Kooperation zwischen der Patientenbeauftragten des Bayerischen Gesundheitsministeriums und Bayerischem Heilbäder-Verband vereinbart
Anlässlich ihres gestrigen Treffens im Gesundheitsministerium vereinbarten die Patientenbeauftragte des Bayerischen Umwelt- und Gesundheitsministeriums, Frau Dr. Gabriele Hartl, und der 1. Vorsitzende des Bayerischen Heilbäder-Verbandes, eine Kooperation, um effektive Ansprechpartner für die Patienten zu sein.
Bild: v.l.n.r. Klaus Holetschek und Dr. Gabriele Hartl im Gespräch(firmenpresse) - Da der Bayerische Heilbäder-Verband (BHV) auch Verbraucherschutzfunktionen für seine Kur-Patienten wahrnimmt und die Patientenbeauftragte ihre Funktion als Ansprechpartnerin gerne auch für diese Kur-Patienten ausübt, fand nun am 3.8.2011 ein Gespräch zum gegenseitigen Austausch im Gesundheitsministerium statt.
Dabei vereinbarten der BHV und die Patientenbeauftragte, dass der BHV in die Kartei der Patientenbeauftragten für Verbraucherberatung aufgenommen wird und entsprechende Hinweise auf den Webseiten der beiden Institutionen aufgenommen werden sollen. Auch der BHV wird auf die Einrichtung der Patientenbeauftragten verweisen.
Die Gelegenheit des Gesprächs nutzte der 1. Vorsitzende des BHV, der Bad Wörishofener Bürgermeister Klaus Holetschek auch, um auf zwei besondere soziale Verwerfungen hinzuweisen. Zum einen besorgt Holetschek, dass durch die immer seltener von den Krankenkassen bezuschussten ambulanten Kuren sozial schwache Patienten gegenüber den wohlhabenderen Patienten ins Hintertreffen geraten. „Ich will nicht, dass auch an dieser Stelle, die Schere im Gesundheitswesen zwischen Arm und Reich weiter auseinanderklafft“, so Holetschek. Zum anderen ärgert Holetschek aber auch, dass von den zunächst abgelehnten Kuren, die Kassen nach Beschwerden über 50% dann doch anerkennen. Das rieche für ihn nach vorsätzlicher Kostenverschiebung auf dem Rücken der Patienten, so Holetschek.
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Der Bayerische Heilbäder-Verband wurde am 1. März 1948 gegründet und ist damit der älteste Regionalverband im deutschen Bäderwesen. Er ist die wichtigste Organisation im Kurbereich auf Landesebene. Der Verband hat seinen Sitz in Bad Füssing. Unter dem Dach des Bayerischen Heilbäder-Verbandes sind derzeit 47 Kommunen und 20 Kurbetriebe organisiert. Alle Orte sind vom Freistaat Bayern als Heilbäder, Kneipp- oder Schrothkurorte, heilklimatische Kurorte oder Luftkurorte anerkannt. Ein Hauptziel des Bayerischen Heilbäder-Verbandes ist die Förderung der Gesundheit durch qualifizierte Kuren, Reha-Maßnahmen und gesundheitsbetonte Urlaubsprogramme. Der Verband vertritt die Interessen der bayerischen Heilbäder in den verschiedensten Bereichen – insbesondere gegenüber den Parlamenten, Ministerien, Sozialversicherungen, Krankenkassen und anderen Institutionen in Deutschland sowie auf europäischer Ebene. Um die hohe Qualität des Angebots in allen Bereichen zu sichern, fördert der Verband die Kurortmedizin, die Kurortwissenschaft und die Bäderwirtschaft. Er engagiert sich zudem dafür, dass die typischen Naturheilmittel der jeweiligen Orte Qualitätspfeiler des Gesundheitsangebotes bleiben.
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Datum: 10.08.2011 - 16:07 Uhr
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