Hapag-Lloyd feiert 125 Jahre Ostasien- und Australien-Fahrt
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Hapag-Lloyd feiert 125 Jahre Ostasien- und Australien-Fahrt
1886 benötigte das aufstrebende Deutschland den regelmäßigen Verkehrsanschluss an neue Wachstumsmärkte ebenso dringend wie leistungsfähige Postdienste in alle Welt. Das Deutsche Reich subventionierte daher die ersten Reichspostdampfer-Linien nach Ostasien und Australien mit jährlich fünf Millionen Mark, um in einer Zukunftsregion buchstäblich Flagge zeigen zu können. Entsprechend hoch waren die Standards, die den Schifffahrtslinien vertraglich vorgeschrieben wurden: Erstklassige Schiffe, vierwöchentliche Abfahrten, hohe Durchschnittsgeschwindigkeit und preußische Pünktlichkeit.
Die Abmessungen der frühen Reichspostdampfer erscheinen heute klein: Die "Oder" des Norddeutschen Lloyd, einer der Gründungsgesellschaften von Hapag-Lloyd, zu deren erster Ausreise von Bremerhaven nach Ostasien am 30. Juni 1886 eigens der chinesische Botschafter anreiste, war knapp 107 Meter lang, 3158 BRT groß, konnte 770 Passagiere befördern und hatte eine Ladefähigkeit von 1.600 Tonnen. Ähnliche Maße hatte die "Salier", die am 14. Juli die Australien-Linie eröffnete. Zum Vergleich: Die "Tsingtao Express", die heute für uns zwischen Europa und Ostasien fährt, ist 335 Meter lang, kann 104.000 Tonnen tragen und bietet Platz für 8750 Standardcontainer.
Von Bremerhaven aus liefen die Dampfer im Ostasien-Dienst Häfen wie Suez, Aden, Colombo, Singapur, Hongkong und Shanghai an sowie im Australien-Dienst Häfen wie Adelaide, Melbourne und Sydney. Über Anschlusslinien ging es vor Ort weiter von Hongkong nach Japan (Yokohama, Nagasaki und Hiogo) bzw. von Sydney nach Samoa und Tonga. Auch weitere europäische Häfen wurden angelaufen, etwa Antwerpen und Southampton. Zur Ladung zählten in Richtung Asien und Australien auch damals schon vor allem Industriewaren sowie auf der Rückreise nach Europa in erster Linie Rohstoffe. Um die Jahrhundertwende kooperierte die Hapag, ebenfalls Gründungsgesellschaft von Hapag-Lloyd, mit dem Norddeutschen Lloyd bei den Reichspostdampferdiensten aus Kostengründen und stimmte die Fahrpläne ab.
Ostasien gehört bis heute, seit über 125 Jahren, zu den wichtigsten Fahrtgebieten von Hapag-Lloyd, in dem seit vielen Jahrzehnten stets die größten und modernsten Schiffe der Flotte eingesetzt werden. Auch die zehn neuen 13.200-TEU-Schiffe von Hapag-Lloyd, die zwischen Juni 2012 und Ende 2013 in Fahrt kommen, sollen Europa mit Ostasien verbinden. "Mit den Schiffen dieser neuen Größenklasse setzen wir das fort, was wir vor 125 Jahren begonnen haben: die schnelle und zuverlässige Verbindung Europas mit der Zukunftsregion Ostasien", sagt Michael Behrendt, Vorsitzender des Vorstandes der Hapag-Lloyd AG. "Wir sind sehr stolz auf diese lange Partnerschaft zwischen Hapag-Lloyd und unseren Kunden in Ostasien ? einem Wirtschaftsraum von herausragender Bedeutung, mit starkem Wachstum und sehr positiven Aussichten."
Was vor 125 Jahren begann, ist inzwischen ein umfassendes Netzwerk von rund 40 Hapag-Lloyd-Diensten nach Ostasien und Australien/Neuseeland geworden (von/nach Europa und Transpazifik). Insgesamt verbindet Hapag-Lloyd heute mit mehr als 140 Containerschiffen in rund 80 Diensten über 160 Häfen auf allen Kontinenten mit Direktanläufen. Inklusive Feeder-Netzwerk sind es sogar über 430 Häfen in 112 Ländern. Dabei sorgen knapp 6.900 Mitarbeiter in 114 Ländern für den reibungslosen Transport von jährlich mehr als fünf Millionen Standardcontainer (TEU). Mehr als die Hälfte davon entfällt auf die Ostasien- und Australien-Verkehre. Die ausführliche Geschichte der 125 Jahre Ostasien- und Australien-Fahrt von Hapag-Lloyd steht als Broschüre mit zahlreichen Abbildungen zum Download auf der Website Publikationen.
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Datum: 18.10.2011 - 13:45 Uhr
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