Aichaku, digitaler Animismus und die symbiotische Liebe zum Objekt
ID: 46553
Technische Geräte sollten Vertrauen und Entspannung auslösen
Die Vision von Maeda: Genau wie beim Schwimmen sollte sich der Mensch bei technischen Geräten auf seine Intuition verlassen können. Denn was nützten komplizierte Handy-Funktionen, die sich trotz oder gerade wegen Bedienungsanleitung nicht adäquat steuern ließen? Sie machten den Benutzer allenfalls misstrauisch. Geräte mit selbsterklärenden Displays hingegen weckten beim Benutzer Vertrauen und versetzten ihn in einen Zustand der Entspannung. Simplicity - Maedas Leitfaden zur Einfachheit im digitalen Zeitalter verdeutlicht, wie dieses Konzept zum Eckpfeiler von Organisationen und ihren Produkten werden kann - und warum es sich als treibende Kraft für Wirtschaft und Technologie erweisen wird.
Technologiehersteller wie die Balinger Firma Bizerba http://www.bizerba.com haben erkannt, dass modernste grafische Benutzeroberflächen vor allem dem Gesetz der Einfachheit folgen müssen. „Die
Bedienterminals unserer Systeme erklären sich quasi von selbst. Das ist heutzutage notwendig, denn niemand hat mehr Zeit mit komplizierter Technik zu kämpfen", so Werner Sauter, verantwortlich für das weltweite Produkt- und Applikationsmanagement bei Bizerba. Die Designrichtung, der wir die vielen nüchtern-industriell aussehenden Gegenstände in unserer Umwelt zu verdanken haben, ist der Modernismus. „Er verbannt unnötige Verzierungen und legt stattdessen mit den Produktionsrohstoffen den wahren Charakter eines Gegenstandes offen", so Maeda.
Auf den gleichen Designgrundsätzen beruhe auch die reichhaltige japanische Tradition mit ihren handwerklich nahezu vollkommen gestalteten Holz- und Tongegenständen. Doch der Mensch braucht bei allem Minimalismus auch immer eine Befriedigung seiner emotionalen Bedürfnisse. Das japanische Design beinhalte daher auch einen animistischen Aspekt. Animismus, das ist der japanische Glaube, dass alle Gegenstände eine eigene spirituelle Existenz besitzen. Der Betrachter könne demnach eine natürliche emotionale Bindung zur Lebenskraft des Objekts entwickeln und eine verborgene Verzierung nicht sehen, sondern fühlen.
„Obwohl es wahrscheinlich die meisten westlichen Menschen abstreiten, sind emotionale Bindungen zu Gegenständen Teil unseres seelischen Haushaltes. Wir schreien abstürzende Computer an und verteufeln streikende Steckdosen“, sagt Marketingexperte Günter Greff http://www.greff.de. Ende der neunziger Jahre zeigte auch die Tamagochi-Welle, dass sich Menschen in ein kleines elektronisches Etwas in einem Schlüsselanhänger verlieben können. „Eine Art digitaler Animismus scheint bei unserer technisch versierten Jugend zunehmend an Beliebtheit und Anerkennung zu gewinnen. Und auch Handys, die als eigentliches Gerät immer kleiner und schmuckloser werden, werden durch etliches Zubehör von uns liebevoll verziert“, führt Greff weiter aus.
Die Japaner nennen dieses Verbundenheitsgefühl Aichaku: „Es ist eine Art symbiotische Liebe zu einem Objekt, das Zuneigung nicht für das verdient, was es tut, sondern für das, was es ist. Wenn wir anerkennen, das es aichaku in unserer baulichen Umwelt gibt, können wir uns besser um das Design von Gegenständen bemühen, die bei den Menschen dreierlei hervorrufen: Gefühl, Fürsorge und den Wunsch, es ein Leben lang zu besitzen", glaubt Maeda.
Redaktion
medienbüro.sohn
Ettighoffer Straße 26a
53123 Bonn
Tel: 0228 – 6204474
Mobil: 0177 – 620 44 74
E-Mail: medienbuero@sohn.de; www.ne-na.deUnternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: cklemp
Datum: 10.04.2008 - 10:05 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 46553
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Gunnar Sohn
Kategorie:
Handel
Meldungsart: bitte
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 10.04.2008
Diese Pressemitteilung wurde bisher 741 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Aichaku, digitaler Animismus und die symbiotische Liebe zum Objekt "
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
medienbüro.sohn (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Facebook-Browser könnte soziale Netzwerke umpflügen Berlin/München, 27. Februar 2009, www.ne-na.de - Millionen Deutsche sind mittlerweile in sozialen Netzwerken wie XING, Wer-kennt-wen, Facebook oder StudiVZ organisiert, haben ein Profil und präsentieren sich auf irgendeine Art im Web, ob mi
Finanzbehörden müssen mit Mittelstand innovativer umgehen ...
Schnelle Verfahren zur Stundung von Steuern und Anpassung von Vorauszahlungen Berlin, 26. Februar 2009, www.ne-na.de – Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) www.bvmw.de fordert die Finanzbehörden und Sozialversicherungen zu einem flexiblen und innovativen Umgang mit kleinen un
Kritik von Abfallexperten: Novellierte Verpackungsverordnung zementiert Grünen Punkt ...
Müllkonzern, fördert Preisdumping und unseriöse Recyclingmethoden Berlin/Bonn, 25. Februar 2009, www.ne-na.de - Einige Medien berichteten am Anfang des Jahres von der wundersamen Wiederauferstehung des Grünen Punktes http://www.gruener-punkt.de. So soll der frühere Müllmonopolist Duales Sys
Weitere Mitteilungen von medienbüro.sohn
Online-Shop für Bilderrahmen startet durch. ...
AllesRahmen.de versteht sich als ein zeitgemäßer Framebroker. Der Online-Shop bietet ein umfangreiches Sortiment an Foto- und Bilderrahmen sämtlicher relevanter deutscher Hersteller an. Sie finden dort zurzeit ungefähr 17.000 Artikel von 18 unterschiedlichen Herstellern. AllesRahmen.de gehört
medienshop.de in neuem Design ...
Rheda-Wiedenbrück, 09. April 2008 – Online einkaufen muss ein stressfreies Erlebnis sein, bei dem das gewünschte Produkt mit wenigen Klicks gefunden wird. Genau dies hat der Onlinehändler für Bücher, Hörbücher, CDs und DVDs, medienshop.de erkannt und seinen Shop deutlich überarbeitet: Das
Markenartikelhersteller Vileda launcht innovativen Tuchschwamm ...
Der Weinheimer Markenartikelhersteller Vileda ergänzt mit der Einführung des neuen Tuchschwamms zum 05. Mai 2008 sein breit gefächertes Tüchersortiment. und erfüllt damit die Position des Vollsortimenters im Tüchermarkt. „Die Entwicklung bedarfsorientierter Qualitätsprodukte sowie das
Fotodienst-Pionier Thomas Neye ist Geschäftsführer von Ifolor ...
Mit Ifolor kommt einer der Europäischen Top 3 Online-Foto-Anbieter nach Deutschland. Ifolor ist bereits Marktführer in der Schweiz und Finnland und zählt in weiteren Ländern mittlerweile zu den wichtigsten Anbietern. Als Deutschland-Geschäftsführer agiert ab sofort Thomas Neye. Der Branchen




