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Deutsch-Polnische Wirtschaftsbeziehungen im Jahr 2007 - Entwicklungsprognose für 2008

25.04.2008 - 09:03 | 47704
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(firmenpresse) - Am 23. April 2008 veranstaltete die Botschaft der Republik Polen in Deutschland ihre alljährliche Jahrespressekonferenz in Berlin. Neu war hier, dass die Konferenz zeitgleich in den Konsulats-Standorten Köln, Hamburg, Leipzig und München abgehalten wurde, um eine möglichst breite Information der Öffentlichkeit zu erzielen.

In Hamburg wurde die Veranstaltung geleitet von Konsul Dr. Wlodzimierz Korzycki
Leiter der polnischen Wirtschaftsabteilung in Hamburg, die Eröffnung hielt hier Konsul Wojciech Paczkowski, Generalkonsul der Republik Polen in Hamburg. Als Gastredner war Martin Köppen, Amtsleiter Energie, Dienstleistungen, Außenwirtschaft von der Behörde für Wirtschaft und Arbeit, Freie und Hansestadt Hamburg geladen.

In Köln führte Botschaftsrätin Małgorzata Wejtko, Leiterin der Abteilung für Handel- und Investitionen in Köln die Veranstaltung. Eröffnet wurde die Konferenz von Andrzej Kaczorowski, Generalkonsul der Republik Polen in Köln. Den fachlichen Teil und die Erläuterung der Wirtschaftsentwicklung übernahm Botschaftsrat Rafał Zmiejewski, Leiter der Wirtschaftsabteilung im Generalkonsulat Köln.

In Berlin wurde die Pressekonferenz von Tomasz Salomon, Leiter der Abteilung für Handel und Investitionen, geführt.
Die Eröffnung hielten Botschaftsrat Wojciech Pomianowski, Leiter der politischen Abteilung der polnischen Botschaft, stellvertretend für den Botschafter, S.E. Marek Prawda. Ebenso begrüßte Staatssekretär Dr. Gerd Harms, Gastgeber der Veranstaltung und Leiter der Vertretung des Landes Brandenburg beim Bund, die über 100 Besucher.
Die fachlichen Erläuterungen zur Wirtschaftsentwicklung lieferte hier Dr. Zbigniew Kostecki, Leiter der Wirtschaftsabteilung in der Botschaft. Als Gastredner war Henryk Urbaś, Pressesprecher des Polnischen Olympischen Komitees, geladen.

Konferenz in Köln und Besonderheiten für Nordrhein-Westfalen

Zu Beginn der Veranstaltung erläuterte Rafał Zmiejewski, dass die wirtschaftliche Entwicklung zwischen Deutschland und Polen durch eine gute, wirtschaftliche Konjunkturentwicklung geprägt ist. Die Wachstumsrate in Höhe von 65% liegt deutlich höher als in den anderen EU-Staaten. Das Handelsvolumen zwischen den beiden Ländern ist von 48,1 in 2006 auf 54,5 Mrd. Euro in 2007 gestiegen. Deutschland bleibt weiterhin Haupthandelspartner für Polen.


Als konjunkturelle Belastung, dessen Ende jedoch absehbar sei, bezeichnete Zmiejewski die Auswanderungsquote von derzeit circa zwei Millionen Auswanderern aus Polen nach England und Irland. Durch den dortigen wirtschaftlichen Abschwung rechne man jedoch mit einer Rückkehr-Welle der Auswanderer nach Polen und einer erhöhten Verfügbarkeit von Fachkräften. Als weiteres Problem im globalen Kontext betrachte man die Entwicklung in der Landwirtschaft, deren Produktion eine Tendenz zu Anbaustoffen für die Bio-Kraftstoffproduktion statt für die Ernährung zeige. Die Auswirkungen für die polnische Wirtschaft seien aber derzeit nicht gravierend.
Im Vergleich zwischen der deutschen und polnischen Wirtschaft zeigt sich eine höhere
Am Rande der Pressekonferenz in Köln wurde gefragt, ob in Polen ein Investitionsrückgang im Bereich Sport zu erwarten sei. Hintergründe sind der jüngste Korruptionsskandal in den polnischen Fußball-Ligen und die Europameisterschaft 2012. Dazu Generalkonsul Andrzej Kaczorowski: „Ich sehe keine nachhaltigen Schäden für die polnische Wirtschaft und den Sport in dieser Angelegenheit.“ Eigendynamik in Deutschland von 10,4% gegenüber 14,9% in Polen.
Wichtigste Exportwaren nach Deutschland sind Kfz-Teile, Möbel und Motoren. Neu hinzugekommen ist in Polen die Flachbildschirmproduktion von 18 Mio. Stück in 2007. Das entspricht etwa der Hälfte der gesamten europäischen Produktion.

Bezogen auf den Export Nordrhein-Westfalens nimmt Polen den 10. Platz mit 6,3 Mio. ein. Beim Import liegt Polen auf dem 11. Platz. Auf dem ersten Platz steht bei Im- und Export die Niederlande.



Konferenz in Berlin und Besonderheiten für Brandenburg

Tomasz Salomon, Leiter der Abteilung für Handel und Investitionen, konnte sich über ein gutes Jahr 2007 freuen. Das Bruttoinlandsprodukt in Polen wuchs um kräftige 6,5 Prozent. Auch das Handelsvolumen zwischen Deutschland und seinem östlichen Nachbarn wuchs um 13 Prozent auf 54,5 Milliarden Euro. Dabei stieg der Warenstrom von Deutschland nach Polen fast doppelt so stark wie umgekehrt. „Für das Bundesland Brandenburg ist Polen der mit Abstand wichtigste Exportmarkt. Das kräftige Wirtschaftswachstum bei unserem östlichen Nachbarn hat sich positiv bemerkbar gemacht.“, ergänzte Staatssekretär Gerhard Harms. Allerdings ist ein Teil der gestiegenen Exportwerte auf die Preisentwicklung an den Rohstoffmärkten zurückzuführen. Eisen- und Stahlbleche und die Mineralölerzeugnisse waren davon stark betroffen.

Ein reger Warenaustausch hat sich auch im Automotive-Bereich entwickelt. Im Südwesten Polens und im Südosten Deutschlands gibt es Zentren der Automobil-Zulieferer. Die immer höheren logistischen Anforderungen der Hersteller an ihre Zulieferer ließen sie auch örtlich enger zusammenrücken. Die Sparte „Autoteile und Zubehör für Kraftfahrzeuge“ wurde mit einem Wert von 840,5 Millionen Euro zum wichtigsten polnischen Exportartikel nach Deutschland.

Weiter rückläufig ist die Zahl polnischer Staatsbürger auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Die vereinbarten Kontingente werden nicht mal mehr zur Hälfte ausgeschöpft. Eine leicht steigende Tendenz zeigen dagegen polnische Handwerksbetriebe wie Fußbodenverleger und die zahlreichen Einmann-Gesellschaften. Allein in Berlin geht man von über 6.000 polnischen Firmen aus. Auch einige polnische Ladenketten haben den Sprung nach Deutschland geschafft. Mit mehreren deutschen Filialen sind die Modeboutiquen Gino Rossi und Monnari präsent. Der Warschauer Baby-Ausstatter Smyk hat in Berlin ein Geschäft eröffnet.

Der deutsch-polnische Reiseverkehr blieb in den letzten beiden Jahren nahezu konstant. Knapp über 38 Millionen deutsche Besucher wurden 2007 gezählt, davon 5,3 Millionen Touristen. Im Vorjahr waren es 5,4 Millionen Touristen mit mindestens einer Übernachtung. Umgekehrt kamen nur 16,8 Millionen Besucher (1,55 Mio. Touristen) aus Polen nach Deutschland.

Die ausführliche Version der Pressemeldung zur Jahrespressekonferenz ist hier abrufbar:
http://www.wortbaustelle.de/Bilder/Pressekonferenz/Pressemitteilung.pdf

Die Präsentation zur Konferenz kann als pdf-Datei hier abgerufen werden:
http://www.wortbaustelle.de/Bilder/Pressekonferenz/Praesentation.pdf


Bildmaterial zum freien Download ist hier verfügbar:
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Wirtschaftsinfo-Polen ist ein Pressedienst, mit dem deutsche Unternehmen gezielt Pressemeldungen in Polen platzieren und so einen Markteintritt vorbereiten, die Marktposition ausbauen oder festigen. Die Nachrichten werden qualifiziert übersetzt direkt auf den Bildschirm des Journalisten gesendet. Dabei werden bis zu 7.000 Journalisten in 17 Ressorts erreicht.
Eine gezielte und gut organisierte Pressearbeit bildet einen wesentlichen Bestandteil einer erfolgreichen Unternehmensexpansion. In Polen funktioniert dies bislang auf der Basis gewachsener Kontakte und Einzelakquise.
Diese Bedarfslücke bei deutschen Unternehmen schließt Wirtschaftsinfo-Polen in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Polnischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft, die den Dienst Serwis Informacyjny betreibt.
betreibt.
Mit Standorten in Köln, Leipzig und Hamburg ist Wirtschaftsinfo-Polen bundesweit präsent und als Ansprechpartner lokal vor Ort.


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