NABU: Zehntausende Meerestiere vor Neuseelands Küsten in Gefahr - Miller: Schweröl als Schiffstreibstoff verbieten
21.10.2011 - 12:05 | 504510
(ots) - Seit zwei Wochen kämpfen die Rettungskräfte gegen die Ölkatastrophe vor der Küste Neuseelands. Die bisherigen Auswirkungen sind verheerend: Hunderte Tonnen giftiges Schweröl strömten ins Meer, mehr als 1.300 Seevögel sind bereits verendet. 800 Säcke mit ölverklebtem Sand wurden von den Stränden entfernt, etwa 90 der geladenen Container sind inzwischen ins Meer gestürzt, einige davon enthalten giftige Chemikalien. "Das Unglück zeigt auch wieder einmal, wie unverantwortlich es ist, Schweröl statt Schiffsdiesel als Schiffstreibstoff einzusetzen. Neben dem gravierenden Schadstoffausstoß droht mit jeder Havarie der Super-Gau auf See", sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. In der Nacht des 5. Oktober lief das 236 Meter lange Containerschiff "Rena" in der Bay of Plenty auf ein Riff auf und droht zu zerbrechen. Noch immer befinden sich bis zu 1.200 Tonnen Öl an Bord.
Die Bay of Plenty und die angrenzenden Gewässer um das Meeresschutzgebiet "Mayor Island Marine Reserve" sind ein wahres Tierparadies. Jedes Jahr kommen hunderte Wale in die Bucht, darunter die in Neuseeland gefährdeten Schwertwale, Schnabelwale und auch Blauwale mit ihren Kälbern. In der Gegend leben Seehunde, Zwergpinguine und zehntausende Seevögel, darunter Lummensturmvögel, Tölpel und Sturmtaucher. Die Küstengewässer Neuseelands sind außerdem die Heimat der letzten 100 Maui-Delfine, der seltensten Meeresdelfine der Welt. Wäre das Unglück an der Westküste der Insel passiert, hätte es auf einen Schlag eine ganze Tierart ausrotten können.
"Wie sich ein solches Schiffsunglück auf die deutsche Küste auswirken würde, ist kaum vorstellbar", sagte NABU-Meeresschutzexperte Kim Detloff. Im Herbst rasten Millionen Zugvögel im deutschen Wattenmeer und an der Ostseeküste. Gleichzeitig gehören die Nord- und Ostsee zu den am dichtesten befahrenen
Meeresregionen der Welt. "Wir fordern auch für die deutschen Gewässer eine Verbesserung der Schiffssicherheit. Dazu gehören größere Kapazitäten bei den Hochseeschleppern, eine Lotsenpflicht in gefährlichen Passagen und eine lückenlose Überwachung der Schifffahrt über automatisierte Systeme", so Detloff.
In Neuseeland ruht die Hoffnung jetzt auf den Experten des Bergungsschiffes "Awanuia", welches das Schweröl aus den Tanks des Havaristen abpumpen soll. Fehlende Ausrüstung und stürmisches Wetter haben die Rettungsoperation zunächst verzögert, jetzt wurden sie wieder aufgenommen. Außerdem stehen neben der Armee 6000 freiwillige Helfer bereit, darunter auch der neuseeländische Birdlife-Partner Forest and Bird. Sie entfernen das Öl von den Sandstränden und reinigen ölverschmierte Vögel. So konnten auch 46 der vom Aussterben bedrohten Maoriregenpfeifer in Sicherheit gebracht werden, von denen es weltweit nur noch knapp 1.500 Tiere gibt.
Mehr zu den Auswirkungen von Öl auf Seevögel unter: http://www.nabu.de/themen/meere/lebensraum/oelpest/12423.html Weitere Informationen zu den Maui-Delfinen vor Neuseeland: http://international.nabu.de/projekte/neuseeland/
Originaltext vom NABU
Pressekontakt: Dr. Kim Cornelius Detloff NABU-Meeresschutzexperte Tel. 030.28 49 84 -16 26
Dr. Barbara Maas Artenschutzexpertin NABU International Tel. +44 (0) 7970987742
Die Pressemitteilung stellt eine Meinungsäußerung des Erfassers dar. Der Erfasser hat versichert, dass die eingestellte Pressemitteilung der Wahrheit entspricht, dass sie frei von Rechten Dritter ist und zur Veröffentlichung bereitsteht. firmenpresse.de macht sich die Inhalte der Pressemitteilungen nicht zu eigen. Die Haftung für eventuelle Folgen (z.B. Abmahnungen, Schadenersatzforderungen etc.) übernimmt der Eintrager und nicht firmenpresse.de
Diese Pressemitteilung wurde bisher 52 mal aufgerufen.
Über einen Link auf Ihrer News-, Presse- oder Partner-Seite würden wir uns sehr freuen.
Weitere Pressemitteilungen von NABU
Streuobstwiesen sind wichtiger Lebensraum für den Singvogel" href="http://www.firmenpresse.de/pressinfo271858.html">NABU und LBV: Gartenrotschwanz ist "Vogel des Jahres 2011"
Streuobstwiesen sind wichtiger Lebensraum für den Singvogel
Tagesgeld-Konditionen
Pressemitteilungen der Druckerei WIRmachenDRUCK finden Sie auf wir-machen-druck.de unter Aktuelles.
Hochwertiges und günstiges Spielzeug, sowie Bastelbedarf und Bastelmaterial gibt es im didagoshop.
Moderne Badmöbel und viele tolle Möbel für Ihr Zuhause.
Für ein effektives und erfolgreiches Direktmarketing. Adressen kaufen bei Best Adress.
Mit einem einfachen Strompreisvergleich können Sie jeden Monat sparen.
Günstige Kredite für Selbstständige und Freiberufler - auch in schwierigen Fällen!
Kfz Ersatzteile von 100Pro-Ersatzteile.de, Autoteile in Erstausrüsterqualität.
Diese Pressemitteilung bookmarken bei...