Gedenken an die Folgen des Mauerbaus notwendiger denn je
ID: 461013
Gedenken an die Folgen des Mauerbaus notwendiger denn je
Schweigeminute am 13. August um 12 Uhr
Am 13. August jährt sich der Bau der Berliner Mauer zum 50. Mal. Dazu erklärt der kultur- und medienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Börnsen (Bönstrup):
"Vor 50 Jahren zeigte das SED-Regime sein menschenverachtendes Antlitz. Der Bau der Berliner Mauer war Zeichen der Schwäche einer sozialistischen Diktatur, der die Menschen davonliefen. Das Resultat des Mauerbaus war der Tod von mehr als 100 Menschen, die beim Fluchtversuch ums Leben kamen, sowie die rechtliche Verfolgung von mehr als 70.000 Menschen, die beim Fluchtversuch ertappt wurden, durch die DDR-Justiz.
Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion fordert, dass der Bau der Berliner Mauer und seine Folgen für die Menschen auf beiden Seiten der Grenze im kollektiven Gedächtnis der Deutschen erhalten bleiben. Deshalb begrüßen wir die Initiative der Stiftung Gedenkstätte Berliner Mauer und der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft, die zu einer Schweigeminute um 12 Uhr aufrufen. Damit wird das Ereignis in ganz Berlin in Erinnerung gerufen. Die Union hält es für angemessen, wenn nicht nur die Menschen in Berlin, sondern in ganz Deutschland um 12 Uhr für eine Minute innehalten, um des Mauerbaus und seiner Folgen zu gedenken. Denn nicht nur Berlin, sondern Menschen aus ganz Deutschland waren davon betroffen.
Den Mauerbau in Erinnerung zu rufen und die gravierenden Folgen zu betonen, ist allein deshalb nötig, weil 20 Prozent der Ostdeutschen laut einer Studie auch heute noch Verständnis für den Mauerbau zeigen. 74 Prozent der Anhänger der Linkspartei in Berlin halten den Mauerbau für "voll und ganz" oder zumindest für "teilweise" richtig. Die Diskussionen über den Mauerbau in der Linkspartei von Mecklenburg-Vorpommern und die Blockadehaltung der Linkspartei in der Enquete-Kommission zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Brandenburg machen deutlich, dass weitere Aufarbeitung nötig ist.
Darüber hinaus weiß ein Drittel der unter 30-Jährigen nicht, was am 13. August 1961 geschah. Die Aufklärung über die Ursachen und Folgen des Mauerbaus muss vorangetrieben werden. Denn die Einsperrung der ostdeutschen Bürger war ein fundamentaler Bestandteil des Unterdrückungsapparates der DDR. Es darf keinen Schlussstrich geben unter die Aufarbeitung der SED-Diktatur und des unermesslichen Leids, das sie geschaffen hat."
CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
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Datum: 12.08.2011 - 15:15 Uhr
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