Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts a. D. Dr. Otto Seidl feiert seinen 80. Geburtstag
ID: 537087
Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts a. D. Dr. Otto Seidl feiert seinen 80. Geburtstag
Lebensjahr. Er gehörte dem Bundesverfassungsgericht vom 10. Juni 1986 bis zum 27. Februar 1998 als Mitglied des Ersten Senats an.
Otto Seidl studierte Rechtswissenschaften in München. Nach Abschluss beider juristischer Staatsexamina und einer Promotion zum Thema "Elterliche Gewalt im Zeichen der Gleichberechtigung der Frau" trat er 1960 in den bayerischen Justizdienst ein. Dort war er als Zivilrichter und Staatsanwalt, später als Landgerichtsrat am Landgericht München I tätig. Im Juli 1969 wurde er zum Richter am Oberlandesgericht ernannt.
Zudem war Otto Seidl Mitarbeiter des Generalsekretärs am Bayerischen Verfassungsgerichtshof, dem er ab 1974 als berufsrichterliches Mitglied angehörte, bis er im Jahre 1978 zum Richter am Bundesgerichtshof gewählt wurde. Hier war er in verschiedenen Zivilsenaten tätig und insbesondere mit Verfahren aus dem Familienrecht sowie dem Kapitalgesellschaftsrecht befasst.
1986 wurde Dr. Otto Seidl zum Richter des Bundesverfassungsgerichts berufen. Im Oktober 1995 erfolgte seine Ernennung zum Vizepräsidenten des Bundesverfassungsgerichts und Vorsitzenden des Ersten Senats. Sein Dezernat umfasste unter anderem das Boden- und Enteignungsrecht einschließlich des Rechts der offenen Vermögensfragen, das Recht des Umweltschutzes, das Kindergeldrecht, das Urheber-, Patent- und Warenzeichenrecht, das Erbrecht sowie das Grundstücksverkehrsrecht. Otto Seidl wirkte an zahlreichen bedeutsamen Urteilen und Beschlüssen des Ersten Senats mit, als Berichterstatter unter anderem an den Entscheidungen zum vorläufigen Rechtsschutz gegen das sog.
"Zwischenlager Gorleben" (BVerfGE 77, 381) und die Errichtung atomarer Anlagen ("Wackersdorf", BVerfGE 78, 290) sowie zum Kindergeld (BVerfGE 82, 60, BVerfGE 82, 198 und BVerfGE 91, 93) und zur Bodenreform (BVerfGE 84, 90).
In Anerkennung seiner um Staat und Volk erworbenen besonderen Verdienste wurde Otto Seidl 1998 mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Er ist zudem Träger des Bayerischen Verdienstordens.
Dr. Otto Seidl lebt heute in München.
Kontakt:
Schloßbezirk 3, 76131 Karlsruhe
Postfach 1771, 76006 Karlsruhe
Telefonzentrale: 0721/9101-0
Fax: 0721/9101-382
Mail: bverfg@bundesverfassungsgericht.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 09.12.2011 - 12:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 537087
Anzahl Zeichen: 2837
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 506 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts a. D. Dr. Otto Seidl feiert seinen 80. Geburtstag"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Bundesverfassungsgericht (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Pressemitteilung Nr. 2/2016 vom 14. Januar 2016 Beschluss vom 16. Dezember 2015 1 BvR 685/12 Mit heute veröffentlichtem Beschluss hat die 1. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts eine Verfassungsbeschwerde gegen die Planfeststellung für einen Abschnitt der Bundesautobahn A
75. Geburtstag der ehemaligen Richterin des Bundesverfassungsgerichts und am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Dr. h.c. Renate Jaeger ...
Pressemitteilung Nr. 99/2015 vom 29. Dezember 2015 Frau Dr. h.c. Renate Jaeger, ehemalige Richterin des Bundesverfassungsgerichts und am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, feiert am morgigen 30. Dezember 2015 ihren 75. Geburtstag. Die in Darmstadt geborene Jubilarin studierte Rec
In die Umlage der BaFin darf Schadensersatzaufwand wegen einfach fahrlässiger Amtspflichtverletzungen grundsätzlich eingerechnet werden ...
Hierzu lautet der Kurztext: In die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erhobene Umlage darf Schadensersatzaufwand jedenfalls insoweit eingerechnet werden, als er durch einfach fahrlässige Amtspflichtverletzungen verursacht wird und im Verhältnis zur Gesamtumlage nicht
Weitere Mitteilungen von Bundesverfassungsgericht
"200.000 Euro Weihnachtsgeld ...
Spitzengewinn aus der Lotterie KENO geht ins Münsterland Münster, den 9. Dezember 2011 ? Ein Handwerker aus dem Münsterland hat mit der täglichen Lotterie KENO am 1. Dezember einen Gewinn über 200.000 Euro erzielt. Es ist der höchste Gewinn bei der KENO-Lotterie, der in diesem Jahr in Nor
Verbraucherpreise November 2011: + 2,4 % gegenüber November 2010 Inflation weiter deutlich über zwei Prozent ...
WIESBADEN - Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im November 2011 um 2,4 % höher als im November 2010. Die Inflationsrate - gemessen am Verbraucherpreisindex - blieb damit deutlich über der Zwei-Prozent-Marke. Sie hat sich jedoch den zweiten Monat in Folge etwas abgeschwächt (Oktober 2011
Handwerk: 5,7 % mehr Umsatz im 3. Quartal 2011 ...
WIESBADEN - Im dritten Quartal 2011 stiegen die Umsätze im zulassungspflichtigen Handwerk um 5,7 % gegenüber dem dritten Quartal 2010. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren zugleich Ende September 2011 im zulassungspflichtigen Handwerk 0,2 %
Arbeitskosten im 3. Quartal 2011 um 0,9 % niedriger als im Vorquartal ...
WIESBADEN - In Deutschland sind die Arbeitskosten je geleistete Arbeitsstunde im dritten Quartal 2011 im Vergleich zum zweiten Quartal 2011 saison- und kalenderbereinigt um 0,9 % gesunken. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) gingen dabei die Kosten der Arbeitgeber für Bruttolö
SCHUSTER: Einsatz für Menschenrechte ist nie Kür, sondern immer ureigene liberale Pflicht ...
BERLIN. Anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte am 10. Dezember erklärt die Sprecherin für Menschenrechte und humanitäre Hilfe der FDP-Bundestagsfraktion Marina SCHUSTER: Die Einhaltung der Menschenrechte ist das Fundament für die demokratische, wirtschaftliche und kulturelle




