6. Oktober: Frisches Geld für Finanzmärkte - Heizölpreis bleibt fast gleich

6. Oktober: Frisches Geld für Finanzmärkte - Heizölpreis bleibt fast gleich

ID: 494528

Der Tag an den Rohstoffbörsen war von einigen Kursbewegungen gekennzeichnet, wobei die Notierungen bis zum Mittag auf Tageshochs kletterten, am Nachmittag aber wieder bis unter das Tagesausgangsniveau rutschten. Gegen Redaktionsschluss kostete Nordseeöl (Brent) 102 Dollar; US-Leichtöl (WTI) 79 Dollar.



(firmenpresse) - LEIPZIG. (Ceto) Der Tag an den Rohstoffbörsen war von einigen Kursbewegungen gekennzeichnet, wobei die Notierungen bis zum Mittag auf Tageshochs kletterten, am Nachmittag aber wieder bis unter das Tagesausgangsniveau rutschten. Gegen Redaktionsschluss kostete Nordseeöl (Brent) 102 Dollar; US-Leichtöl (WTI) 79 Dollar. „Dahinter stehen Gewinnmitnahmen sowie der stärkere Dollar und schwächere Euro zusammen mit den wieder etwas weicheren Aktienmärkte“, resümiert der Branchendienst Oil Market Report.
Zunächst hatten die Ölpreise an Boden gewonnen. Dahinter stand ein Mix aus Spekulativem und Fundamentalem. Verbesserte US-Arbeitsmarktdaten, ein Anstieg der Aktienmärkte sowie sinkende US-Rohölbestände trieben die Rohölnotierungen, die Charttechnik stärkte den Trend. Die Experten der Commerzbank verweisen allerdings darauf, die Rolle der US-Vorräte nicht zu überschätzen.
„Der Ölpreisanstieg in den Monaten zuvor ging dagegen mit einem Anstieg der US-Rohölvorräte einher. Dies zeigt, dass die Fundamentaldaten in diesem Jahr bislang nur eine untergeordnete Rolle für die Preisentwicklung gespielt haben“, so die Analysten. Übergeordnete Themen wie die allgemeine Stimmung an den Finanzmärkten und die Konjunkturerwartungen waren und seien wichtiger. Angesichts der Konjunkturrisiken sei es daher unwahrscheinlich, dass der gestern gemeldete Lagerabbau einen bleibenden Einfluss auf die Ölpreisentwicklung haben werde. „Sobald die Konjunktursorgen wieder die Oberhand gewinnen, dürften auch die Ölpreise erneut unter Druck geraten“, heißt es weiter.
Derweil hat auf der anderen Seite die Europäische Zentralbank in ihrer heutigen Sitzung beschlossen, die Banken mit weiterem Geld zu versorgen, um die gegenseitige Kreditvergabe wieder anzukurbeln – Geld, welches womöglich bald wieder an den Rohstoffbörsen landet und die Preise nach oben treibt. Oder um es mit dem Marktbeobachter Dr. Klaus Bergmann zu sagen: „Man agiert mit der Garantie, dass geschäftsbedrohende Verluste grundsätzlich zwangssozialisiert werden.“


Hiesige Heizölverbraucher mussten indes heute schon Preissteigerungen hinnehmen – jedoch nur leichte. Gegenüber gestern kostet die 100-Liter-Partie einer Gesamtlieferung von 3.000 Litern Heizöl EL 7 Cent mehr und damit 83,72 Euro.
Zum Vergleich die Werte der Vorjahre:
Preis HEL 3.000 Liter am 06.10.2010 68,87 €,
Preis HEL 3.000 Liter am 06.10.2009 55,85 €,
Preis HEL 3.000 Liter am 06.10.2008 83,49 €,
Preis HEL 3.000 Liter am 06.10.2007 63,41 €,
Preis HEL 3.000 Liter am 06.10.2006 59,08 €.

Diesen Artikel und zahlreiche weitere Informationen zum Energiemarkt finden Sie auf dem Onlineportal des Fachmagazins BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau unter
http://www.brennstoffspiegel.de/energiemarkt.html?newsid=10927&title=6.+Oktober%3A+Frisches+Geld+f%FCr+Finanzm%E4rkte+-+Heiz%F6lpreis+bleibt+fast+gleich
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Datum: 06.10.2011 - 16:29 Uhr
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