Sitzung der Arbeitsgruppe Agrar Deutschland-Indien auf der Agritechnica in Hannover

Sitzung der Arbeitsgruppe Agrar Deutschland-Indien auf der Agritechnica in Hannover

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Sitzung der Arbeitsgruppe Agrar Deutschland-Indien auf der Agritechnica in Hannover



(pressrelations) -
Anlässlich der Sitzung der Deutsch-Indischen Arbeitsgruppe Agrar am 15. November in Hannover erklärte der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Dr. Gerd Müller:

"Mit der Agritechnica, der weltweit größten Messe für Landtechnik, haben wir für unsere indischen Partner einen bedeutenden Rahmen gewählt. Indien präsentiert sich mit eigenen Erzeugnissen auf dieser Messe. Gleichzeitig hat aber auch die deutsche Landtechnikbranche am indischen Markt - mit der weltweit zweitgrößten Ackerfläche von 160 Millionen Hektar - ein Interesse an der dort notwendigen Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion mitzuwirken."

Auf der Sitzung der bilateralen Arbeitsgruppe, die seit 2008 besteht und die von Staatssekretär Dr. Müller für das Bundesministerium und Herrn Shri Pati, Additional Secretary für das indische Agrarministerium, geleitet wurde, standen neben der Landtechnik auch die Themen Tierzucht, Saatgutproduktion und Agrarforschung auf der Agenda.

"Ohne Pflanzen kein Leben. Daher möchten wir im Bereich der Saatgutgesetzgebung und des Sortenschutzes ein bilaterales Kooperationsprojekt starten", so Müller. Das Projekt soll sowohl die Saatgutzertifizierung, den Patentschutz, pflanzengenetische Ressourcen und die dafür notwendige Ausbildung als auch die Abstimmung internationaler Verhandlungspositionen einschließen.

Beide Seiten betonten ferner das herausragende Interesse an der Zusammenarbeit in der Tiergenetik und baten, die Verhandlungen zwischen der EU und Indien über ein Zertifikat für Rindersamen als Voraussetzung für den Handel schnell zum Abschluss zu bringen.

"Auch die Agrarforschung wird zukünftig eine zentrale Rolle in der deutsch-indischen Kooperation spielen und damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung der Ernährung leisten", sagte Müller. Die Agrarforschung des Bundeslandwirtschaftsministerium wird sich über konkrete Projekte und über die Aufnahme indischer Gastwissenschaftler an dem Borlaug Institut für Südasien beteiligen, das auf Initiative des Internationalen Mais- und Weizenforschungsinstituts CIMMYT mit Unterstützung der indischen Regierung demnächst seine Arbeit in Indien aufnehmen wird.



Darüber hinaus besteht eine Zusammenarbeit im Bereich der Kartoffelforschung zwischen dem Julius Kühn-Institut und dem Central Potato Institute sowie im Bereich der Nutztiergenetik zwischen dem Friedrich-Löffler-Institut und indischen Universitäten.

Vereinbart werden konnte, dass die indische Seite Experten zum Testzentrum Technik und Betriebsmittel der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) senden, um dort für den Aufbau eines eigenes Zentrums zu lernen.


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Datum: 16.11.2011 - 17:00 Uhr
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