Klimawandel

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(pressrelations) -
Mehr Insektizide in Gewässern?

(aid) - Mit den Auswirkungen der globalen Erwärmung auf die Gewässerqualität beschäftigt sich eine Studie des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ). Hier wurden der Einsatz von Insektiziden und die Auswirkung auf die Gewässer in der EU im Jahr 1990 einem Klimawandel- und Landnutzungsmodell für das Jahr 2090 gegenübergestellt: mit alarmierendem Ergebnis. Bis zu 23 Mal mehr Insektizide als heute könnten in einigen Gebieten Europas eingesetzt werden, wenn die Temperaturen weiter ansteigen. Der Grund: Höhere Temperaturen führen bei Insekten zu einer höheren Entwicklungsgeschwindigkeit und einer besseren Überlebensrate im Winter. Mehr Insektizide auf den Feldern bedeuten aber auch mehr Insektizide, die etwa durch Regenwasser in die Gewässer gelangen könnten - mit entsprechenden Auswirkungen auf Wirbellose und andere Wasserbewohner.

Neben den jetzt schon stark belasteten Ländern Südeuropas wie Spanien und Frankreich wird den verschiedenen Modellen zufolge dann u. a. auch Deutschland vermehrt betroffen sein. Aber auch in Skandinavien und dem Baltikum, wo die Gewässerqualität zurzeit noch gut ist, könnte die ökologische Belastung steigen. Die Forscher vom UFZ empfehlen daher, Pflanzenschutzmittel konsequent nur in minimalem Umfang einzusetzen. Auch Pufferzonen an Gewässern ohne Insektizideinsatz senken die Belastung. Außerdem helfen sie auch beim Schutz bedrohter nicht schädlicher Insektenarten. Die komplette Studie ist kürzlich im Journal Ecological Applications erschienen.

Dr. Margit Ritzka,
www.aid.de


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Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V.
Heilsbachstraße 16
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Tel. 0228 8499-0
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Datum: 14.12.2011 - 12:30 Uhr
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