NABU: Studie belegt weltweites Versagen der Gentechnik

NABU: Studie belegt weltweites Versagen der Gentechnik

ID: 535449

NABU: Studie belegt weltweites Versagen der Gentechnik



(pressrelations) - Korruption und falsche Versprechungen diskreditieren die Gentechniklobby

Berlin ? Angepriesen als Wundermittel für Ertragssteigerungen und Waffe gegen den Welthunger, hat sich die Gentechnik in der Landwirtschaft nach Erkenntnissen der neuen Studie "The GMO emperor has no clothes" als das genaue Gegenteil erwiesen. Der NABU hat den Report heute in Berlin vorgestellt. Er wurde von verschieden zivilgesellschaftlichen Organisationen aus der ganzen Welt zusammengetragen und ist eine Abrechnung mit den Versprechen der Agrogentechnik-Industrie. "Tatsächlich steigert gentechnisch verändertes Saatgut weder die Ernteerträge, noch bekämpft es den Welthunger oder reduziert den Einsatz von Pestiziden", fasst die prominenteste Autorin der Studie und Trägerin des alternativen Nobelpreises Vandana Shiva das Ergebnis zusammen. Stattdessen habe die Gentechnik weltweit zu einer Konzentration und Monopolisierung des Saatgutmarktes in nie gekanntem Ausmaß beigetragen und trotz 30 Jahre Forschung und 13 Jahre kommerziellen Anbaus keine signifikanten Ertragssteigerungen gebracht.

Im Gegenteil: Beikräuter, die gegen Unkrautvernichtungsmittel wie Glyphosat resistent sind, nehmen zu. Diese Mittel werden zusammen mit herbizidresistenten Pflanzen eingesetzt und führen zu "Superunkräutern", die erhebliche ökonomische Schäden in den USA verursachen. Die betroffene Fläche hat sich in den letzten vier Jahren verfünffacht. Neun neue resistente Beikräuter traten in Brasilien in den letzten Jahren auf. Als Folge wird nicht nur die Dosierung von Glyphosat erhöht, es werden auch zunehmend giftigere Pestizide in unübersichtlichen Mischungen eingesetzt. Nach den Pflanzen entwickeln sich zunehmend auch Resistenzen bei Schadinsekten wie dem Baumwollkapselbohrer, der eigentlich mit gentechnisch veränderter Baumwolle bekämpft werden sollte.

Die Lobbyisten der Chemie- und Saatgutunternehmen, wie Monsanto, Bayer Co, sind weltweit in Zulassungsbehörden, den Agrarministerien und ausgerechnet den großen Stiftungen vertreten, die den Hunger in Afrika bekämpfen wollen. Dieses Konzept der "Revolving Doors" fällt unter den Begriff Korruption. In den USA zahlen die Biotechnologiekonzerne dreistellige Millionenbeträge an die Kongressabgeordneten. In Europa oder Deutschland planen die Biotechnologiekonzerne über eigens eingerichtete Beratungskommissionen wie "Plants for the Future" oder den Bioökonomierat millionenschwere Forschungsprogramme mit.



"Um millionenschwere Forschungs- und Entwicklungsförderungen gentechnisch veränderter Pflanzen zu begründen, wird immer wieder die Sicherung der Welternährung herangezogen. Dabei sind sich fast alle einig, dass viel mehr robuste, regional angepasste und bodenerhaltende Landnutzungskonzepte nötig sind", sagte NABU-Gentechnikexpertin Steffi Ober. Gentechnik trage heute nicht zur Welternährung bei, sondern fließe als Genmais oder Gensoja in den Tank oder Futtertrog. Über 80 Prozent der Welternährung werde tatsächlich durch Kleinbauern geleistet, die auf günstige low input-Systeme statt auf teures Saatgut, Pestizide und Dünger angewiesen sind. Mehr noch: "Studien beweisen, dass der ökologische Landbau in Afrika die Erträge glatt verdoppelt und noch dazu zur Sicherung der Bodenfruchtbarkeit beiträgt", so Ober.

Die vollständige Studie auf Englisch finden Sie unter www.navdanyainternational.it.

Pressefotos und weitere Informationen sind erhältlich unter http://www.nabu.de/themen/gentechnik/studien/14404.html


Für Rückfragen:
Dr. Steffi Ober, NABU-Gentechnikexpertin
Tel. 030-284984-1612
E-Mail: Steffi.Ober@NABU.deUnternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Keine Zeit für ?Schwarze-Peter-Spiele? in Durban Beschäftigung für alle
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 07.12.2011 - 13:45 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 535449
Anzahl Zeichen: 4032

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Diese Pressemitteilung wurde bisher 205 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"NABU: Studie belegt weltweites Versagen der Gentechnik"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

NABU - Naturschutzbund Deutschland (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

NABU: Ramsauer will von desaströser Amtszeit ablenken ...
Miller: Forderung nach Abschaffung des Verbandsklagerechts ist billiges Mittel Berlin - Der NABU beurteilt die Forderung von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, das Verbandsklagerecht einzuschränken oder gar abzuschaffen, als billiges Mittel, um von seiner desaströsen Amtszeit abzulenken.

Weiße Riesen mit schwarzer Weste - NABU startet Fotowettbewerb zur Luftverschmutzung durch Kreuzfahrtschiffe ...
Berlin - Schwarze Rauchsäulen aus den Schloten von Kreuzfahrtschiffen - Wer dies in diesem Sommer beobachtet, sollte am besten gleich zur Kamera greifen. Denn der NABU ruft dazu auf, die enorme Abgasbelastung durch Kreuzfahrtschiffe zu dokumentieren. "Noch immer pustet jedes vermeintliche Tr

Artenschutz/International: Erster Schneeleopard tappt in NABU-Fotofalle im kirgisischen Tien Shan Tennhardt ...
aaten müssen sich auf globalen Schutzplan verständigen Berlin/Bischkek - Ein stattlicher Schneeleopard ist in eine der 18 Fotofallen getappt, die der NABU erst vor wenigen Wochen im kirgisischen Tien Shan installiert hat. Das bis zu 7439 Meter hohe im Norden des Landes gelegene Hochgebirge ist


Weitere Mitteilungen von NABU - Naturschutzbund Deutschland


Biobranche und Regionalbewegung - zwei Welten Potenziale einer gemeinsamen Vermarktung untersucht ...
(aid) - Der Lebensmitteleinzelhandel engagiert sich zunehmend in Sachen Regionalität. Davon zeugen etliche regionale Handelsmarken. Im Naturkostfachhandel hingegen führen Bioprodukte mit einem Regionallabel noch ein Nischendasein. Bisher kooperieren nur ganz wenige Naturkostgroßhändler mit reg

Sauwohl: Was brauchen/wollen Tier, Landwirt und Verbraucher? ...
(aid) - Vier von fünf Landwirten glauben nicht, dass ihr Mehraufwand wirklich von den Verbrauchern vergütet wird, wenn sie in aufwändigere Haltungsformen investieren. Die Schere klafft bei tierischen Lebensmitteln immer weiter auseinander: Die Gesellschaft legt großen Wert auf Tierschutz, Tier

Boden des Jahres 2012: Niedermoor ...
(aid) - Zu Deutschlands Boden des Jahres 2012 ist am Welttag des Bodens das Niedermoor ausgewählt worden. Niedermoore entstehen bei der Verlandung von Gewässern. Sie sind in Deutschland überall dort entstanden, wo Seen, Senken, Flusstäler oder Schotterflächen mit an die Oberfläche reichendem

Biogene Rohstoffe und Flächenkonkurrenz ...
Effiziente Nutzung von landwirtschaftlichen Nebenprodukten (aid) - Die Wertschöpfung der chemischen Industrie ist auf Kohlenstoffverbindungen angewiesen. Bislang stammen diese zu rund 90 Prozent aus fossilen Energieträgern und nur zu zehn Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen. Dr. Doris Schie

Beschäftigung für alle ...
Keine Langeweile für Schweine (aid) - Schweinen soll laut Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung immer ausreichend Beschäftigungsmaterial zur Verfügung stehen. Doch wie viel ist ausreichend? Diese Frage untersuchten Wissenschaftler des Bundesamtes für Veterinärwesen und der Forschungsanstal


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z