Kulturstaatsminister Bernd Neumann eröffnet Gedenkstätte Esterwegen
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Kulturstaatsminister Bernd Neumann eröffnet Gedenkstätte Esterwegen
Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat heute die Gedenkstätte Esterwegen in Niedersachsen gemeinsam mit dem niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister eröffnet.
Er erklärte in seiner Rede: "Die Gedenkstätte Esterwegen, die exemplarisch die Geschichte der fünf-zehn NS-Lager im Emsland dokumentiert, macht die Grausamkeit der nationalsozialistischen Verfolgungsmaschinerie und das Leid der Opfer am authentischen Ort deutlich. Überlebende der Emslandlager haben als erste die Erinnerung an die NS-Verbrechen im Emsland wachgehalten und gemahnt, die Vergangenheit nicht zu verdrängen. Den Zeitzeugen und ihrer Bereitschaft, sich den schrecklichen Erinnerungen zu stellen und sie weiterzutragen, verdankt unsere Demokratie sehr viel. Erst durch die Stimme und die Wahrnehmung des Einzelnen ist der Mensch fähig, das Unfassbare des Nationalsozialismus in seinen Dimensionen zumindest zu erahnen. Die Stimmen derjenigen, die unter dem nationalsozialistischen Terror gelitten haben, werden durch die Ausstellung in Esterwegen dauerhaft die authentische Erinnerung an die Schrecken dieser Diktatur erhalten."
Der Kulturstaatsminister betonte weiter: "Neben den Zeitzeugen hat der authentische Ort eine zentrale Bedeutung im Gedenkstättenkonzept der Bundesregierung. Die Erinnerungskultur in Deutschland ist dezentral aus-gerichtet und hat sich in den letzten Jahren weiter ausdifferenziert, weil die besondere Aussagekraft der historischen Orte des Geschehens für das Gedenken unverzichtbar ist."
Die Gedenkstätte Esterwegen dokumentiert die 15 Konzentrations-, Straf- und Kriegsgefangenenlager im Emsland, in denen die Nationalsozialisten über 260.000 Menschen aus ganz Europa inhaftiert hatten. Eine Dauerausstellung zeigt die Geschichte der Emslandlager so wie den Umgang mit den Lagern und der NS-Vergangenheit in der Nachkriegszeit. Ein stählerner Steg, der von der ehemaligen Lagerstraße durch das Besucherzentrum bis in das angrenzende Moor führt, bezieht das Moor als den berüchtigten Arbeitsort der Häftlinge in das Gedenkstättenkonzept mit ein. Die Gesamtkosten in Höhe 5,8 Millionen Euro wurden von Bund, Landkreis Emsland, Niedersachsen und verschiedener niedersächsischer Stiftungen gemeinsam getragen, rund 2,5 Millionen Euro hat der Bund beigesteuert.
Mehr Informationen unter: www.gedenkstaette-esterwegen.de
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Datum: 31.10.2011 - 11:45 Uhr
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