Menschenrechtsinstitut: Gewalt an Frauen und Mädchen mit Behinderungen verhindern

Menschenrechtsinstitut: Gewalt an Frauen und Mädchen mit Behinderungen verhindern

ID: 525396

Menschenrechtsinstitut: Gewalt an Frauen und Mädchen mit Behinderungen verhindern



(pressrelations) - - Zur heute vom Bundesfamilienministerium veröffentlichten Studie "Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen in Deutschland" erklärt Prof. Dr. Beate Rudolf, Deutsches Institut für Menschenrechte:

"Das Deutsche Institut für Menschenrechte begrüßt die aktuelle Studie des Bundesfamilienministeriums. Sie rückt endlich die besonders verletzliche Lage von Frauen und Mädchen mit Behinderungen in den Mittelpunkt und zeigt, in welchem erschreckend hohen Ausmaß sie körperliche und sexuelle Gewalt erfahren und Opfer von Diskriminierungen werden. Die Studie belegt deutlich, dass die Gefährdung in Einrichtungen besonders hoch ist, da die bestehenden Strukturen Abhängigkeiten fördern und nicht an Selbstbestimmung und Artikulation der Betroffenen ausgerichtet sind. Dies wiederum schwächt die Beschwerdemacht der Betroffenen.

Nach Artikel 6 und 16 der UN-Behindertenrechtskonvention muss der Staat geeignete Maßnahmen treffen, um Frauen und Mädchen mit Behinderungen sowohl innerhalb als auch außerhalb der Wohnung vor jeder Form von Ausbeutung, Gewalt und Missbrauch zu schützen. Die UN-Behindertenrechtskonvention stellt die unabhängige Lebensführung behinderter Menschen und ihre Einbeziehung in die Gemeinschaft in den Mittelpunkt (Artikel 19). Die durch die Studie ermittelten Daten zur Gewaltbetroffenheit von Frauen in Einrichtungen untermauern die Notwendigkeit, in Deutschland neue Wohnformen und gemeindenahe Assistenzangebote zu entwickeln. Sofort müssen die existierenden Einrichtungen so organisiert werden, dass Missbrauch und Gewalt ausgeschlossen werden. Dazu gehört auch, in Einrichtungen unabhängige Beschwerdemöglichkeiten zu schaffen. Außerdem müssen Frauen und Mädchen darin gestärkt werden, ihre Rechte wahrzunehmen.

Auch bei der Umsetzung der Europaratskonvention gegen Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt (CAHVIO), die Deutschland im Mai 2011 gezeichnet hat und deren Ratifikation in Vorbereitung ist, müssen die Bedarfe von gewaltbetroffenen Frauen mit Behinderungen angesichts dieser Ergebnisse besonders beachtet werden."



Link zur Kurzfassung der Studie "Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen in Deutschland" http://www.uni-bielefeld.de


Pressekontakt:

Bettina Hildebrand, Pressesprecherin
Tel.: 030 25 93 59 - 14 , Mobil: 0160 96 65 00 83
E-Mail: hildebrand@institut-fuer-menschenrechte.de
http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Nahles: Frau Schröder bremst Projekte gegen Rechtsextremismus aus Sonderkündigungsschutz bei Schwerbehinderung
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 22.11.2011 - 18:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 525396
Anzahl Zeichen: 2940

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Diese Pressemitteilung wurde bisher 284 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Menschenrechtsinstitut: Gewalt an Frauen und Mädchen mit Behinderungen verhindern"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Deutches Institut für Menschenrechte (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

'Inklusion als Menschenrecht' / Neues Online-Handbuch für die Bildungsarbeit erschienen / www.inklusion-als-menschenrecht.de ...
Berlin - Das Deutsche Institut für Menschenrechte und die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" haben heute das Online-Handbuch "Inklusion als Menschenrecht" vorgestellt. Bei dem Handbuch handelt es sich um eine bislang in Deutschland einzigartige Website mit Informat


Weitere Mitteilungen von Deutches Institut für Menschenrechte


Nahles: Frau Schröder bremst Projekte gegen Rechtsextremismus aus ...
Zu den Äußerungen der Bundesministerin Kristina Schröder zu den Mitteln gegen Rechtsextremismus erklärt die SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles: Bundesministerin Schröder beklagt scheinheilig, dass die Mittel nicht abgerufen werden. Dabei ist niemand anderes als sie dafür verantwortlich.

Bundestag beschließt Haushalt des BMELV ...
Der Bundestag hat heute den Etat des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) beschlossen. Der Etat des BMELV umfasst Ausgaben in Höhe von insgesamt rund 5,28 Milliarden Euro (Einzelplan 10). Die soziale Absicherung der Landwirtinnen und Landwirte ist na

Anlegern droht Verjährung ...
In den vergangenen Jahren mussten viele Anleger unterschiedlicher Anlagen enorme Verluste hinnehmen. Betroffen waren Anleger diverser Anlageformen, wie offene und geschlossene Immobilienfonds, Medienfonds oder Schiffsfonds. Viele Anleger haben ihren Schaden bislang hingenommen, dabei stehen die Ch

DIE JUNGEN UNTERNEHMER zum Haushalt 2012:"Schäuble ist grandios gescheitert" ...
Berlin, 22. November 2011. Marie-Christine Ostermann, Bundesvorsitzende des Verbandes Die Jungen Unternehmer, sagte am Dienstag zu den Beratungen über den Bundeshaushalt 2012: "Wolfgang Schäuble ist mit seinen Konsolidierungsbemühungen grandios gescheitert. Trotz Rekord-Steuereinnahmen schaf


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z