Attac unterstützt Widerstand im Wendland gegen Castor-Transport
ID: 526605
Attac unterstützt Widerstand im Wendland gegen Castor-Transport
Atom- und Kohleausstieg jetzt / Vorrang für dezentrale Erneuerbare Energien
Das globalisierungskritische Netzwerk Attac unterstützt die Proteste im Wendland gegen Atomkraft und den Castor-Transport 2011. In einem breiten Bündnis ruft Attac zu der Demonstration und Kundgebung "Gorleben soll leben!" am Samstag in Dannenberg auf und beteiligt sich an der gewaltfreien Sitzblockade mit dem Netzwerk "X-tausendmal quer". Aktive von Attac unterstützen die Proteste außerdem mit einem Aktionsbus im Wendland.
Attac betonte dabei die besondere Situation in diesem Jahr: Ein Dreivierteljahr nach Beginn der - weiter anhaltenden - Atomkatastrophe von Fukushima und einige Monate nach dem "halben Atom-Ausstieg" des Bundestags sei die Energiefrage stark umkämpft. "Wir demonstrieren wieder, denn es muss sofort Schluss sein mit dem völlig ungeeigneten Atomlager in Gorleben ebenso wie mit der menschenverachtenden Atomindustrie", sagte Eberhard Heise vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. "Und wir demonstrieren dagegen, dass die Energiekonzerne, die mit Atom- und Kohlekraft die Welt an den Rand des Abgrundes gebracht haben, nun mit aller Macht versuchen, auch bei der Energiewende die Weichen für zentrale Großstrukturen zu stellen."
Der Atomausstieg dürfe zudem keinen Einstieg in die Kohlekraft bedeuten.
Daher protestieren in diesem Jahr im Wendland Anti-Atom-, Klimaschutz- und Anti-Kohle-Bewegungen gemeinsam. "Es wird oft behauptet, dass jetzt neue Kohlekraftwerke und riesige Überlandleitungen nötig seien. Wir fordern stattdessen eine deutliche Energieeinsparung, Effizienz und Vorrang für dezentrale Erneuerbare Energien", sagte Jutta Sundermann vom Attac-Koordinierungskreis. Nur eine Energiewende "von unten" ? etwa durch transparente Stadtwerke, Genossenschaften und Bürgerkraftwerke ? sei ökologisch, demokratisch und sozial.
Gemeinsam mit Campact und Urgewald setzt sich Attac für einen Stopp der Hermes-Bürgschaften der Bundesregierung für das Atomkraftwerk im brasilianischen Angra ein. "Hier bei uns Betroffenheit nach Fukushima zu bekunden und gleichzeitig Atomkraftwerke zu exportieren ist der Gipfel des Zynismus", sagte Jutta Sundermann. Bürgschaften für Atomexporte müssten verboten werden.
Attac tritt entschieden ein für ein uneingeschränktes Demonstrationsrecht und gegen ein "präventives" Verbot einzelner Camps im Wendland.
Attac-Pressekontakte im Wendland:
Eberhard Heise, Attac-Koordinierungskreis, Tel. 0175 - 6878 455 (Pressebüro in Dannenberg)
Roman Denter, Attac-Koordinierungskreis, Tel. 0163 - 361 3 404 (Aktionsbus)
Max Bank, Attac-Koordinierungskreis, Tel. 0163 - 456 8741
Jutta Sundermann, Attac-Koordinierungskreis, 0175 - 8666 769
Im Internet:
Demonstration am 26.11. in Dannenberg:
http://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/castor11/demo.html
Sitzblockade von x-tausendmal quer:
https://www.x-tausendmalquer.de
Frauke Distelrath
Pressesprecherin Attac Deutschland
Post: Münchener Str. 48, 60329 Frankfurt/M
Tel.: 069/900 281-42; 0179/514 60 79
Mail: presse@attac.de, Fax: 069/900 281-99
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Datum: 24.11.2011 - 10:45 Uhr
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