Kolumbien: Mehr als 20.000 Frauen Opfer von sexueller Gewalt im Jahr 2010
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Kolumbien: Mehr als 20.000 Frauen Opfer von sexueller Gewalt im Jahr 2010
21. September 2011 - Vergewaltigungen und sexuelle Übergriffe gegen Frauen in Kolumbien bleiben für die Täter
21. September 2011 - Vergewaltigungen und sexuelle Übergriffe gegen Frauen in Kolumbien bleiben für die Täter immer noch weitgehend ohne Folgen. Regierungsangaben zufolge sind im vergangenen Jahr mehr als 20.000 kolumbianische Frauen und Mädchen Opfer sexueller Gewalt geworden, mehr als drei Viertel davon waren unter 18 Jahren. Amnesty International fordert die kolumbianischen Behörden dazu auf, geltende Strafgesetze gegen sexuelle Gewalt endlich anzuwenden. "Die Regierung muss die Täter zur Verantwortung ziehen. Die massenhafte und systematische sexuelle Gewalt im bewaffneten Konfikt in Kolumbien ist ein Kriegsverbrechen. Sollten die kolumbianischen Behörden weiterhin nicht handeln, muss der Internationale Strafgerichtshof einschreiten", sagt Elizabeth Lüning, Kolumbien-Expertin von Amnesty International.
Zwei Drittel der Frauen zeigen die Täter nach Recherchen von Amnesty International aus Angst vor weiterer Gewalt durch Guerilla-Truppen, Militärs oder Paramilitärs nicht an. Im Jahr 2010 wurden gerade einmal 250 Fälle vom kolumbianischen Generalstaatsanwalt untersucht - am häufigsten kamen die Täter aus paramilitärischen Gruppen.
Mit dem Amtsantritt von Präsident Santós im Jahr 2010 hatte die Regierung zwar die Zusage gemacht, die Menschenrechtssituation im Land zu verbessern. Doch den Worten sind noch kaum Taten gefolgt. "Frauen und Mädchen gelten in Kolumbien als Kriegstrophäen. Sie werden von allen Kriegsparteien systematisch vergewaltigt und sexuell misshandelt, um sie zum Schweigen zu bringen und zu bestrafen", so Elizabeth Lüning.
Ein Bericht zu sexueller Gewalt an Frauen in Kolumbien wird am 21.9.2011 vorgestellt. Wir senden Ihnen den Bericht "This is what we demand. Justice! Impunitiy for sexual violence against women in Comombia's armed conflict" auf Anfrage gerne zu. Für Interviewanfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle.
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Datum: 21.09.2011 - 16:30 Uhr
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