Mehr Anstrengung gegen Fachkraeftemangel
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Mehr Anstrengung gegen Fachkraeftemangel
Wir muessen unsere Anstrengungen intensivieren, um allen hier lebenden Menschen zu qualifizierten Berufsabschluessen zu verhelfen. Auch eine schnellere und vernuenftigere Anerkennung auslaendischer Berufs-, Schul- und Hochschulabschluesse ist beim Kampf gegen den Fachkraeftemangel wichtig. Die in dieser Woche gestartete Aktion der rot-gruenen Regierung in Nordrhein-Westfalen zur Sicherung von Fachkraeften ist der richtige Weg. Allein in NRW werden dem Arbeitsmarkt bis 2025 eine Million Menschen fehlen. Ein Grossteil davon sind Fachkraefte. Auch die anderen Bundeslaender sollten NRW als Beispiel nehmen.
Die SPD-Bundestagsfraktion hat laengst bessere Vorschlaege als die der schwarz-gelben Koalition unterbreitet. Wir werden einem drohenden Facharbeitskraeftemangel auf vielerlei Weise und ernsthaft vorbeugen muessen. Deshalb brauchen wir auch hoch qualifizierte Einwanderer. Dafuer haben wir uns im Zuwanderungsgesetz 2005 ebenso eingesetzt wie beim Arbeitsmigrationssteuerungsgesetz 2009. Qualifizierung im Inland und Einwanderung aus dem Ausland duerfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Sie ergaenzen sich.
Deshalb haben wir den deutschen Arbeitsmarkt 2009 fuer Akademiker geoeffnet. Wer einen Hochschulabschluss hat, kann in Deutschland leben und arbeiten, sofern er ein Arbeitsplatzangebot hat und die Vorrangpruefung positiv ist - die Stelle also nicht mit einem deutschen oder EU-Buerger besetzt werden kann. Anders als oft suggeriert, spielt eine fixe Einkommensgrenze hierbei keine Rolle.
Auch haben wir uns auslaendischen Studenten geoeffnet. Wer einen Abschluss in Deutschland erwirbt, hat ein Jahr Zeit, sich eine Arbeit zu suchen. Und von der Vorrangpruefung ist er lebenslang befreit. Auch Absolventen deutscher Auslandsschulen koennen, wenn sie einen Hochschulabschluss oder eine deutsche Berufsausbildung haben, hier leben und arbeiten.
Ebenso haben wir die Einkommensgrenze fuer besonders Hochqualifizierte gesenkt. Ab einem Jahreseinkommen von derzeit rund 66 000 Euro im Jahr bekommen sie ohne Vorrangpruefung ein unbefristetes Aufenthaltsrecht.
Schliesslich haben wir gezeigt, dass wir das humanitaer Gebotene mit dem wirtschaftlich Sinnvollen verbinden. Gut integrierte geduldete Jugendliche koennen seit 2009 eine Aufenthaltserlaubnis bekommen, wenn sie eine Berufsausbildung abgeschlossen haben.
Wir haben Deutschland zu einem offeneren Land gemacht. Und diesen Weg werden wir weiter gehen.
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Datum: 14.10.2011 - 13:00 Uhr
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