EFSF - IW empfiehlt dem Bundestag die Zustimmung zum Europäischen Rettungsschirm
ID: 488833
EFSF - IW empfiehlt dem Bundestag die Zustimmung zum Europäischen Rettungsschirm
Der Deutsche Bundestag steht vor einer wichtigen Entscheidung. Die Zustimmung zu den Beschlüssen des Europäischen Rates vom 21. Juli 2011 über den Rettungsschirm in der Eurozone ist dringend geboten. Aufstockung und Erweiterung des EFSF sind dringend dafür nötig, die gefährliche Unruhe an den Finanzmärkten zu mindern.
Damit ergibt sich zudem die Möglichkeit, durch Interventionen am Sekundärmarkt eine Beteiligung der privaten Gläubiger zu organisieren, ohne dass sich die Europäische Zentralbank weiter zu Käufen von Staatsanleihen genötigt sehen muss. Die EZB kann sich wieder aus den Fängen der Finanzpolitik befreien. Zudem kann der EFSF wichtige Reformauflagen machen, was der EZB nicht zusteht.
Die vermeintlichen Risiken durch die Hilfspakete sind nicht so hoch wie zuweilen behauptet. Denn die Entwicklung der Staatsfinanzen in den meisten PIIIGS-Staaten ist besser als vielfach schwarzgemalt. Italien etwa weist für 2011 einen Überschuss im Primärhaushalt (Budget ohne Zinsausgaben und Vermögenserträge) auf, alle anderen Krisenländer zeigen ebenfalls Fortschritte bei den Sanierungsanstrengungen. Auch aus Sicht der Märkte gibt es - gemessen an den Risikoprämien - mit Blick auf Irland und Portugal eher eine Stabilisierung. So gilt: Nur Griechenland hat ein Solvenzproblem, die übrigen Krisenstaaten haben ein Liquiditätsproblem.
Wer den Boykott des europäischen Rettungsschirms propagiert, der muss die Alternativen und deren Kosten benennen. Die Zwangsinsolvenz Griechenlands würde das Finanzsystem über Ansteckungseffekte auf andere Staaten destabilisieren. Die daraus folgenden finanziellen und wirtschaftlichen Lasten wären für Deutschland ein Vielfaches höher als die aus den Garantien des EFSF realistischerweise zu erwartenden Kosten. Im Übrigen schaffen die zu beschließenden neuen Instrumente des Rettungsschirms erst die Möglichkeit, die drohenden Ansteckungseffekte bei einer eventuellen Umschuldung besser eingrenzen zu können. Das übersehen die Kritiker nur allzu gern.
Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.
Postfach 10 19 42
50459 Köln
Besucheranschrift:
Konrad-Adenauer-Ufer 21
50668 Köln
Telefon: 0221 4981-1
Telefax: 0221 4981-533
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 28.09.2011 - 10:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 488833
Anzahl Zeichen: 2479
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 345 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"EFSF - IW empfiehlt dem Bundestag die Zustimmung zum Europäischen Rettungsschirm"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die ehemalige Autostadt Detroit hat umgerechnet mehr als 15 Milliarden Euro Schulden angehäuft. Jetzt ist die Stadt bankrott. Droht deutschen Kommunen Ähnliches? Immerhin stehen viele tief in der Kreide: Insgesamt betrug der Schuldenberg aller Städte und Gemeinden am Ende des ersten Quartals 20
Der Lohn der guten Tat ...
Das Thema nachhaltiges Wirtschaften gewinnt für deutsche Immobilienunternehmen zunehmend an Bedeutung. Das hat eine Studie ergeben, die im Frühjahr 2013 gemeinsam von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und dem Kompetenzfeld Immobilienökonomik beim Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) durchg
Mehr Binnenmarkt, mehr Wachstum ...
Gelingt es, den Verkehr von Personen, Waren, Dienstleistungen und Kapital zwischen den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union weiter zu liberalisieren, könnte dies helfen, die Krise in der Eurozone besser in den Griff zu bekommen. Denn ein starker Binnenmarkt führt zu mehr Wettbewerb, höherem
Weitere Mitteilungen von Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln)
Mit Lösungen der Z-Wave Alliance intelligent lüften und heizen ...
Kopenhagen/Amsterdam, 28. September 2011 ? Das Smart Home der Zukunft ist dank Z-Wave und den weltweit mehr als 500 auf diesem Funkstandard basierenden, untereinander kompatiblen Home-Control-Komponenten bereits Gegenwart. Auch im Smart Metering-Sektor gehören viele Z-Wave Alliance-Mitglieder zu de
Sonnenbrille verschafft den klaren Durchblick ...
DEPRAG rückt innovative Anlagentechnik für Kleinstmontagen in den Fokus Wer den Durchblick in der innovativen Anlagentechnik für Miniaturmontagen sucht, sollte ein Auge riskieren: Am Messestand der DEPRAG bei der MOTEK 2011 im Oktober richtet sich der Fokus komplett auf moderne Kleinstmontagen
Importpreise August 2011: + 6,6 % gegenüber August 2010 ...
WIESBADEN - Der Index der Einfuhrpreise lag im August 2011 um 6,6 % über dem Vorjahresstand. Im Juli 2011 hatte die Jahresveränderungsrate + 7,5 % und im Juni + 6,5 % betragen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, fiel der Einfuhrpreisindex im August 2011 gegenüber dem Vor
Peter Kunath & Partner startet mit neuartigem Geschäftsmodell für Komposit ...
ationsmakler sollen dauerhaft an Courtage-Erlösen beteiligt werden Marburg, den 28. September 2011. Am 01. Oktober geht die neu gegründete Peter Kunath Partnerschaftliche Versicherungsmakler GmbH, kurz Peter Kunath Partner, an den Start. Sie bietet Versicherungs- und Finanzmaklern die Möglic




