Greenpeace stellt Antrag auf Akteneinsicht zu Strahlenmessungen in Gorleben

Greenpeace stellt Antrag auf Akteneinsicht zu Strahlenmessungen in Gorleben

ID: 494832

Greenpeace stellt Antrag auf Akteneinsicht zu Strahlenmessungen in Gorleben



(pressrelations) -
Umweltschützer fordern Offenlegung aller Messdaten und behördlichen Schriftverkehrs

Greenpeace verlangt Akteneinsicht in sämtliche Strahlenmessungen am Castor-Zwischenlager in Gorleben und den damit verbundenen Schriftverkehr der zuständigen Behörden. Entsprechende Anträge nach dem Umweltinformationsgesetz (UIG) liegen dem niedersächsischen Umweltministerium seit heute vor. Innerhalb von vier Wochen muss das Ministerium laut UIG Stellung beziehen. Die Akten sollen klären, ob die Entscheidung über einen weiteren Castor-Transport in diesem Jahr nach Gorleben politisch motiviert ist. Die unabhängige Umweltschutz-organisation fordert eine Absage des für diesen November geplanten Transportes.

""Der Verdacht besteht, dass die Strahlenwerte schöngerechnet wurden, um unbeirrt an dem diesjährigen Castortransport festzuhalten"", sagt Greenpeace-Atomexperte Tobias Riedl. ""Alle Fakten zur radioaktiven Strahlung am Zwischenlager müssen auf den Tisch. Es kann kein Transport nach Gorleben rollen, der 44-mal so viel Radioaktivität enthält wie durch den Super-GAU in Fukushima ausgetreten ist.""

Drei Institutionen haben bislang unterschiedliche Strahlenwerte am Zwischenlager gemessen. Diese sind nur bruchstückhaft veröffentlicht. Der niedrigste Wert wird nun von Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) als Entscheidungsgrundlage für den anstehenden Castor-Transport aus La Hague herangezogen. Sander sieht aktuell keinen Grund mehr für eine Absage.

Greenpeace fordert Einsicht in die vollständigen Messberichte des Niedersächsischen Landesamtes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) als Betreiberin des Zwischenlagers vom Zeitraum 1983 bis heute und in die Messergebnisse der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) von Anfang September 2011. Zusätzlich verlangt die unabhängige Umweltschutzorganisation Einsicht in sämtlichen Schriftverkehr des Umweltministeriums zur sogenannten Umgebungsüberwachung in Gorleben.



Wurde bei den Gorleben-Messungen getrickst?

Die Akteneinsicht soll klären, ob es finanzielle und zeitliche Beschränkungen oder messtechnische Vorgaben des Ministeriums an die PTB gegeben hat. ""Wie lautete der Auftrag des Umweltministers an die PTB? Warum hat die PTB überhaupt dritte Messungen gemacht, anstatt die alarmierenden Werte der behördlichen Messungen zu überprüfen? Wurde hier möglicherweise getrickst?"", fragt Riedl.

Ende Juni hatten die Strahlenmessungen des NLWKN im Auftrag des Umweltministeriums ergeben, dass der Grenzwert rund um die Castorhalle im zweiten Halbjahr 2011 überschritten werden würde. Die geplante Einlagerung von elf weiteren Castoren aus der französischen Plutoniumfabrik La Hague wäre so nicht mehr zulässig gewesen. Die GNS widersprach dem aber und legte eigene, niedrigere Messergebnisse vor. Daraufhin beauftragte das Ministerium ein drittes Institut, die PTB, ebenfalls zu messen.

Bildunterschrift: Die Greenpeace-Bilder zeigen: Die 102 Atommüllbehälter stehen im nördlichen Teil der Castorhalle, da die Lüftungsschlitze dort deutlich wärmere Luft abgeben.


Greenpeace e.V.
Große Elbstraße 39
22767 Hamburg
presse@greenpeace.de
www.greenpeace.de
Telefon: 040/30618 -340 oder -341
Fax: 040/30618-160Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Trinkwasserverordnung: Neuer KALO-Service für die Wohnungswirtschaft 2022 - Aus für Kernkraftwerke - Bundesregierung nutzt die seit Jahrzehnten bestehenden Abkommen mit Marokko für Solarstrom-Vorhaben
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 07.10.2011 - 09:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 494832
Anzahl Zeichen: 3694

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Diese Pressemitteilung wurde bisher 293 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Greenpeace stellt Antrag auf Akteneinsicht zu Strahlenmessungen in Gorleben"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Greenpeace (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Wie wird sich Präsident Hollande entscheiden? ...
Greenpeace-Aktivisten protestieren am französischen Atomkrafwerk Tricastin Paris 15. Juli 2013: Greenpeace-Aktivisten haben heute früh auf der Atomanlage in Tricastin/Frankreich zwei Banner entrollt mit der Botschaft: "Accident nucléaire à Tricastin, François Hollande : président de

Nach Greenpeace-Protest: Transportfirmen schicken Walfleisch zurück an den Absender ...
Umweltminister Altmaier soll deutsche Häfen gesetzlich für Walfleisch sperren Der gestrige Protest von Greenpeace-Aktivisten gegen den Transport von Walfleisch über den Hamburger Hafen zeigt Wirkung: Am späten Abend kündigte die taiwanesische Transportfirma "Evergreen Line" an, d

Greenpeace-Kletterer protestieren an Frachtschiff gegen Walfleisch-Transport ...
Umweltminister Altmaier in der Pflicht für den Artenschutz Greenpeace-Aktivisten sind heute Mittag in Hamburg auf das Containerschiff "Eilbek" geklettert, das Walfleisch nach Japan transportieren soll. Vier der Meeresschützer haben sich an den Schiffstauen des 170 Meter langen Frac


Weitere Mitteilungen von Greenpeace


Trinkwasserverordnung: Neuer KALO-Service für die Wohnungswirtschaft ...
Am 1. November 2011 tritt die neue Trinkwasserverordnung in Kraft. Die Umsetzung der EG-Richtlinie 83/98 in nationales Recht sieht in §14 vor, dass Mehrfamilienhäuser mit einer zentralen Großanlage zur Bereitung von Warmwasser jährlich auf Legionellen und andere Verunreinigungen überprüft wer

"Peak Oil"- Was bleibt am Ende des billigenÖls? ...
Willich, 04.Oktober 2011 - Jeder nutzt heute auf Erdöl basierende Produkte in seinem Alltag, sei es beim Heizen der Wohnung, als Antrieb für den PKW oder als Grundstoff von Dingen die uns alltäglich umgeben. Doch wie lange steht es uns noch uneingeschränkt zur Verfügung und zu welchem Preis?

Förderprogramm für transeuropäische Energienetze ...
Für das reibungslose Funktionieren des Energiebinnenmarktes stellen Verbund, Interoperabilität und Ausbau der transeuropäischen Elektrizitäts- und Erdgasleitungsnetze unverzichtbare Instrumente dar. Die Verbraucher können dadurch verbesserte Dienstleistungen nutzen und haben erweiterte Auswahlm

Förderprogramm für transeuropäische Energienetze ...
Für Verbund, Interoperabilität und Ausbau transeuropäischer Energienetze (TEN-E) können EU-Zuschüsse beantragt werden. Antragsberechtigt sind die Mitgliedstaaten der EU sowie Organisationen und Unternehmen, die im Auftrag der Mitgliedstaaten tätig sind. Die TEN-E-Mittel belaufen sich auf etwa


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z