Verbrauch von Plastiktüten zurückdrängen. Auch Verbot möglich
ID: 458406
Verbrauch von Plastiktüten zurückdrängen. Auch Verbot möglich
So sei in einigen Meeresregionen die Menge kleinerer und sehr kleiner Plastikteilchen im Wasser bereits größer als die Menge des natürlichen Planktons. Fische, andere Meereslebewesen und Vögel verwechselten diese Teilchen oftmals mit Futter. Über den Verzehr der Meerestiere gelangten die winzigen Plastikteilchen und darin enthaltene giftige Chemikalien wie Weichmacher wiederum in die menschliche Nahrungskette.
Der BUND fordert ein Verbot der kostenlosen Abgabe von Plastiktüten. Ein generelles Verbot der Einweg-Plastiktüten hält der BUND derzeit nicht für sinnvoll. Geprüft werden müsse zunächst, ob nicht Mindestabgabepreise ein effektives und sinnvolles Instrument seien, den Verbrauch von Plastiktüten entscheidend zu vermindern. In Erwägung zu ziehen sei auch eine Rohstoff-Steuer für die Ausgangsmaterialien zur Herstellung der Plastiktüten.
"Das wichtigste Ziel muss es sein, von der allgegenwärtigen Wegwerfmentalität weg zu kommen", sagte Heribert Wefers, Umweltschutz-Experte des BUND. "Plastiktüten sind nur die Spitze des Eisbergs kurzlebiger Wegwerfprodukte. Wenn hier angefangen wird, die Ex- und Hopp-Mentalität zu bekämpfen, kommen wir auch in anderen Bereichen weiter", sagte Wefers.
Als Alternative zu Plastiktüten empfiehlt der BUND unter anderem die Verwendung von Stoffbeuteln. Plastiktüten aus Kunststoffen, die biologisch abbaubar sind, lehnt der Umweltverband hingegen ab. Deren Ausgangsmaterialien hätten kaum ökologische Vorteile. In der Praxis würden sogenannte Bio-Plastiktüten faktisch nicht kompostiert und nicht recycelt, sondern landeten überwiegend im Restmüll.
Wefers: "Bio-Plastiktüten sind eine klare Kundentäuschung. Dem Verbraucher wird suggeriert, er brauche nur auf biologisch abbaubare Kunststoffe umzusteigen, dann sei alles in Ordnung. Abfallvermeidung und Umweltschutz beginnen mit der Vermeidung unnötiger Produkte und Verpackungen. Das Vermeiden von Plastiktüten ist nötig und möglich."
Pressekontakt: Heribert Wefers, BUND-Experte für Technischen Umweltschutz, Tel. 030-27586-482 bzw. Rüdiger Rosenthal, BUND-Presssprecher, Tel. (030) 27586-425, E-Mail: presse@bund.net, www.bund.net
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 09.08.2011 - 10:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 458406
Anzahl Zeichen: 3100
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 283 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Verbrauch von Plastiktüten zurückdrängen. Auch Verbot möglich"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Bei der gestern Abend vom Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Berlin durchgeführten Veranstaltung mit dem Titel "Wundermittel Antibiotika - ihr Einsatz im Tierstall und die Folgen für Mensch und Tier" hat der BUND-V
Deutschland muss im Pariser Klimavertrag 100 Prozent erneuerbare Energien und ausreichend Unterstützung für arme Länder veran ...
Berlin/Bonn: Konsequenteren Klimaschutz und ausreichende Unterstützung für die vom Klimawandel betroffenen ärmeren Länder fordern der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Greenpeace sowie Oxfam im Vorfeld des am Montag in Bonn startenden letzten Vorbereitungstreffens zur Pariser
Gemeinsame Pressemitteilung von Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), DEEPWAVE, Deutsche Umwelthilfe (DUH), Greenpeace, NABU, .... ...
Regierung muss beim Schutz der Meere nachbessern - Verbände kritisieren Maßnahmenplan und legen Schattenliste vor Mit scharfer Kritik reagieren acht deutsche Umweltverbände auf die aktuellen Meeresschutzpläne von Bund und Ländern. "Der vorliegende Entwurf enttäuscht. In dieser Form w
Weitere Mitteilungen von Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
Politische Entscheidungen belasten RWE ...
- Deutliche Einschnitte im ersten Halbjahr 2011 - RWE revidiert die Prognose für 2011 Die Beschlüsse der deutschen Bundesregierung zum beschleunigten Ausstieg aus der Kernenergie haben die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für RWE weiter verschärft. Das zeigt sich bereits in der Ergebnis
BRENNSTOFFSPIEGEL: Börsen abwärts, Rohöl abwärts, Heizöl unter 80 Euro ...
LEIPZIG. (Ceto )Seit dem montäglichen Morgenhandel verloren sie 4 US-Dollar je Barrel (Brent, derzeit bei 101 Dollar) oder 5 Dollar (WTI, derzeit knapp unter 79 Dollar). WTI ist damit so günstig wie seit Ende September letzten Jahres nicht mehr. Bei Brent muss man allerdings nur bis zum Februar di
Einweg-Batterien wieder aufladen ...
Kinderspielzeug, schnurloses PC-Zubehör und Fernbedienungen brauchen Batterien, um das Kabelchaos zu reduzieren. Bereits mit dem ECO BATTERY CHARGER konnten normale Batterien (Alkaline) ohne Risiko bis zu 20mal neu aufgeladen werden. Das Nachfolgemodell Eco2 verfügt jetzt außerdem über eine LCD
Clevergy geht mit der Zeit - 100% klimaneutral & TÜV Nord zertifiziert ...
PRESSEINFORMATION Clevergy geht mit der Zeit – 100% klimaneutral & TÜV Nord zertifiziert Seine Emissionen hat Clevergy zum zweiten Mal in Folge durch die Unterstützung internationaler Klimaschutzprojekte von der Hamburger Nachhaltigkeitsagentur KlimaINVEST Green Concepts GmbH ausgleic




