Menschen brauchen stabile Arbeitsverhältnisse
ID: 494555
Menschen brauchen stabile Arbeitsverhältnisse
Lebensplanung erschwert, Familiengründung verzögert
Am 7. Oktober ist Welttag der menschenwürdigen Arbeit. Hierzu erklärt der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Weiß:
"Kinderarbeit, fehlende Arbeitsschutzmaßnahmen, ungerechtfertigt befristete Arbeitsverhältnisse, Niedrigstlöhne und ungleiche Bezahlung zeugen davon, dass der weltweite Einsatz für menschenwürdige Arbeit auch in der heutigen Zeit nichts an seiner Bedeutung verloren hat.
Der Aktionstag für menschenwürdige Arbeit widmet sich in diesem Jahr - neben der Regulierung des globalen Finanzsektors - in erster Linie der Eindämmung prekärer Beschäftigungsformen.
Wenn befristete Arbeitsverhältnisse für viele Beschäftigte zur Regel werden, muss gegengesteuert werden. Besonders beunruhigend ist bei uns in Deutschland die steigende Zahl junger Menschen mit befristeten Arbeitsverhältnissen, die zudem oft schlecht bezahlt werden.
Prekäre Arbeitsverhältnisse münden zumeist in gebrochene Erwerbsbiographien. Die Betroffenen stehen oft unter hohem psychischem Druck, können nur schwer ihr Leben planen und zögern daher auch mit der Familiengründung. Nicht zuletzt wirken sich solche Erwerbsbiographien negativ auf Rentenanwartschaften aus. Prekäre Arbeitsverhältnisse führen auch dazu, dass gefragte Fachkräfte auswandern.
Grundsätzlich muss das unbefristete Arbeitsverhältnis mit tariflich vereinbarter Entlohnung die Regel sein. Befristete Arbeitsverhältnisse und Zeitarbeit sind nur dann zielführend, wenn sie als Instrumente der Flexibilisierung am Arbeitsmarkt eingesetzt werden. Wenn sie jedoch von der Ausnahme zur Dauereinrichtung werden, bedrohen sie die Grundlagen unserer bürgerlichen Gesellschaft.
Die Förderung eines stabilen Arbeitsmarktes ist zentrales Element einer Politik, die sich der sozialen Marktwirtschaft verpflichtet sieht. Auch im internationalen Bereich gilt es, menschenwürdige Arbeit mit arbeits- und sozialrechtlich abgesicherten Beschäftigungsverhältnissen, mit Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung zu ermöglichen. Dazu bedarf es der Einhaltung der Kernarbeitsnormen und verbindlicher Sozialstandards."
Hintergrund:
Der weltweite Aktionstag wurde vom Internationalen Gewerkschaftsbund (IGB) ins Leben gerufen. Dieser vertritt 175 Millionen Arbeitnehmer in 305 Mitgliedsorganisationen sowie in 151 Ländern und Hoheitsgebieten. Seit 2008 organisiert der IGB jeweils am 7. Oktober den Welttag für menschenwürdige Arbeit (WFMA). An ihm finden auf der ganzen Welt Demonstrationen und Aktionen für menschenwürdige Arbeit statt. Weitere Informationen zum Welttag für menschenwürdige Arbeit 2011 finden Sie unter www.wddw.org.
CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
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Datum: 06.10.2011 - 16:30 Uhr
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