Finanzmarktwächter einführen, Anlegerschutz stärken
ID: 503691
Finanzmarktwächter einführen, Anlegerschutz stärken
Zur Debatte über die Einführung eines Finanzmarktwächters erklärt die zuständige Berichterstatterin der SPD-Bundestagsfraktion Kerstin Tack:
Wir brauchen einen Marktwächter, der im Verbraucherinteresse den Finanzmarkt überwacht. Wir wollen die Aufdeckung unseriöser Vertriebspraktiken.
Wir wollen Hinweise auf Regulierungslücken und unlautere Geschäftspraktiken. Wir wollen den Verbrauchern den Zugang zu einer unabhängigen Beratung ermöglichen. Kurz: Wir wollen Verbraucherinnen und Verbraucher vor Marktmissbrauch schützen.
Um einen solchen Schutz gewährleisten zu können bedarf es eines konsistenten Gesamtkonzepts. Ein wichtiger Bestandteil dieses Konzepts ist die Überwachung des Marktes aus der Perspektive der Verbraucher.
Hierfür bieten die Verbraucherzentralen mit der passenden Infrastruktur das Fundament für einen gut informierten Wächter. Eine solche Institution kann durch die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz finanziert werden. Die Stiftung wollen wir hierfür unter anderem durch die zweckmäßige Verwendung von Bußgeldern aus Kartellverfahren sowie Verstößen gegen Wettbewerbsbeschränkungen mit mehr Kapital ausstatten.
Der Marktwächter soll also durch Gelder derjenigen, die gegen die Marktregeln verstoßen finanziert werden.
Die Marktwächter-Idee ist nicht neu. Sie wurde von der SPD bereits 2009 gefordert und in der damaligen Koalition mit CDU/CSU auch beschlossen.
Nur umgesetzt wurde sie bis heute nicht. Die Taktik der schwarz-gelben Koalition ist ablesbar: Ankündigen, so laut wie möglich Umsetzen, so wenig wie nötig. Wie sonst sollte man es verstehen, dass Hans-Michael Goldmann (FDP) im März 2009 aus der Opposition heraus vollmundig ein Verbraucherinformationsgesetz forderte, das auf die Ansprüche im Finanzbereich erweitert wird. Ebenso kündigte Erik Schweickert (ebenfalls FDP) die Einführung eines Berufsbildes "Honorarberater" an, der sich jedoch im Gesetzentwurf zur Novellierung des Finanzanlagenvermittlerund Vermögensanlagenrechts nicht wieder findet - hier ist es bis dato gerade einmal zu einem vagen Eckpunktepapier des Verbraucherschutzministeriums gekommen.
Der Finanzmarkt braucht Regeln - auch um das Vertrauen in ihn zurückzugewinnen.
Diese Regeln können nur in einem schlüssigen Gesamtkonzept effektiv wirken. Ein Marktwächter, der Missstände aufzeigt, ist eine Schlüsselposition in diesem Ordnungsgefüge.
Kontakt:
SPD-Bundestagsfraktion
Pressestelle
Internet: http://www.spdfraktion.de
E-Mail: presse@spdfraktion.de
Tel.: 030/227-5 22 82
Fax: 030/227-5 68 69
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 20.10.2011 - 13:45 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 503691
Anzahl Zeichen: 2955
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 370 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Finanzmarktwächter einführen, Anlegerschutz stärken"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
SPD-Bundestagsfraktion (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) bekommt ein Update. 20 Jahre nach der Einführung haben sich das Antidiskriminierungsrecht und die Arbeit der Antidiskriminierungsstelle bewährt. Das AGG leistet einen zentralen Beitrag zu Fairness am Arbeitsplatz, bei der Wohnungssuche und im Zivilrecht
Zum Anne-Frank-Tag: Demokratiebildung und Erinnerungskultur bleiben unverzichtbar ...
Am 12. Juni 1929 wurde Anne Frank geboren. Seit zehn Jahren organisiert das Anne-Frank-Zentrum den bundesweiten Anne-Frank-Tag als Aktionstag an Schulen. Unter dem Motto "Geschichten erzählen" stellt das Anne-Frank-Zentrum kostenlose Lernmaterialien für Schulen bereit, die den Schülerin
BAföG-Reform muss zum Wintersemester kommen ...
In die Ausbildung junger Menschen zu investieren, fördert auch die Fairness zwischen den Generationen. Gleichzeitig legt es den Grundstein für künftigen Fortschritt und wirtschaftliches Wachstum, denn Studierende und Auszubildende sind die Fachkräfte von morgen. Deshalb muss die BAföG-Reform zu
Weitere Mitteilungen von SPD-Bundestagsfraktion
NABU: Wirtschaftsminister Rösler blockiert Energiesparmaßnahmen ...
Tschimpke: Deutschland darf sich bei EU-Richtlinie für Energieeffizienz nicht isolieren Berlin/Brüssel ? Das Bundeswirtschaftsministerium unter Führung von Philip Rösler verliert mit seiner widersinnigen Blockadehaltung bei der notwendigen Reduzierung des Energieverbrauchs weiter an GlaubwÃ
Großzügiges Gehalt für künftigen Beiersdorf-Chef ...
Stefan Heidenreich, der designierte Vorstandsvorsitzende der Hamburger Beiersdorf AG, wird deutlich mehr verdienen als Amtsinhaber Thomas-Bernd Quaas. Das berichtet das manager magazin in seiner Ausgabe, die am Freitag (21. Oktober) am Zeitschriftenkiosk erhältlich ist. Die Vergütung wird nach A
SAP-Gründer Plattner warnt vor Einführung einer Vermögensteuer ...
SAP-Gründer und -Aufsichtsratschef Hasso Plattner hat sich in die Diskussion um die Einführung einer Vermögensteuer für Unternehmen in Deutschland eingeschaltet. In einem Interview mit dem manager magazin warnt Plattner vor solch einer steuerlichen Belastung, da sie die Zukunftsfähigkeit der
Demokratie darf nicht ausgehebelt werden ...
"Die politische Elite Europas begibt sich auf das Niveau der Finanzmafia. An den Parlamenten vorbei wird über eine Hebelung des Euro-Rettungsschirms verhandelt, welche die Risiken für die Steuerzahler enorm erhöhen würde. Das ist Zockerei auf höchstem Niveau und kann auf Dauer nicht gutg
Konjunkturprogramm mit Millionärssteuer finanzieren ...
"Jetzt wird ein Konjunkturprogramm immer dringender. Das ist die Konsequenz aus der Absenkung der regierungseigenen Wirtschaftsprognose für 2012. Mit der Millionärssteuer kann ein Konjunkturprogramm solide gegenfinanziert werden. Die selbstverordnete Schuldenbremse darf keinesfalls Grund fÃ




