Monitoringbericht - Netze werden zur Achillesferse unserer Energieversorgung
ID: 528756
Monitoringbericht - Netze werden zur Achillesferse unserer Energieversorgung
Die Bundesnetzagentur hat den Monitoringbericht 2011 veröffentlicht. Hierzu erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Joachim Pfeiffer:
"Der Umbau unserer Energieversorgung und der Umstieg auf die erneuerbaren Energien ist kein Sprint, sondern ein Marathonlauf. Die eigentliche Arbeit ist mit dem im Sommer beschlossenen energiepolitischen Maßnahmenpaket nicht beendet, sondern fängt gerade erst an. Nichts könnte dies deutlicher belegen, als der am Freitag vorgelegte Monitoringbericht der Bundesnetzagentur. Dieser zeigt, dass insbesondere der Ausbau der Stromnetze in Deutschland dringend beschleunigt werden muss. Denn die kritischen Situationen im Netz nehmen zu. Die zunehmende Einspeisung aus erneuerbaren Energien, die nur unregelmäßig zur Verfügung stehen, sowie der Wegfall von rund 10 Prozent der gesicherten Erzeugungsleistung durch die vorzeitige Außerbetriebnahme von 8 Kernkraftwerken führen zu immer höheren Anforderungen an die Netzbetreiber, um die Netzstabilität aufrecht zu erhalten.
Daher muss dringend gehandelt werden. Die Koalition hat dies getan und im Sommer das Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG) für die kommenden weitreichenden Netzprojekte beschlossen. Gleichzeitig gibt es allerdings erhebliche Verzögerungen bei den Projekten, die kurzfristig zu realisieren sind. Von 24 Projekten, die nach dem Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) bis 2015 gebaut werden müssen, sind 12 noch erheblich in Verzug. Fertiggestellt wurden sogar erst zwei EnLAG-Projekte. Auch in den Verteilnetzen bestehen große Herausforderungen. Sie müssen ebenfalls ausgebaut und perspektivisch zu intelligenten Netzen umgebaut werden. Die Maßnahmen im Netzbereich gehen in die richtige Richtung, es muss aber noch mehr geschehen.
Erfreulich sind die von der Bundesnetzagentur festgestellten positiven Effekte der Liberalisierung der Energiemärkte: Zahlreiche neue Akteure mit neuen Energiedienstleistungen sind in den Markt eingetreten. Eigenständige, funktionierende Handels- und Börsenaktivitäten für Strom und Gas in europäischer Dimension und ausdifferenzierte Märkte für Regel- und Ausgleichsenergie sind entstanden. Die Entwicklung hin zu mehr Markt bleibt eine Herausforderung, ist aber machbar. Tendenzen, die Liberalisierung zurückzufahren und die Wettbewerbsbereiche wieder einzuschränken, muss daher entschlossen entgegen getreten werden. Das gilt auch und gerade für die erneuerbaren Energien. Sie müssen möglichst schnell aus dem Bereich der Subventionierung heraus- und in den Wettbewerb hineingebracht werden. Denn von mehr Wettbewerb profitieren alle: Bürgerinnen und Bürger, die Wirtschaft und auch die Umwelt und das Klima.
Die Gewährleistung einer sicheren und bezahlbaren Energieversorgung ist und bleibt auch in den nächsten Jahren ein zentrales Thema. Die Union als Kraft der Vernunft und mit ihrer Wirtschaftskompetenz ist aufgerufen dafür zu sorgen, dass das Energiepaket vernünftig und maßvoll umgesetzt wird."
CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
fraktion@cducsu.de
http://www.cducsu.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 28.11.2011 - 12:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 528756
Anzahl Zeichen: 3487
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 266 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Monitoringbericht - Netze werden zur Achillesferse unserer Energieversorgung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
CDU/CSU-Fraktion (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitergehendende Datensammlung ist kontraproduktiv Der Bundesrat stimmt am morgigen Freitag über das vom Bundestag beschlossene 16. Arzneimittelgesetz ab. Das Gesetz dient der Optimierung und Senkung des Einsatzes von Antibiotika in der Nutztierhaltung. Dazu erklären der Vorsitzende der AG Er
Markttransparenzstelle ...
Ein kleiner Schritt für die Politik, ein großer Schritt für die Verbraucher Der Deutsche Bundestag beschließt am heutigen Donnerstag die Verordnung zur Markttransparenzstelle für Kraftstoffe. Mit der Verordnung wird die Marktbeobachtung im Kraftstoffbereich konkretisiert sowie die Transpar
?Tag des Waldes? im Zeichen der Nachhaltigkeit ...
Nicht mehr Holz schlagen als nachwächst Der 21. März ist traditionell der "Tag des Waldes". Ihn hat die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in den 1970er Jahren als Reaktion auf die globale Waldvernichtung ins Leben gerufen. Dazu erklären der V
Weitere Mitteilungen von CDU/CSU-Fraktion
Große Resonanz auf YouTube-Interview der Bundeskanzlerin ...
Der Bürgerdialog im neuen YouTube-Kanal der Bundesregierung ist erfolgreich gestartet. Die Antworten von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf die zehn beliebtesten Fragen der YouTube-Nutzer stoßen nach wie vor auf großes Interesse. Über 95.000 mal wurden die drei Antwortvideos bis jetzt aufger
Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit und Wissenschaftsministerium fördern Berufsorientierung in ganz NRW ...
"Maßnahmen zur vertieften Berufsorientierung junger Menschen gehören zu den elementaren und erfolgreichsten präventiven Programmen unserer Arbeit", sagt Christiane Schönefeld, NRW-Chefin der Bundesagentur für Arbeit. "Besonders wichtig ist für uns die Orientierung in den naturwi
Wissenschaftsministerin Schulze: Eigenes Fachprogramm für Frauen in der Wissenschaft ...
Für ein eigenes Fachprogramm für Frauen in der Wissenschaft hat sich heute Wissenschaftsministerin Svenja Schulze am Rande einer Expertendiskussion in Düsseldorf stark gemacht: "Ich will mehr qualifizierte und engagierte Wissenschaftlerinnen in den Hörsälen, Laboren und im Wissenschaftsman
Piratenpartei scheitert schon im Ansatz an der politischen Realität ...
Auch im Internet kann es keine absolute Freiheit und Anonymität geben Vergangene Woche wurde bekannt, dass eine von der Piratenpartei betriebene Internetplattform zur anonymen Teilhabe an der politischen Diskussion auch Links zu kinderpornographischen Inhalten enthalten hat. Dazu erklärt der




