Gründer der Heliatek GmbH für Deutschen Zukunftspreis 2011, den Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation, nominiert
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Die Dresdner Wissenschaftler Dr. Martin Pfeiffer (CTO, Heliatek GmbH), Prof. Karl Leo (Institutsdirektor IAPP, TU Dresden) und Dr. Jan Blochwitz-Nimoth (CSO, Novaled AG) wurden für ihre gemeinsamen Erfolge bei der Erforschung organischer Halbleiter für den Deutschen Zukunftspreis 2011 nominiert. Dies wurde auf der „IdeenExpo“ in Hannover am 27. August in Anwesenheit von Bundespräsident Christian Wulff bekannt gegeben.
Deutscher Zukunftspreis 2011, Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation(firmenpresse) - Den drei Wissenschaftlern ist es gelungen, organische Halbleiter fit zu machen für den Einsatz in verschiedensten Produkten. Damit schufen sie die Basis für innovative Anwendungen von Displays, Beleuchtung und Photovoltaik, die bislang undenkbar waren. Organische Halbleiter können künftig die heute gebräuchlichen kristallinen Materialien wie Silizium in vielen elektronischen Anwendungen ersetzen und ganz neue Nutzungsmöglichkeiten eröffnen. Ihr Vorteil: Sie lassen sich zu Transistoren, Leuchtdioden oder Solarzellen mit ungewöhnlichen Eigenschaften verarbeiten - als dünne, biegsame und transparente Folien fast beliebiger Größe.
Ein Ergebnis der gemeinsamen Forschungsarbeiten war die Gründung der Heliatek GmbH in 2006 als gemeinsame Ausgründung der TU Dresden (IAPP) und der Universität Ulm. Heliatek entwickelt organische Solarzellen mit einer proprietären Tandemtechnologie aus so genannten „kleinen Molekülen“, organischen Farbstoffen, die chemisch aus Kohlenwasserstoffen synthetisiert werden. Derzeit baut Heliatek die weltweit erste Produktionslinie auf, mit der in einem Rolle-zu-Rolle- Verfahren organische, flexible Solarzellen durch Vakuum-Abscheidung kleiner Moleküle hergestellt werden.
„Die organische Photovoltaik hat aufgrund ihrer Produkteigenschaften das Potenzial, vollkommen neue Anwendungen im Bereich der Photovoltaik zu erschließen. Dadurch bekommt umweltfreundliche Solarenergie die Chance, sich in den kommenden Jahren als weit verbreitete Alltagstechnologie zu etablieren“, so Dr. Martin Pfeiffer, Mitgründer und CTO von Heliatek. Die biegsamen, leichten und bei Bedarf auch transparenten Module können aufgrund ihrer hervorragenden Ertragseigenschaften in den unterschiedlichsten Bereichen zum Einsatz kommen: Beispielsweise kühlen transparente Module, integriert im Autoglasdach, das Fahrzeug an heißen Tagen. Oder leichte, dünne Module, eingenäht in Taschen, versorgen das Handy oder den MP3-Player mit grünem Strom.
Ein Lehrsatz während der Abiturzeit war Auslöser für Dr. Martin Pfeiffers Interesse an der Erforschung organischer Elektronik: „Im Erdkundeunterricht wurden Methoden zur Energieerzeugung dargestellt. Es gab Kohle, Atom und Öl – die Klassiker. Und es gab einen Lehrsatz, den man zu lernen hatte, der feststellte, dass es auch alternative Energien wie Wind und Sonne gäbe, doch diese könnten immer nur eine kleine Rolle als Ergänzung spielen. Dies war einfach als Lehrsatz geschrieben ohne ordentliche Begründung. Das hat mich gestört. Von da an wollte ich mehr darüber wissen. Als sich konkret die Chance ergab, in dieser Richtung zu arbeiten, habe ich mich sofort darauf gestürzt“, erläutert Dr. Martin Pfeiffer.
Dr. Pfeiffer begann vor über 15 Jahren mit der Erforschung von organischen Halbleitern und dessen Dotierung und konnte in den folgenden Jahren seine Kollegen Prof. Karl Leo und Dr. Jan Blochwitz Nimoth von der Idee begeistern. Gemeinsam betrieben sie daraufhin die Grundlagenforschung zur organischen Elektronik und gründeten schon bald die Novaled AG, heute Technologieführer im Bereich der OLED-Industrie. Und auch die Heliatek GmbH hat sich nach nur kurzer Zeit als Technologieführer im Bereich der organischen Photovoltaik auf Basis kleiner Moleküle etabliert.
Der Deutsche Zukunftspreis wird am 14. Dezember 2011 in Berlin durch Bundespräsident Christian Wulff verliehen.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Datum: 07.09.2011 - 18:35 Uhr
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Freigabedatum: 01.09.2011
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