UN-Behindertenrechtskonvention in Entwicklungslaendern umsetzen
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UN-Behindertenrechtskonvention in Entwicklungslaendern umsetzen
80 Prozent aller Menschen mit Behinderung leben in Entwicklungslaendern. Schaetzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Weltbank ergeben, dass 20 Prozent in absoluter Armut lebenden Menschen auch von Behinderungen betroffen sind. Weltweit erfahren Menschen mit Behinderungen gravierende Menschrechtsverletzungen, Diskriminierung und sind haeufig von sozialen, oekonomischen und politischen Prozessen in ihren Gesellschaften ausgeschlossen.
Schaetzungen zufolge leben ueber eine Milliarde mit einer Behinderung. Das sind ueber 15 Prozent der Weltbevoelkerung.
Menschen mit Behinderungen sollen, wie alle anderen auch, an allen Lebensbereichen ohne Diskriminierung in einer Gesellschaft teilhaben.
Die SPD-Bundestagsfraktion fordert die Bundesregierung dazu auf, die Belange von Menschen mit Behinderungen staerker in den Fokus der Entwicklungszusammenarbeit zu stellen. Der Antrag der SPD-Bundestagsfraktion ist ein wichtiger Meilenstein hierfuer.
Die Bundesregierung soll eine thematische Zielgroesse fuer Menschen mit Behinderungen benennen und zunaechst mindestens mit 35 Millionen unterstuetzen.
Bisher existiert kein wirksames Monitoring ueber Anzahl und Foerdervolumina fuer Projekte und Vorhaben fuer Menschen mit Behinderungen in der Entwicklungszusammenarbeit. Der inklusive Ansatz ist weder in der Humanitaeren Hilfe noch in der entwicklungsorientierten Not- und Uebergangshilfe verankert. Die SPD-Bundestagsfraktion will dies aendern. Gerade in humanitaeren Notlagen sind Menschen mit Behinderungen besonders gefaehrdet, von notwendigen Hilfsmassnahmen ausgeschlossen zu werden.
Das Risiko in Armut zu verfallen ist fuer Menschen mit Behinderungen sehr hoch. Haeufig mangelt es Menschen mit Behinderungen an angemessener Schulausbildung und Moeglichkeiten der Erwerbstaetigkeit. Sie sind sozial schlechter abgesichert als andere. Frauen und Kinder sind davon besonders betroffen.
Ein grosser Teil der Kinder, die nicht zur Schule gehen, sind Kinder mit Behinderungen. Behinderte Frauen sind mit mehrfacher Benachteiligung konfrontiert. Diskriminierung und Exklusion im Bezug auf Geschlecht und Behinderungen multiplizieren sich oft.
Die WHO geht derzeit davon aus, dass nur ein Prozent bis zwei Prozent der Menschen mit Behinderungen in Entwicklungslaendern Zugang zu einer angemessenen Gesundheitsversorgung haben.
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Datum: 02.12.2011 - 13:35 Uhr
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