaßstabes Arbeitszeit?
Diese Idee verfolgt auch Best Buy http://www.bestbuy.com, ein amerikanischer Handel für Unterhaltungselektronik. „Meine Kollegen wollen gar nicht wissen, wo ich hingehe und wann ich wiederkomme. Das ist das alte Denken - als wir noch Stunden zählten und alle am Schreibtisch sitzen mussten", sagt Dawn Paulson, Promotion-Managerin von Best Buy, gegenüber dem Magazin Brandeins http://www.brandeins.de.
Andere Anwender der Idee berichten in einem Bericht des FachdienstesTrendletter http://www.trendletter.de von ähnlichen Erfolgen: „Arbeit ist nicht der Ort, wo man hingeht, sondern das, was man leistet. Keiner fragt: Wie viele Stunden hast du gearbeitet. Niemand fühlt sich überarbeitet oder gestresst. Mitarbeiter gehen sparsamer mit Zeit und Geld des Unternehmens um.“
Wichtig für die Umsetzung sei die Schaffung eines nichtterritorialen Büros, in welchem die feste Zuordnung von Schreibtischen aufgehoben würde. Da zu keinem Zeitpunkt alle Mitarbeiter gleichzeitig anwesend wären, könne dadurch bis zu 30 Prozent der bisherigen Fläche eingespart werden. Zudem sei es wichtig, die Mitarbeiter zu mehr Eigenverantwortung zu ermutigen. Nur dann könne das Potential der Selbstorganisation optimal genutzt werden.
Eine professionelle Anleitung, dem Büro-Nonsens entgültig den Garaus zu machen, findet sich auf http://www.culturerx.com. Dort kann für knapp 5.000 US-Dollar ein Launch-Kit bestellt werden, mit dessen Hilfe Büroabteilungen nach dem Rowe-Prinzip umgestellt werden können.
Ist damit das Ende der Arbeitszeit als Leistungsmaßstab eingeleitet? Die Studie „Flexible Working 2007“ von Johnson Controls Global Work Place Solutions http://www.johnsoncontrol.com bestätigt: Mehr als 60 Prozent der 200 internationalen Studienteilnehmer arbeiten regelmäßig an verschiedenen Orten - im Büro, zu Hause oder unterwegs. „Mitarbeiter fordern mehr Mitsprache, wo, wie und wann sie arbeiten“, so Studienleiterin Marie Puybaraud. Jener arbeitet am effektivsten, wenn er neben spielenden Kindern auf einer Wiese sitzt. Der andere, wenn er in Ruhe zu Hause auf der Couch liegt.
Auch der Arbeitsmarkt- und Personalexperte Marc Emde, Geschäftsführer der KCP Executives http://www.kcp-executives.de in Köln, zeigt sich von diesem Prinzip überzeugt: „Entscheidend ist die Produktivität, und nicht, ob von neun bis fünf die Schreibtischlampe brennt. Allerdings verhindert eine konservative Kultur in manchen Unternehmen, dass Telearbeit oder Gleitzeitmodelle auch wirklich zum Einsatz kommen.“
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Datum: 19.03.2008 - 14:37 Uhr
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