Holz aus dem Schwarzwald für Pilger bei Benedikt XVI. - Sitzbänke statt Plastikstühle: Erzbistum unterstützt nachhaltige Waldwirtschaft
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Holz aus dem Schwarzwald für Pilger bei Benedikt XVI.
Sitzbänke statt Plastikstühle: Erzbistum unterstützt nachhaltige Waldwirtschaft
Freiburg / Münstertal (pef) Holz aus dem Schwarzwald wird beim Papstbesuch in Freiburg eine wichtige Rolle spielen: Die Besucher des Gottesdienstes, der am 25. September auf dem Freiburger Flugplatz mit Papst Benedikt gefeiert wird, können auf Holzbänken sitzen, die in den nächsten Wochen von Sägewerken aus der Region hergestellt werden. Ein Prototyp dieser Bänke wurde am Freitag (5. August) in Freiburg vorgestellt. Bis zu fünftausend dieser fünf Meter langen Holzbänke aus Fichten- und Tannenholz sollen - mit kurzen Transportwegen im Schwarzwald - produziert und nach dem Besuch von Benedikt XVI. zum Kauf angeboten werden. So kommen beim Papstbesuch in Freiburg keine Plastikstühle zum Einsatz, sondern Sitzbänke aus Holz: Die Erzdiözese unterstützt damit die nachhaltige Waldwirtschaft im Schwarzwald - mit dem Ziel, die für unsere Gesellschaft wichtigen Umweltleistungen des Waldes sichern zu helfen.
Wie das Ordinariat in Freiburg am Freitag erklärte, haben sich inzwischen mehr als 64.000 Menschen für den Gottesdienst mit Papst Benedikt auf dem Freiburger Flugplatz angemeldet. Für das Abendgebet des Papstes mit Jugendlichen liegen mehr als 18.000 Anmeldungen vor. Papst Benedikt wird am Samstag (24. September) um 19 Uhr eine Gebetsvigil (Abendgebet) mit Jugendlichen auf dem Messegelände feiern. Bereits ab 15 Uhr gibt es dort ein Rahmenprogramm, das die Besucher auf die Begegnung mit dem Papst vorbereitet. Als Höhepunkt seiner Reise feiert Benedikt XVI. am Sonntag (25. September um 10 Uhr) eine Eucharistiefeier auf dem Flugplatz. Für beide Gottesdienste in Freiburg gibt es noch kostenlose Eintrittskarten, die im Internet auf der Seite www.papst-in-deutschland.debestellt werden können. In der Erzdiözese Freiburg ist zudem eine Anmeldung bei den Pfarrämtern möglich. Dieser Anmeldeweg ist vor allem für diejenigen sinnvoll, die gemeinsam anreisen und bei den Veranstaltungen zusammen sein möchten.
Die Vereinten Nationen (United Nations Forum on Forests) haben 2011 zum 'Internationalen Jahr der Wälder' erklärt. Das Jahr 2011 soll der Resolution der Vereinten Nationen zufolge auf die besondere Verantwortung der Menschen für die weltweit rund vier Milliarden Hektar Wald (entspricht 31 Prozent der weltweiten Landfläche) hinweisen. Die Wälder der Erde sind von elementarer Bedeutung für die globalen Wasser- und Stoffkreisläufe, das Klima und die Erhaltung der biologischen Vielfalt. So soll auch der Einsatz der Holzbänke beim Papstbesuch auf die Bedeutung des Waldes für Geschichte, Kultur und Klimaschutz hinweisen. Wälder können - in Verbindung mit einer nachhaltigen und verantwortungsvollen Waldbewirtschaftung - maßgeblich zur zukunftsfähigen Entwicklung und zur Armutsbeseitigung beitragen: Weltweit sind die Wälder für etwa ein Viertel der Weltbevölkerung (ca. 1,6 Milliarden Menschen) überlebenswichtig.
Nachwachsender Rohstoff: Holzmenge im Schwarzwald steigt bei Papstbesuch
Während die Ausbreitung der Wälder gerade in den tropischen Regionen stark abnimmt, wächst die Waldfläche in anderen Gebieten der Erde. In Deutschland nimmt sie zu: in den letzten 40 Jahren um rund 10 Prozent, beziehungsweise 1 Million Hektar. Damit ist aktuell etwa ein Drittel der Fläche Deutschlands (etwa 11,1 Millionen Hektar) von Wäldern bedeckt. Deutschland verzeichnet einen jährlichen Holzzuwachs von rund 114 Millionen Kubikmeter - die Holzvorräte Deutschlands sind mit 3,4 Milliarden Kubikmeter mittlerweile die größten Europas. Die für die Bänke beim Papstbesuch in Freiburg benötigte Holzmenge wächst im Schwarzwald nach Berechnungen von Forstexperten an einem Tag des Papstbesuches wieder nach. Im Forst- und Holzsektor arbeiten bundesweit rund 1,2 Millionen Menschen, die einen Jahresumsatz von rund 170 Milliarden Euro erwirtschaften. Deutschlands Wälder leisten auch einen wesentlichen Beitrag zum Schutz des Klimas: Sie speichern über 1,2 Milliarden Tonnen Kohlenstoff. 17 Millionen Tonnen CO2 werden durch den Wald jährlich aus der Atmosphäre gebunden.
Die Erzdiözese Freiburg wird aus eigenem Waldbesitz ebenfalls Holz für die Bank-Produktion zuliefern. Die fünf großen Stiftungen der Erzdiözesen haben zusammen etwa 2.500 Hektar Wald. In den Wäldern der Stiftungen werden im Jahr etwa 15.000 Festmeter Holz eingeschlagen. Hinzukommen etwa 2.000 Hektar Wald im Eigentum der Kirchengemeinden. Der größter zusammenhängende Waldbesitz der Diözese ist in Buchenbach-Wagensteig bei Freiburg.
- Mit rund zwei Millionen Katholiken gehört das Erzbistum zu den großen der 27 Diözesen in Deutschland. Informationen zur Erzdiözese erhalten Sie unter http://www.erzbistum-freiburg.de. Auch der Kurznachrichtendienst "Twitter" bietet Informationen aus dem Erzbistum an - unter http://twitter.com/BistumFreiburg. Ein Medien-Monitor des Erzbistums steht unter http://twitter.com/MeMoEBFRbereit. Bei "Facebook" können sich interessierte Internetnutzer ebenfalls informieren - unter http://www.facebook.com/erzdioezese-freiburg.
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Datum: 05.08.2011 - 13:45 Uhr
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