Werbung für Flaschennahrung gefährdet Stillen Flaschennahrung ist Muttermilch nicht ebenbürtig

Werbung für Flaschennahrung gefährdet Stillen Flaschennahrung ist Muttermilch nicht ebenbürtig

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Werbung für Flaschennahrung gefährdet Stillen Flaschennahrung ist Muttermilch nicht ebenbürtig



(pressrelations) -
(aid) - Muttermilch ist die ideale Nahrung für das Baby. Daher sollte alles daran gesetzt werden, dass möglichst viele Babys ausreichend lang in den Genuss der für sie besten Nahrung kommen. Leider stillen Mütter in Deutschland weit seltener als in vielen europäischen Nachbarländern. So wird bei uns nicht einmal die Hälfte der Babys im Alter von 2 Monate noch voll gestillt, während noch über 90 Prozent der Babys in den ersten Lebenstagen Muttermilch bekommen.

Zum Schutz des Stillens hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits vor drei Jahrzehnten mit dem "Kodex für die Vermarktung von Muttermilchersatzprodukte" international gültige Regeln für den Vertrieb von Säuglingsnahrungen beschlossen. Demnach dürfen keine Anzeigen oder andere Werbemaßnahmen für Muttermilchersatzprodukte an die allgemeine Öffentlichkeit gerichtet und auch keine Produktproben, Fläschchen oder andere Utensilien für die Flaschenfütterung an junge Familien abgegeben werden. Die Vermarktungsrealität in Deutschland ist derzeit eine andere. Vor allem Folgenahrung wird in TV-Spots im Rahmen von passenden Fernsehformaten massiv beworben und erreicht dadurch bevorzugt Bevölkerungsgruppen, die wenig über die Vorteile des Stillens informiert sind.

Besonders beklagenswert ist auch die unzulässige Idealisierung von Flaschennahrung, die durch Werbeaussagen wie "nach dem Vorbild der Muttermilch" und Bilder stillender Mütter vermarktet wird. "Sachlich falsche Werbeaussagen und unzulässige Abbildungen können Eltern verunsichern und täuschen", kritisiert die Nationale Stillkommission am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Schnell kann die Annahme entstehen, dass künstliche Nahrung mit der Muttermilch vergleichbar ist, und das gefährdet das Stillen.

So fordern Fachgesellschaften und die Berufsverbände der Kinder- und Frauenheilkunde, der Geburtshilfe sowie viele weitere Institutionen des Gesundheitswesens ein Verbot der "unethischen Vermarktungspraxis" von Säuglingsnahrung.



Ideal ist, wenn Babys mindestens bis zum Anfang des 5. Monats ausschließlich gestillt und mit der Einführung der ersten Breie weiter gestillt werden.

Maria Flothkötter und Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:
Fragen zum Stillen beantworten aid-Experten im Forum "Säuglings- und Kinderernährung" auf www.was-wir-essen.de.

Weitere Informationen rund um Schwangerschaft und Stillzeit finden Sie unter: www.gesund-ins-leben.de www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=111069


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Datum: 16.11.2011 - 13:15 Uhr
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