Windmesse bleibt in Husum!
ID: 502067
Branchenverband und Windkraftunternehmen wollen keine Hamburger Messe
Die Hansestadt warb gerne mit dem Argument, 4.000 Windenergie-Arbeitsplätze in den vergangenen Jahren geschaffen zu haben. In Schleswig-Holstein arbeiten allein in der Onshore-Branche über 7.000 Menschen. Im Einzugsgebiet um Husum sind es bereits über 3.500 Stellen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von der Produktion, Projektierung, Finanzierung bis hin zu Betrieb und Service-Wartung. Hamburg hat kein Know-how bei der Produktion und dem Service von Windturbinen. Nicht nur dass diese Schlüsselsegmente fehlen, sie können während einer Messe auch nicht praxisnah vermittelt werden. Im Husumer Gewerbegebiet Ost, nahe dem Messezentrum, sind dagegen große wie kleine Windkraftunternehmen angesiedelt. Neben der Firmenzentrale für den Vertrieb Deutschland des Windkraftanlagenherstellers Vestas haben Service-Firmen wie Hansen Windtechnik und die Wind Energie Service Technik (WEST) ihren Sitz. Auch das international tätige Bildungszentrum für Erneuerbare Energien (BZEE) und die WKN AG sind dort ansässig. Letztere gehört zu den größten Projektentwicklern in Deutschland mit zahlreichen internationalen Standorten.
"Unsere Geschäftspartner mögen die Stadt und die zahlreichen Events rund um die Husum WindEnergy", bestätigt Catrin Petersen, Leiterin Kommunikation & Marketing bei der WKN AG. "Auch die Veranstaltungen in unserem Headquarter werden während der Messe von unseren Partnern gern in Anspruch genommen." Auch Andreas Eichler, Leiter des Vertriebs Deutschland bei Vestas, bestätigt das einmalige Umfeld der Husumer Leitmesse. "Rund um Husum befinden sich zahlreiche Windtestfelder mit den neuesten Anlagentechnologien. Beispielsweise haben wir einen Standort, wo wir unser aktuellstes Modell, die V112, dem Kunden direkt vorführen können. In der Hansestadt wäre so etwas undenkbar", bekräftigt Eichler.
Des Weiteren wurde dem Husumer Messeteam fehlende Erfahrung im Umgang mit einem solchen Großevent vorgeworfen. "Welche Messe hat denn eine längere Erfahrung und Tradition als die Husumer, die bereits 1989 startete?", fragt sich Ruth Brandt-Schock, Leiterin der Unternehmenskommunikation des Windkraftanlagenproduzenten Enercon. "Unser Unternehmen ist seit Jahren auf der Husum WindEnergy sowie auf der Hannover Messe vertreten und wird das auch weiterhin tun. Eine dritte Messe ist vollkommen unnötig und verwirrt die Branche und unsere Kunden. Wir werden deshalb auf bewährte Angebote zurückgreifen und in Hamburg nicht ausstellen."
Der windcomm schleswig-holstein e. V. und seine Mitglieder hoffen nun, dass zeitnah eine Lösung erarbeitet wird, denn die jetzige Situation schadet dem Ansehen der deutschen Windbranche international. "Ein solcher Streit schwächt den deutschen Messestandort. Andere europäische Messegesellschaften warten nur auf eine solche Gelegenheit", gibt Matthias Volmari zu bedenken. Bereits in den Jahren 2002, 2004 und 2006 hatte Hamburg eine Windmesse organisiert. Ohne Erfolg. Deshalb ist Volmari sicher, wo die größte Windmesse der Welt über das Jahr 2014 hinaus stattfindet: "Natürlich in Husum, denn das wollen die Kunden!"
Der windcomm schleswig-holstein e. V. ist ein Vertretungsorgan der schleswig-holsteinischen Windbranche. Er wurde im März 2010 gegründet und hat Mitglieder aus allen Teilbereichen der Wertschöpfungskette der Onshore- und Offshore-Windindustrie. Der Verein vertritt die Interessen der regionalen Unternehmen und Institutionen der Windbranche und fungiert als zentrale Vernetzungs- und Informationsplattform.
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Der windcomm schleswig-holstein e. V. ist ein Vertretungsorgan der schleswig-holsteinischen Windbranche. Er wurde im März 2010 gegründet und hat Mitglieder aus allen Teilbereichen der Wertschöpfungskette der Onshore- und Offshore-Windindustrie. Der Verein vertritt die Interessen der regionalen Unternehmen und Institutionen der Windbranche und fungiert als zentrale Vernetzungs- und Informationsplattform.
Datum: 18.10.2011 - 14:27 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 502067
Anzahl Zeichen: 5023
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Husum
Kategorie:
Energie & Umwelt
Diese Pressemitteilung wurde bisher 207 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Windmesse bleibt in Husum!"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
windcomm schleswig-holstein - Wirtschaftsförderung Nordfriesland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Schwierigkeiten, neue Windkraft-Projekte durchzusetzen, hängen nicht nur mit dem Widerstand einzelner Bürger, sondern auch mit den Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2017) - Stichwort Ausbaudeckel und Ausschreibungen - sowie Unklarheiten über die zukünftige Gebietskulisse für
Offshore in Schleswig-Holstein: Kostendruck gefährdet Mittelständler ...
Rettung aus der Luft und schneller Transport von Technikern und Ersatzteilen, selbst bei Windstärken, die einen Einsatz von Schiffen nicht mehr zulassen - Hubschrauber sind ein wichtiger Teil der Rettungs- und Versorgungskette für Windparks auf See geworden. In den letzten Jahren entstanden Helik
2.500 Megawatt plus Repowering braucht der Klimaschutz ...
?Wir können die Klimaschutzziele nur mit Windkraft-Zubau erreichen. Deshalb wollen wir, dass es deutschlandweit beim Zubau von 2.500 Megawatt plus Repowering pro Jahr bleibt, den wir beim EEG 2014 ausgehandelt haben", fasste Dr. Ingrid Nestle die Ziele der Landesregierung für die nächsten V
Weitere Mitteilungen von windcomm schleswig-holstein - Wirtschaftsförderung Nordfriesland
3. Otto Group Studie zeigt Trend zu nachhaltigen Produkten ...
Verbraucher setzen immer mehr auf nachhaltige Produkte. So das Ergebnis der 3. Otto Group Trendstudie 2011 «Verbrauchervertrauen - auf dem Weg zu einer neuen Wertekultur», bei der 1.000 Personen in Deutschland zwischen 16 und 74 Jahren befragt wurden. 41 Prozent der Befragten gaben an, häufig zu
Neuauflage wegen des großen Erfolgs ...
Bereits seit sieben Jahren investieren Anleger mit Beträgen ab 2.500 Euro bei ABO Wind in die Vorfinanzierung von Projekten zur klimafreundlichen Stromproduktion. Rund 1.300 Anleger besitzen aktuell fest verzinsliche Genussrechte der ABO Wind-Gruppe mit einem Volumen von 12,5 Millionen Euro. Nun l
Stabile Rahmenbedingungen für spanischen Solarmarkt gefordert ...
5. spanische Solarkonferenz der Solarpraxis AG geht erfolgreich zu Ende Madrid, 18.10.2011. Der spanische Solarmarkt bleibt interessant ? das war das Ergebnis der Konferenz "Conferencia de la Industria Solar - España 2011", die am Freitag, den 14. Oktober 2011 in Madrid zu Ende ging. R
Stabile Rahmenbedingungen für spanischen Solarmarkt gefordert ...
Der spanische Solarmarkt bleibt interessant - das war das Ergebnis der Konferenz "Conferencia de la Industria Solar - España 2011", die am Freitag, den 14. Oktober 2011 in Madrid zu Ende ging. Rund 190 Experten aus der Erneuerbaren-Energien-Branche hatten sich bei der 2-tägigen Veransta




