Bundeskabinett beschließt Liberalisierung des Fernbuslinienverkehrs
ID: 455387
Bundeskabinett beschließt Liberalisierung des Fernbuslinienverkehrs
03.08.2011
Das Bundeskabinett hat heute den von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer vorgelegten Entwurf zur Änderung des Personenbeförderungsgesetztes (PBefG) beschlossen. Mit der Novelle wird unter anderem die im Koalitionsvertrag vereinbarte Liberalisierung des Fernbuslinienverkehrs umgesetzt. Bislang unterliegt der Markt erheblichen Restriktionen.
Ramsauer:
"Wir befreien den Markt für Fernbusreisen von seinen Fesseln. Damit ermöglichen wir Mobilität. Der Verbraucher soll die Möglichkeit erhalten, auch über längere Strecken kostengünstig und umweltfreundlich mit dem Bus zu reisen. Der Bus ist eine echte Alternative zum Auto. Schon bei durchschnittlicher Auslastung sinken der Kraftstoffverbrauch und der CO2-Ausstoß pro Fahrgast im Vergleich zum PKW deutlich. So können zum Beispiel 50 Personen mit einem Fernbus von München nach Frankfurt reisen, anstatt in 25 oder gar 50 Pkw. Wir wollen also Verkehre auf der Straße bündeln, jedoch der Schiene keine Kunden abjagen."
Ziel der Liberalisierung ist es, neue Angebote im Fernbuslinienverkehr zu ermöglichen. Die neuen Verbindungen müssen von den Unternehmen in eigener Initiative und auf eigenes wirtschaftliches Risiko eingerichtet und betrieben werden.
Kernpunkte der Gesetzesänderung sind:
- Freier Wettbewerb und Erleichterungen bei der Zulassung von neuen Fernbuslinien. Die bisherigen Beschränkungen sollen weitgehend entfallen. So sind grundsätzlich alle Anträge im Fernverkehr genehmigungsfähig. Der Busunternehmer muss sich entscheiden, welche Strecke er als Linienverkehr betreiben will. Dabei gibt es weder gegenüber Eisenbahnfernlinienverkehren noch gegenüber anderen Fernbuslinienverkehren einen Konkurrenzschutz.
- Konzessionsmodell: Es wird auch künftig an Genehmigungen festgehalten. Dies gewährleistet Sicherheit und Qualität.
- Der (in der Regel mit Steuermitteln unterstützte) ÖPNV mit Bussen und Bahnen soll weiterhin gegen konkurrierenden Busfernlinienverkehr geschützt werden. So wird verhindert, dass eine Busfernlinie zwar als Fernverkehr deklariert ist, wirtschaftlich aber darauf ausgerichtet ist, lukrative Strecken im Nahverkehrsbereich zu bedienen. Die Beförderung von Personen im Fernbus zwischen zwei Haltstellen mit einem Abstand von bis zu 50 km ist unzulässig.
- Besteht kein ausreichendes Nahverkehrsangebot, kann die Genehmigungsbehörde aber für einzelne Teilstrecken die Beförderung zulassen.
- Die Genehmigungen werden wie bisher von den zuständigen Landesbehörden erteilt.
- Erleichterung des touristischen Verkehr mit Omnibussen. Hierzu soll das "Unterwegsbedienungsverbot" aufgehoben werden. So können zum Beispiel bei einer Ferienreise mit Hotelunterbringung ("Ferienzielreise") auch Fahrgäste entlang der Fahrtstrecke aufgenommen werden.
Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte an:
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
Bürgerservice
Invalidenstraße 44
10115 Berlin
E-Mail: buergerinfo@bmvbs.bund.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 03.08.2011 - 12:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 455387
Anzahl Zeichen: 3601
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 339 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Bundeskabinett beschließt Liberalisierung des Fernbuslinienverkehrs"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
100 Millionen-Programm des Bundes aus dem IBP I vollständig umgesetzt Bund investiert weiter in die Verbesserung der Bahninfrastruktur Auf Grund eines Systemfehlers wurde die Pressemitteilung beim ersten Versuch nicht korrekt versandt. Wir bitten hierfür um Entschuldigung. Das Sonderprogramm
Vorbereitung auf Orkantief Xaver ...
Orkantief Xaver bewegt sich auf Deutschland zu. Von der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember ab bis zum Wochenende ist vor allem im Norden Deutschlands mit Orkanböen mit bis zu 140 Stundenkilometern und schweren Sturmfluten an den Küsten zu rechnen. In ganz Deutschland kann es zu starkem Schneefall
Ramsauer: Weitere EU-Mittel für den Ausbau der Eisenbahnstrecke Berlin - Rostock ...
Die Europäische Kommission hat weitere 38 Millionen Euro Fördermittel für den Ausbau der Bahnstrecke Berlin-Rostock bewilligt Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer: "Ich freue mich, dass die EU die beantragten Fördermittel vollständig bewilligt hat. Mit dem Ausbau der Schienenstrec
Weitere Mitteilungen von Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS)
Mit Sicherheit: Der Unimog ...
Das Multitalent von Mercedes-Benz überzeugt durch sein innovatives Sicherheitskonzept Freie Sicht durch kurzes Vorbaumaß und großes Sichtfeld Sicheres und kontrolliertes Handling beim Lenken und Bremsen durch serienmäßiges ABS Der Unimog U 400 hat anspruchsvolle ADAC-Tests
Mercedes-Benz Bank bietet zum Start des neuen Actros nutzungsabhängige Kfz-Versicherung ...
Prämienhöhe für Mercedes-Benz FleetBoard Lkw-Versicherung orientiert sich an Einsatzschwere und Fahrstil Rundum-Sorglos-Paket Safety Service-Leasing senkt Betriebskosten und erhöht Sicherheit 3,99 Prozent effektiver Jahreszins für Finanzierungen Stuttgart. Die Mercedes-Benz
Novellierung der Pkw- Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung abgeschlossen ...
Datum: 3.8.2011 Heute hat das Bundeskabinett die Novellierung der Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung zur Kenntnis genommen und somit gebilligt. Die Verordnung wird August 2011 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und tritt zum 1.12.2011 in Kraft. Der Bundesminister für Wirtschaft
Unsichtbare Sichehreit ...
Airbags für Fahrer und Beifahrer gehören heute zur Standardausrüstung neuer Pkw. Nicht selten werden zehn oder mehr Airbags unterschiedlicher Art in ein Fahrzeug eingebaut, die jedoch wenig oder am besten gar nicht sichtbar sein sollen. Um den stetig wachsenden Qualitätsanforderungen und zuglei




