Neue Studie analysiert Instrumente für mehr Ressourceneffizienz
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Neue Studie analysiert Instrumente für mehr Ressourceneffizienz
Das Einsparpot
Sollten Ressourcen bei ihrem Eintritt in das Wirtschaftsgeschehen durch eine Materialinputabgabe besteuert werden? Müssen strengere Gesetze aufgelegt werden, die zum Beispiel vorschreiben, wie viel Energie ein Haus verbrauchen darf? Oder liegt die Macht nicht vielmehr beim Verbraucher, der ? informiert durch entsprechende Kennzeichnungen ? seine Konsumentscheidungen anhand von Ressourceneffizi-enzkriterien besser fällen kann? Welchen Stellenwert haben freiwillige Initiativen der Industrie wie Normen und Richtlinien?
40 Prozent der weltweit produzierten Lebensmittel werden weggeworfen. 50 Prozent der in Deutschland vertriebenen Zeitschriften erreichen nie einen Käufer. Die Analyse der Instrumente hat gezeigt, dass die größten Hebel für mehr Ressourceneffizienz am Ende der Wertschöpfungskette liegen. Maßnahmen, die an dieser Stelle ansetzen, sind besonders effektiv. Denn wenn am Ende der Wertschöpfungskette der Verbrauch reduziert werden kann, verringert sich der Ressourceneinsatz entlang der gesamten Wertschöpfungskette bis hin zur Rohstoffgewinnung.
Darüber hinaus sollten Instrumente offen für Innovationen sein, Rebound-Effekte berücksichtigen und globale Wertschöpfungsketten adressieren. Dabei muss eine grenzüberschreitende Wirkung von Instrumenten nicht zwangsläufig langwierige Verhandlungen um internationale Abkommen nach sich ziehen. Allein die Marktgröße der EU kann durchaus Anreize für Zulieferer weltweit bieten, ihre Produktion EU-weit gültigen Gesetzen anzupassen.
Die Studie "Mehr Wohlstand ? weniger Ressourcen. Instrumente für mehr Ressour-ceneffizienz in Wirtschaft und Gesellschaft" analysiert die Potenziale und Wirkungen von Maßnahmen aus den Bereichen Markt, Regulation, Information und Selbstorganisation. In den vier Bedürfnisfeldern Mobilität, Ernährung, Information und Kommunikation, Bauen und Wohnen wird anhand von Beispielen aus dem In- und Ausland untersucht, wie Menschen dazu veranlasst werden können, ressourceneffizienter zu wirtschaften und zu leben. Das internationale Spektrum der Strategien und Instrumente reicht dabei von der strikten Regulation der Zahl der PKW-Neuzulassungen in Singapur bis hin zur vollständigen Abschaffung der Agrarsubventionen in Neuseeland.
Die Publikation "Mehr Wohlstand ? weniger Ressourcen. Instrumente für mehr Ressourceneffizienz in Wirtschaft und Gesellschaft" erscheint als Band 94 in der ZTC-Reihe "Zukünftige Technologien" und ist kostenfrei zu beziehen.
Die Studie wurde im Auftrag des VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) erstellt.
Fachlicher Ansprechpartner:
Dr. Günter Reuscher, Zukünftige Technologien Consulting
VDI Technologiezentrum GmbH
VDI-Platz 1, 40468 Düsseldorf
Tel: +49 (0) 211 / 62 14-6 88
ztc@vdi.de
www.zt-consulting.de
Über das VDI Zentrum Ressourceneffizienz
Das VDI Zentrum Ressourceneffizienz mit Sitz in Berlin ist eine Tochter der VDI GmbH und wurde im Juni 2009 mit Mitteln der Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums gegründet. Kernaufgabe des ZRE ist, den integrierten Einsatz von Umwelt-, Ressourcen- und Klimaschutztechnologien allgemein verständlich und umfassend darzustellen und zu fördern.
Der Auftrag des VDI ZRE ist, einen wirksamen Beitrag zur Entwicklung und Umsetzung von Konzepten zu Ressourceneffizienz in praktischen Anwendungsfeldern zu leisten. Dies ist verbunden mit der Zielsetzung, den Verbrauch an natürlichen Ressourcen zu verringern, eine höhere Wertschöpfung mit mehr Arbeitsplätzen und höherer Qualifikation der Beschäftigten zu erreichen und die internationale Wettbewerbsposition der deutschen Wirtschaft zu stärken.
Fragen zum VDI ZRE
Dr. Nicole Freiberger
Telefon: +49 (0) 30 27 59 506-14 ? Telefax: +49 (0) 30 27 59 506-30
E-Mail: redaktion@vdi-zre.de
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Datum: 28.11.2011 - 14:00 Uhr
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