Weihnachtszeit - harte Zeit für Gichtpatienten. Experten der Deutschen Rheuma-Liga beantworten Fragen im Internet
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Weihnachtszeit - harte Zeit für Gichtpatienten. Experten der Deutschen Rheuma-Liga beantworten Fragen im Internet
Gicht ist eine meist angeborene Stoffwechselerkrankung, bei der es zu einer erhöhten Konzentration von Harnsäure im Blut kommt. Dieses Abfallprodukt des Zellstoffwechsels kann von den Betroffenen nicht optimal über die Nieren ausgeschieden werden. Daher kommt es bei einem Überangebot von Harnsäure zu Ablagerungen dieser Substanz in kristalliner Form in Gelenken, Nieren, aber auch Weichteilen. Ansammlungen von Harnsäurekristallen in der Gelenkflüssigkeit können zu arthritisähnlichen Schmerzattacken führen. Zwei Prozent der Bundesbürger sind nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie an Gicht erkrankt.
"Bei einem Gichtanfall ist meist zuerst das Grundgelenk des großen Zehs betroffen. Es rötet sich, schwillt an und schmerzt stark", erklärt Professor Dr. med Stefan Schewe, ärztlicher Berater der Rheuma-Liga. Bei einem Großteil der Patienten klingen die Beschwerden innerhalb von wenigen Tagen bis Wochen von selbst wieder ab. Doch nur ein dauerhaftes Absenken des Harnsäurespiegels kann ein Fortschreiten der Erkrankung verhindern. "Deshalb ist es so wichtig, bei Gichtpatienten einen Harnsäurespiegel von unter 6mg/dl zu erreichen", betont Schewe. Hierfür stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung, die die Produktion von Harnsäure im Körper vermindern. Zudem kommen Wirkstoffe zum Einsatz, die das Ausscheiden der Harnsäure über die Nieren verbessern.
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Datum: 06.12.2011 - 18:30 Uhr
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