2011 war ein Boomjahr für Biogas in Thüringen
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2011 war ein Boomjahr für Biogas in Thüringen
In den vergangenen zwölf Monaten hat die Biogas-Erzeugung im Freistaat kräftig zugelegt. Etwa 60 neue Anlagen wurden gebaut, so dass inzwischen rund 240 Biogasanlagen zur Strom- und Wärmeproduktion installiert sind. Das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz unterstützte 2011 den Bau von 28 Biogasanlagen mit 2,4 Millionen Euro aus dem Agrarinvestitionsförderungs¬programm. Biomasse ? nicht nur in Form von Biogas, sondern auch Stroh, Holz oder Biokraftstoffe ? liefert in Thüringen derzeit etwa 80 Prozent der regenerativen Energien.
"Bioenergie wird vorerst unsere wichtigste erneuerbare Energie bleiben, solange Windkraft und Photovoltaik aufholen. Wir werden den Ausbau der Bioenergie-Erzeugung weiter unterstützen, um das vorhandene Potenzial voll auszuschöpfen", sagte Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz angesichts der neuesten Zahlen. Der Minister unterstrich die Vorzüge von Bioenergie: "Bioenergie ist im Unterschied zu Energie aus Sonne und Wind grundlastfähig. Sie lässt sich speichern. Sie lässt sich kostengünstig und flächendeckend erzeugen. Und sie schafft Arbeit im ländlichen Raum."
Mitte des Jahres waren rund 200 Biogasanlagen mit einer installierten Leistung von 100 Megawatt in Betrieb. Kalkulatorisch hätten damit etwa 200.000 Haushalte mit umweltfreundlich erzeugtem Strom versorgt werden können. Mehr als 90 Prozent aller Thüringer Biogasanlagen stehen in landwirtschaftlichen Betrieben. So werden bereits mehr als 40 Prozent der in Thüringen anfallenden Wirtschaftsdünger Gülle und Stallmist in der Strom- und Wärmeerzeugung verwertet. Zur Gasproduktion wird in der Regel ein Substratmix von durchschnittlich 70 Prozent Wirtschaftsdüngern und pflanzlichem Material eingesetzt.
Derzeit kommen 24,3 Prozent des in Thüringen verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien, mehr als die Hälfte davon stammt aus Biomasse. Bis 2020 will die Thüringer Landesregierung den Anteil der erneuerbaren Energien am Nettostromverbrauch auf 45 Prozent steigern, beim Endenergieverbrauch auf 30 Prozent.
Andreas Maruschke
Pressesprecher
Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Naturschutz und Umwelt
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Datum: 27.12.2011 - 11:45 Uhr
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