Automatisches Notrufsystem fürs Fahrzeug: peiker bietet übergreifende UMTS-Lösung für Europa und

Automatisches Notrufsystem fürs Fahrzeug: peiker bietet übergreifende UMTS-Lösung für Europa und Russland

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Jährlich 20 Mrd. Euro weniger Unfallkosten, eine Senkung der Zahl der Todesopfer bei Autounfällen in Europa um 6% und der Schwerverletzten um 15% – das sind die Zahlen, welche die EU-Kommission dazu bewegten, Anfang September eine finale Empfehlung für die europaweite Einführung des automatischen Notrufs für neuzugelassene Fahrzeuge ab 2015 abzugeben. Russland wiederum möchte dies bereits bis zum Jahr 2013 erreicht haben. Die Umsetzung obliegt jedoch den einzelnen Ländern, den Netzbetreibern und nicht zuletzt auch der Automobilindustrie selbst. Hier setzt der Friedrichsdorfer Automobilzulieferer peiker acustic GmbH & Co. KG als aktives Mitglied der eCall Driving Group mit seinem UMTS-Modul bereits erfolgreich an.



(firmenpresse) - Nach mehreren Anläufen für eine europaweite Richtlinie zum automatischen Notruf in Fahrzeugen (englisch: Emergency Call, kurz eCall) wurde nun am 08.09.2011 eine neue Empfehlung von Seiten der EU-Kommission herausgegeben: Bis 2015 sollen alle EU-Mitgliedsstaaten sowie die Mobilfunknetzbetreiber geeignete Maßnahmen in die Wege leiten, die es ermöglichen, jedes ab diesem Zeitpunkt in Europa neu zugelassene Kraftfahrzeug mit einem automatischen Notrufsystem auszustatten. Bereits bis 2012 sollen die Länder über den jeweiligen Status der Umsetzung berichten. Wie dieses System konkret aussehen soll, wurde offen gelassen. Allerdings hat die eigens etablierte „eCall Driving Group“ hierzu zwei Empfehlungen abgegeben: Zum einen soll der Notruf unmittelbar mit dem Auslösen des Airbags aufgebaut bzw. abgesetzt werden. Zum anderen gilt der Sprachkanal als die sicherste und zuverlässigste Variante der Datenübertragung an die sogenannten Public Safety Answering Points (PSAP), also die Notrufleitstellen. Maßgeblich an diesen technischen Empfehlungen beteiligt war unter anderen der hessische Kommunikationsspezialist peiker. Durch seine umfangreiche Erfahrung im Bereich der Sprach- und Datenübertragung im Fahrzeug und speziell auch im eCall-Sektor ist der Mittelständler derzeit der einzige europäische Anbieter eines GSM-basierten eCall-Systems.

Mit seinem Network Access Device (NAD), einem leistungsstarken UMTS-Modul, hat peiker die technische Voraussetzung für einen schnellen sowie zuverlässigen Datenaustausch zwischen Fahrzeug und Umgebung geschaffen. Zusätzlich zur automatischen Auslösung eines Notrufs bei der zuständigen Notrufabfragestelle übermittelt das Gerät auch Informationen bezüglich des Standorts des Unfallfahrzeugs sowie technischen Fahrzeugdaten und Schäden. Dadurch wird es dem Rettungspersonal erleichtert, das Fahrzeug schnell zu finden und die notwendige Hilfe zu leisten.

Auch in Russland macht man sich Gedanken um dieses Thema, nicht zuletzt wegen der geografischen Gegebenheiten in diesem doch sehr weitläufigen Land. Deren System setzt jedoch primär auf das russische Pendant zu dem in Europa verwendeten GPS: GLONASS. Durch simultane Nutzung der GPS- und GLONASS-Satellitensysteme können Positionen sogar noch genauer bestimmt werden. Die Einführung ist hier bereits für 2013 vorgesehen, die erste Testphase läuft im Oktober 2011 an. peiker stellt hier eine erste Prototypenreihe zur Verfügung, welche die Positionsgenauigkeit sowie die Zuverlässigkeit der Datenübertragung ermitteln soll. Die zweite geplante Stufe hingegen stellt die Software für zusätzliche Services auf den Prüfstand. Denkbar ist hier beispielsweise ein so genannter „Crash Event Recorder“, der Beschleunigungswerte bei Unfällen aufzeichnet und es damit möglich macht, die Unfallschwere bereits beim Absetzen des Notrufs zu berechnen.


Treibende Kraft für die Einführung dieses ERA-GLONASS-Systems in Russland ist die eigens gegründete Organisation „Navigation Information Systems (NIS)“, die nicht nur für den Aufbau der Infrastruktur im Land, sondern auch für die Spezifikation der Systeme im Fahrzeug verantwortlich ist. Mit dem Ziel, gemeinsam eine sowohl europaweit, als auch in Russland nutzbare Plattform zu entwickeln und diese für Automobilhersteller zu lizensieren, war die NIS an das Unternehmen peiker herangetreten. Unterstützt wird das Friedrichsdorfer Traditionsunternehmen softwareseitig von seinem langjährigen amerikanischen Kooperationspartner Qualcomm, Inc., einem der weltweit größten Chiphersteller für Smartphones. peiker hat zudem bereits intensive Gespräche mit einigen Fahrzeugherstellern geführt, die ebenfalls für eine umfassende, nicht länderspezifische Lösung plädieren. Das derzeitige peiker UMTS-Modul ist eine solche Lösung, die nicht nur in Russland auf reges Interesse stößt, sondern mit großer Wahrscheinlichkeit auch in Europa weiter Einzug halten wird, sobald die Pläne für die Einführung des eCalls noch konkretere Formen annehmen. Damit begleitet und realisiert der Automobilzulieferer einen weiteren entscheidenden Schritt hin zu mehr Verkehrssicherheit dank mobiler Kommunikation im Fahrzeug.
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Datum: 11.10.2011 - 11:42 Uhr
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