Wissenschaftlich belegt: Waldbewirtschaftung und Holzverwendung sind der beste Klimaschutz
Die deutsche Holzwirtschaft könnte Klimaschützern und Wirtschaftstreibenden weltweit zum Vorbild dienen: Mit ihrer naturnahen Waldbewirtschaftung, der Herstellung von CO2-speichernden Holzprodukten und der Bereitstellung von umweltfreundlicher Energie.
Holz speichert CO2 ein Leben lang. (Copyright: HAF)(firmenpresse) - Berlin, 12. Dezember 2011 – Das Johann Heinrich von Thünen-Institut (vTI) in Hamburg hat die Klimawirkung der Holznutzung wissenschaftlich untersucht und herausgefunden: Die deutsche Forst- und Holzwirtschaft leistet einen hohen Beitrag zum Klimaschutz. Prof. Dr. Matthias Dieter, Direktor des Instituts für Ökonomie der Forst- und Holzwirtschaft des vTI, stellte die Projektergebnisse auf einer Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher (AGR) Anfang Dezember in Berlin vor: „Der Beitrag der stofflichen Verwendung von Holz zur CO2-Bilanz ist durch Speicher- und Substitutionseffekte um ein Vielfaches höher als der der energetischen Nutzung.“ Seine Untersuchungen haben ergeben:
1. Die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder ist – in Kombination mit effizienter Holzverwertung – besser für den Klimaschutz als ein Nutzungsverzicht.
2. Die langfristige Verwendung von Holz ist gut für eine bessere CO2-Bilanz, da Holzprodukte Kohlenstoff speichern.
3. Die CO2-Emissionen bei der Herstellung von Holzprodukten und der Bereitstellung von Bioenergie sind niedriger als in anderen Bereichen.
4. Der Ersatz energieintensiver Baustoffe und Produkte (stoffliche Substitution) durch Holz und Holzprodukte spart Primärenergie.
5. Holz hält einen hohen Anteil an der Energiebereitstellung aus erneuerbaren Energien. 2010 betrug der Anteil 40 Prozent (Energetische Substitution).
Betrachtet wurden drei Szenarien für den Zeitraum 2013 bis 2020: Die Waldbewirtschaftung gemäß den gegenwärtigen Waldbauvorstellungen mit einer jährlichen Ernte von zirka 80 Millionen Kubikmeter pro Jahr sowie ein Szenario mit einer höheren und eines mit einer niedrigeren Holznutzung.
AGR-Präsident Ludwig Lehner sagt dazu: „Auch mit Blick auf die schon wieder gescheiterte Klimakonferenz in Durban ist es an der Zeit, dass die Menschen Wege für sich finden, wirtschaftlich und gleichzeitig umweltschonend zu handeln. Unsere Branche hat das Glück, schon vor 300 Jahren erkannt zu haben, wie wichtig der schonende Umgang mit Ressourcen für unsere eigene Lebensgrundlage ist. Wir können mit unseren umweltfreundlichen Produktkreisläufen Vorbild für andere Länder sein. Dennoch müssen auch wir unsere Hausaufgaben machen und die Verwertung des kostbaren Rohstoffes Holz effizienter gestalten.“
Die neu gegründete Initiative „Holz pro Klima“ hat in diesem Zusammenhang einen CO2-Zähler entwickelt, der zeigt: Jedes Jahr werden in Deutschland durch die Nutzung von Holz etwa 105 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Das entspricht 6,2 Milliarden Pkw-Kilometer bei einem CO2-Ausstoß von 150 Gramm pro Kilometer. Der Zähler auf www.holzproklima.de rattert ähnlich schnell wie die Schuldenzähler einiger Staaten – mit dem Unterschied, dass dieser eine gute Entwicklung anzeigt.
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter
•www.holzproklima.de
•www.rohholzverbraucher.de
•www.bshd.eu
•www.vhi.de
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Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e.V.
Die Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e.V. (AGR) ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Unternehmen der rohholzverbrauchenden Branchen in Deutschland und den angrenzenden Ländern. Die AGR hat sich zum Ziel gesetzt, die Interessen der rohholzverbrauchenden Branchen zu bündeln und in enger Zusammenarbeit mit der Forstwirtschaft, den Waldbesitzern und der Politik die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für einen nachhaltigen Holzverbrauch in Deutschland zu verbessern. Alle an der Wertschöpfungskette Holz beteiligten Unternehmen der Forst- und Holzwirtschaft sollen von dieser Kooperation profitieren und damit auch der gesamtwirtschaftliche Nutzen dieser Branchen gesteigert werden. Sitz der AGR ist Berlin.
Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V.
Das Cluster Forst und Holz ist einer der größten Arbeitgeber in Deutschland. Die Branche stellt mehr Arbeitsplätze als die Automobil- und Elektroindustrie. Der Bundesverband der Säge- und Holzindustrie e.V., mit Sitz in Berlin, ist die Interessenvertretung der Säge- und Holzindustrie auf Bundesebene und in den europäischen und internationalen Organisationen und Angelegenheiten. Der Verband hat die Aufgabe seine Mitglieder in wirtschafts- und branchenpolitischen sowie fachlichen Fragen national und international zu vertreten und in ihren wirtschaftlichen Zielen zu unterstützen. Der BSHD vertritt und vermittelt Brancheninteressen im politischen Kontext, direkt und indirekt über Meinungsbildner und Medien. Die Spannweite reicht von der Beobachtung und Mitgestaltung des legislativen und administrativen Tätigkeitsumfeldes durch klassisches Lobbying bis zur Beteiligung an Kampagnen und kontroversen Debatten.
Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie e. V. (VHI)
Der VHI vertritt als Industrieverband die fachlichen, wirtschaftlichen und technischen Interessen der Hersteller von Span-, MDF- und OSB-Platten, Holz-Polymer-Werkstoffen sowie von Sperrholz und Innentüren auf nationaler und internationaler Ebene. Verbandssitz ist Gießen.
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Datum: 12.12.2011 - 12:47 Uhr
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