Kurth: Demografischer Wandel Gestaltungsaufgabe für ganz Deutschland (06.10.2011)
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Kurth: Demografischer Wandel Gestaltungsaufgabe für ganz Deutschland (06.10.2011)
Das Treffen der Bundeskanzlerin mit den ostdeutschen Ministerpräsidenten ist außerordentlich wichtig. Dass ein Schwerpunkt auf die Bewältigung des demografischen Wandels gesetzt wird, ist richtig. Erstmals legt die Bundesregierung in Zusammenarbeit mit den jungen Ländern ein Handlungskonzept zur demografischen Entwicklung vor. Dazu gehört eine aufrichtige Analyse der aktuellen Lage in den jungen Ländern, wie z.B. die Landeshaushalte. Nach wie vor leiden die jungen Länder unter der Abwanderung junger, gut ausgebildeter Fachkräfte. Auch die wirtschaftliche Entwicklung liegt - abgesehen von einigen Leuchtturmregionen - weiterhin hinter den alten Bundesländern. Für die zukünftige Entwicklung kommt es deshalb auf die Bewältigung des demografischen Wandels an. Eine wichtige Herausforderung liegt in der Stärkung der Wirtschaftskraft der Regionen. Dazu muss die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft weiter ausgebaut werden, um die Innovationskraft kleiner und mittelständischer Unternehmen zu verbessern und den Fachkräftenachwuchs zu sichern. Eine weitere Herausforderung liegt in der generationsübergreifenden Gestaltung der Kinder-, Jugend-, Familien- und Seniorenpolitik. Auch in dünnbesiedelten, ländlichen Räumen muss eine bedarfsgerechte und bezahlbare Infrastruktur gewährleistet werden. Das kann die Schaffung anderer rechtlicher und finanzieller Spielräume erforderlich machen. Dazu zählt auch, die Förderprogramme stärker zu vernetzen und den jeweiligen Regionen gegebenenfalls mehr Gestaltungsrechte zu geben. Bei der Bewältigung des demografischen Wandels können die jungen Bundesländer Vorbild für die alten Bundesländer sein. Der demografische Wandel ist eine politische Gestaltungsaufgabe für ganz Deutschland. Zusammen mit den enger werdenden Finanzierungsspielräumen gibt die demografische Entwicklung den Rahmen vor, in dem sich Politik, Verwaltung und Gesellschaft in den nächsten Jahren bewegen werden.
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Datum: 06.10.2011 - 16:30 Uhr
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