RWE Innogy baut Offshore-Windpark ?Gwynt y Môr? von Liverpool aus
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RWE Innogy baut Offshore-Windpark "Gwynt y Môr? von Liverpool aus
Die zwischen RWE npower renewables und der Schiffswerft Cammell Laird geschlossenen Pachtverträge sehen eine Laufzeit von drei Jahren vor. Das angemietete Hafengelände umfasst eine Fläche von rund 14 Hektar und eine benachbarte Kaje von 230 Meter Länge am Westufer der Mündung des Flusses Mersey. Von hier aus sollen in den kommenden Monaten die Fundamente für insgesamt 160 Windturbinen der 3,6 Megawattklasse vormontiert, verladen und zur Windparkfläche in der Liverpool Bay rund 18 Kilometer vor der walisischen Küste transportiert werden.
RWE Innogy errichtet den Windpark Gwynt y Môr mit ihrem eigenen Offshore-Installationsschiff "Friedrich Ernestine". Der Windpark Gwynt y Môr ist derzeit eines der größten Offshore-Windprojekte der Welt. Im Jahr 2014 soll das Windkraftwerk mit einer installierten Leistung von 576 Megawatt (MW) in Betrieb gehen. An dem Offshore-Windpark Gwynt y Môr sind neben RWE Innogy (60 Prozent) auch die Stadtwerke München (30 Prozent) und Siemens (10 Prozent) beteiligt.
"Der Platzbedarf zur Lagerung und Vormontage der großen Komponenten ist enorm. Mit dem Gelände in Birkenhead haben wir nun einen Konstruktionshafen gefunden, von dem aus wir diese aufwendige Logistik stemmen können. Die Distanz zur Baustelle auf See beträgt ungefähr 48 Kilometer. Unser Offshore-Installationsschiff kann diese Strecke in rund sechs Stunden zurücklegen. Das passt ausgezeichnet in unser Logistikkonzept", erläutert Prof. Martin Skiba, Leiter Offshore-Windkraft bei RWE Innogy.
Für die Errichtung von Gwynt y Môr wird das Offshore-Installationsschiff jeweils bis zu drei der sog. Monopile-Fundamente (Pfahl-Fundamente) samt Übergangsstücke (engl. transition piece) transportieren und in Wassertiefen zwischen 12 und 28 Metern installieren. Jedes dieser Fundamente ist zwischen 50 bis 70 Meter lang und wiegt bis zu 700 Tonnen. Danach erfolgt der Aufbau der eigentlichen Windkraftanlagen mit Turmsegmenten, Maschinenhaus und Rotorstern. Bis zu sechs komplette Turbinensätze der 3,6 Megawattanlage kann das Installationsschiff jeweils transportieren und errichten.
Beim Bau ihrer Offshore-Windkraftwerke verfolgt RWE Innogy ein sog. Mono-Vessel Konzept. Dabei wird das Offshore-Installationsschiff der Seabreeze-Klasse am jeweiligen Basishafen mit den einzelnen Komponenten beladen. Von dort fährt es die Bausstelle auf See an und installiert vor Ort die Fundamente und Windturbinen. Während das Installationsgerät auf See ist, werden am Basishafen weitere Komponenten vormontiert und zum Abtransport vorbereitet. Durch dieses Konzept können teure Wartezeiten des Installationsschiffes im Hafen vermieden werden. Darüber hinaus werden im Gegensatz zu anderen Konzepten, die auf eine festinstallierte Plattform auf See und einen Schiffspendelverkehr zwischen Basishafen und Hubinsel setzen, die Hubvorgänge von Großkomponenten auf See auf ein Minimum begrenzt.
Standort für die Betriebsbasis des Offshore-Windkraftwerks Gwynt y Môr wird ab 2014 der Hafen von Mostyn an der walisischen Nordküste sein. Ein entsprechender Pachtvertrag wurde mit dem dortigen Hafenbetreiber geschlossen. Von hier aus werden bereits die beiden bestehenden RWE Offshore-Windparks in der irischen See, North Hoyle und Rhyl Flats, betrieben.
Für den Bau ihrer Offshore-Windparks betreibt RWE Innogy über ihre Logistiktocher, die RWE OLC GmbH, zwei der weltweit größten Installationsschiffe. Satellitengesteuert können diese Schiffe zentimetergenau für die Bauarbeiten auf See fixiert werden und in Wassertiefen von über 40 Meter arbeiten. Während die "Friedrich Ernestine" den Bau von Gwynt y Môr in Angriff nimmt, wird das baugleiche Schwesterschiff "Victoria Mathias" parallel dazu den Windpark Nordsee Ost rund 30 Kilometer vor Helgoland errichten. Dieses Windkraftwerk ? bestehend aus 48 Windkraftanlagen der 6-Megawattklasse ? soll in 2013 vollständig in Betrieb sein.
Derzeit baut RWE Innogy alleine oder mit Partnern Offshore-Windkraftwerke in Europa mit einer installierten Leistung von 1.000 MW. Bis 2014 will das Unternehmen Genehmigungen für weitere Offshore-Windprojekte im Umfang von 5.000 MW vorliegen haben.
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Datum: 05.10.2011 - 18:00 Uhr
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