Umwelt-Haushalt: Keine gesicherten Mittel fuer die Energiewende
ID: 525391
Umwelt-Haushalt: Keine gesicherten Mittel fuer die Energiewende
Der Umwelt-Haushalt fuer das Jahr 2012 sollte eigentlich ein wichtiger Baustein sein, damit die dringend notwendige Energiewende endlich Fahrt aufnimmt. Aber das, was die Bundesregierung an konkreten Finanzierungsmassnahmen vorsieht, wird diesem Anspruch nicht gerecht - weder national noch international.
Die Mittel fuer viele wichtige und erfolgreiche Foerderprogramme sind aus dem Einzelplan 16 im Schattenhaushalt des "Energie- und Klimafonds" verschwunden. Ein Fonds kann dafuer ein gutes Instrument sein, der Energie- und Klimafonds der schwarz-gelben Bundesregierung ist es nicht. Denn er unterliegt einem erheblichen Einnahmerisiko und kann nicht aus dem Gesamthaushalt gedeckt werden. Im Uebrigen widersprechen Sondervermoegen den Haushaltsgrundsaetzen der Vollstaendigkeit, Jaehrlichkeit und Klarheit. Aus guten Gruenden laesst sie der Haushaltsgesetzgeber seit 2011 nicht mehr zu. Auch die Ausgestaltung des Fonds geht in die falsche Richtung, wenn Subventionen an energieintensive Unternehmen aus dem Aufkommen des Sondervermoegens gezahlt werden sollen.
Die SPD setzt sich in den Haushaltsberatungen deshalb dafuer ein, dass das Sondervermoegen des "Energie- und Klimafonds"
aufgehoben wird und die Foerdertitel und -programme wieder in die Einzelplaene der jeweils zustaendigen Ressorts uebertragen werden.
Auf nationaler Ebene sind im Umwelthaushalt insbesondere das Marktanreizprogramm (MAP) und die Programme und Projekte der nationalen Klimaschutzinitiative fuer den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien entscheidend - und zwar aus oekologischer und oekonomischer Sicht. Neben der Bedeutung fuer den Klimaschutz schaffen und erhalten beide Programme auch Arbeitsplaetze, vor allem im Handwerk und in kleinen und mittleren Unternehmen. Wir fordern eine Aufstockung der Foerderung von Einzelmassnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Umwelt-Etat um 200 Millionen Euro auf 547,810 Millionen Euro.
Neben einer Staerkung des Umwelt- und Klimaschutzes auf nationaler Ebene setzt sich die SPD auch weiterhin fuer die Einhaltung international getroffener Zusagen ein. Zur
Erinnerung: Die Bundeskanzlerin hatte Ende 2009 auf dem Klima-Gipfel in Kopenhagen fuer die sogenannte Fast-Start-Finanzierung in den Jahren 2010 - 2012 neue und zusaetzliche Mittel in Hoehe von 420 Millionen Euro jaehrlich fuer den internationalen Klimaschutz zugesagt. Dieses Versprechen hat die Bundesregierung in den vergangenen beiden Jahren wiederholt gebrochen. Auch fuer das letzte Jahr der Fast-Start-Finanzierung wird im Umwelt-Etat 2012 kein Geld fuer Klimaschutzmassnahmen in Entwicklungslaendern bereitgestellt.
Lediglich im Schattenhaushalt des "Energie- und Klimafonds" sind Mittel dafuer vorgesehen, die aber bei weitem nicht ausreichen, um die von der Bundesregierung gemachten internationalen Zusagen zu erfuellen. Kurz vor Beginn der Durban-Konferenz laeuft die Bundesregierung wieder einmal Gefahr, Deutschlands Glaubwuerdigkeit bei internationalen Verhandlungen aufs Spiel zu setzen.
Die SPD fordert die Bundesregierung auf, das Trauerspiel "Versprochen und gebrochen" endlich zu beenden. Um die international vereinbarten Zusagen zur Fast-Start-Finanzierung in Hoehe von 420 Millionen Euro jaehrlich im Zeitraum 2010 -
2012 einzuhalten, muessten zu diesem Zweck jeweils 210 Millionen Euro im Umwelt-Etat und im BMZ-Etat eingestellt werden.
Fuer eine erfolgreiche Energiewende muss der Umwelt-Haushalt dringend nachgebessert werden. Wir brauchen gesicherte Mittel - national wie international.
© 2010 SPD-Bundestagsfraktion
Pressestelle
Internet: http://www.spdfraktion.de
E-Mail: presse@spdfraktion.de
Tel.: 030/227-5 22 82
Fax: 030/227-5 68 69
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 22.11.2011 - 18:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 525391
Anzahl Zeichen: 4397
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 441 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Umwelt-Haushalt: Keine gesicherten Mittel fuer die Energiewende"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
SPD-Bundestagsfraktion (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) bekommt ein Update. 20 Jahre nach der Einführung haben sich das Antidiskriminierungsrecht und die Arbeit der Antidiskriminierungsstelle bewährt. Das AGG leistet einen zentralen Beitrag zu Fairness am Arbeitsplatz, bei der Wohnungssuche und im Zivilrecht
Zum Anne-Frank-Tag: Demokratiebildung und Erinnerungskultur bleiben unverzichtbar ...
Am 12. Juni 1929 wurde Anne Frank geboren. Seit zehn Jahren organisiert das Anne-Frank-Zentrum den bundesweiten Anne-Frank-Tag als Aktionstag an Schulen. Unter dem Motto "Geschichten erzählen" stellt das Anne-Frank-Zentrum kostenlose Lernmaterialien für Schulen bereit, die den Schülerin
BAföG-Reform muss zum Wintersemester kommen ...
In die Ausbildung junger Menschen zu investieren, fördert auch die Fairness zwischen den Generationen. Gleichzeitig legt es den Grundstein für künftigen Fortschritt und wirtschaftliches Wachstum, denn Studierende und Auszubildende sind die Fachkräfte von morgen. Deshalb muss die BAföG-Reform zu
Weitere Mitteilungen von SPD-Bundestagsfraktion
Technik für organische Düngung ...
Flüssige, organische Wirtschaftsdünger werden derzeit wieder verstärkt diskutiert. Die gestiegenen Preise für mineralische Düngemittel, die Zunahme an Biogasanlagen sowie Umweltbelange sind aktuelle Herausforderungen. Unter dem Leitthema "Technik für die organische Düngung" findet
Remmel: ?Wald in NRW hat zunehmend mit Folgen des Klimawandels zu kämpfen? ...
Waldzustandsbericht 2011: Schlechtestes Ergebnis seit Aufzeichnung - Klimafolgen auf den Wald müssen stärker erforscht werden Der Zustand des Waldes in Nordrhein-Westfalen hat sich 2011 im Vergleich zum Vorjahr weiter verschlechtert. Das ist das Ergebnis des aktuellen Waldzustandsberichts, den
Palmölmarkt unter der Lupe ...
WWF-Ranking bewertet Produzenten und Händler von Palmöl Kota Kinabalu (Malaysia) / Berlin - Palmöl findet sich in jedem deutschen Supermarkt und ist doch fast unsichtbar. Es steckt in Margarine, Pizza und Schokolade genauso wie in Reinigungs- und Waschmitteln, Cremes und Lippenstiften. Doch di
BREIL: Wirtschaftsminister Philipp Rösler treibt Energiewende wie geplant voran (22.11.2011) ...
BERLIN. Zu der Kritik an der Umsetzung der Energiewende des ehemaligen Vorsitzenden der Ethikkommission zum Atomausstieg und Bundesminister a.D. Klaus Töpfer erklärt der Energiepolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Klaus BREIL: Der Angriff auf den Bundeswirtschaftsminister Philipp Rö




