Niedrigste Tarifverdienste im Dezember 2011 in einigen Branchen unter 6,50 Euro

Niedrigste Tarifverdienste im Dezember 2011 in einigen Branchen unter 6,50 Euro

ID: 546669

Niedrigste Tarifverdienste im Dezember 2011 in einigen Branchen unter 6,50 Euro



(pressrelations) -
WIESBADEN - Die niedrigsten Tarifverdienste liegen im Dezember 2011 in einigen Branchen unter 6,50 Euro je Stunde. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, legen außerdem nicht wenige Tarifverträge Verdienstuntergrenzen von unter 8,00 Euro fest. Die niedrigen Tarifverdienste gelten insbesondere für gering qualifizierte Beschäftigte in Gartenbau und Landwirtschaft sowie in Handwerks- und Dienstleistungsbranchen.

In Gartenbaubetrieben in Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachsen beispielsweise beträgt der unterste tarifliche Stundenverdienst 6,50 Euro. Im Ernährungsgewerbe beginnt der Tarifverdienst im Konditorenhandwerk in Bayern bei 5,26 Euro und im Fleischerhandwerk in Sachsen bei 6,00 Euro. Verbreitet sind niedrige Anfangsvergütungen auch im Hotel- und Gastgewerbe. Die unterste Vergütung für Tarifbeschäftigte beträgt in Brandenburg 6,29 Euro je Stunde, in Thüringen 6,50 Euro und in Nordrhein-Westfalen 6,74 Euro. In der ostdeutschen Systemgastronomie - dazu zählen zum Beispiel Fast-Food- und Restaurantketten - lag sie bei 6,85 Euro. Auch in anderen Dienstleistungsbranchen gelten tarifliche Stundenverdienste von deutlich unter 8,00 Euro je Stunde, wie beispielsweise im Friseurhandwerk (Schleswig-Holstein: 6,00 Euro), in der Textilreinigung (neue Länder: 6,73 Euro), in der Zeitarbeit (neue Länder: 7,01 Euro) und im Einzelhandel (Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen: 7,23 Euro).

In einigen Branchen der Industrie, wie der Schuhindustrie (Rheinland-Pfalz, Saarland: 6,35 Euro) oder der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie (Thüringen: 7,54 Euro) wurden ähnlich niedrige tarifliche Stundenlöhne vereinbart.

Zwar gelten die untersten Vergütungsgruppen meist nur für gering qualifizierte Beschäftigte, aber auch Fachkräfte verdienen in einigen Branchen wenig. So liegt der tarifliche Anfangsverdienst für Bäcker- und Konditorengesellen in Mecklenburg-Vorpommern bei 6,97 Euro und für Beschäftigte mit bestandener Gesellenprüfung im Friseurhandwerk Schleswig-Holstein bei 7,00 Euro. Ausgebildeten Hotel- und Restaurantfachleuten sowie Köchinnen und Köchen stehen laut Tarifvertrag in Thüringen anfänglich 8,04 Euro, in Hamburg 8,27 Euro und in Nordrhein-Westfalen 9,38 Euro zu. In der Zeitarbeit wurde für Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung als Untergrenze ein tariflicher Stundenlohn von 8,71 Euro in den neuen Ländern und 9,97 Euro im früheren Bundesgebiet vereinbart.



Derzeit gelten in Deutschland in zehn Brachen - darunter vier Baubranchen -allgemeinverbindliche Mindestlöhne. Dabei liegt der Mindestlohn im früheren Bundesgebiet bei Wäschereidienstleistungen und größtenteils im Wach- und Sicherheitsgewerbe bei weniger als 8,00 Euro je Stunde. In den neuen Ländern werden 8,00 Euro zusätzlich bei der Gebäudereinigung und in der Pflegebranche unterschritten.

Die Ergebnisse beruhen auf einer Auswertung von über 600 Flächentarifverträgen. Bei Angaben zu Monatsverdiensten erfolgte eine Umrechung auf Stundenbasis. Informationen über die Zahl der Beschäftigten in den untersten Vergütungsgruppen liegen nicht vor.

Detaillierte Daten zu Tarifverdiensten in verschiedenen Branchen, Regionen und Berufen, zu Mindestlöhnen sowie zu wichtigen tariflichen Regelungen, wie Arbeitszeit, Sonderzahlungen oder Urlaubsgeld finden sich in der Tarifdatenbank des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de/Tarifdatenbank. Zudem sind spezielle Brancheninformationen im Internetangebot abrufbar.

Zusätzliche Tabellen bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.


Weitere Auskünfte gibt:
Jörg Decker,
Telefon: (0611) 75-2442,
www.destatis.de/kontaktUnternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Arbeitnehmer werden bei den Rentenbeiträgen entlastet Öffentliches Finanzierungsdefizit in den ersten drei Quartalen 2011 auf 33,7 Milliarden Euro verringert
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 29.12.2011 - 10:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 546669
Anzahl Zeichen: 4096

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Diese Pressemitteilung wurde bisher 659 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Niedrigste Tarifverdienste im Dezember 2011 in einigen Branchen unter 6,50 Euro"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Statistisches Bundesamt (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Personal in Gesundheitsämtern wächst im Jahr 2025 um 2,1 % ...
- Personalzuwachs beim unbefristeten Personal schwächer als 2024 - 3,6 % mehr ärztliches und zahnärztliches Personal - Starke regionale Unterschiede in der Altersverteilung - Größter Arbeitsanteil entfällt auf Kinder- und Jugendgesundheit Zum Jahresende 2025 arbeiteten in Deutschland 27 225

Wintersemester 2025/2026: 8 % mehr Gaststudierende an Hochschulen als im Vorjahr / 36 000 Gaststudierende an deutschen Hochschulen ...
Im Wintersemester 2025/2026 haben 36 000 Gasthörerinnen und Gasthörer Lehrveranstaltungen an den deutschen Hochschulen besucht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 8 % mehr Gaststudierende als im Wintersemester 2024/2025 (33 200), aber immer noch weniger als vor der Coron

Tourismus in Deutschland im April 2026: 3,1 % weniger Übernachtungen als im Vorjahr ...
Gästeübernachtungen, April 2026 39,5 Millionen -3,1 % zum Vorjahresmonat Im April 2026 verbuchten die Beherbergungsbetriebe in Deutschland 39,5 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, waren das 3,


Weitere Mitteilungen von Statistisches Bundesamt


SO VIEL SOLARENERGIE WIE NOCH NIE ...
Rekordproduktion: Deutsche Solarstromanlagen deckten 2011 den Strombedarf von Thüringen / Solarstromförderung sinkt zum 1.1.2012 um 15 Prozent und erreicht Niveau von Haushalts-Stromtarifen / Solarwärme-Markt wächst Berlin, den 29. Dezember 2011 - Das Jahr geht mit einem Rekord bei der Solare

Öffentliches Finanzierungsdefizit in den ersten drei Quartalen 2011 auf 33,7 Milliarden Euro verringert ...
WIESBADEN - In den ersten drei Quartalen des Jahres 2011 verringerte sich das kassenmäßige Finanzierungsdefizit der Kern- und Extrahaushalte des öffentlichen Gesamthaushalts - in Abgrenzung der Finanzstatistik - auf 33,7 Milliarden Euro. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf der Basis v

Arbeitnehmer werden bei den Rentenbeiträgen entlastet ...
Senkung um 0,3 Beitragspunkte auf 19,6 Prozent Zum 1. Januar 2012 sinkt der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung. Dazu erklärt der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Weiß: "Mehr Netto vom Brutto gilt für alle Arbeitnehmerinnen und Arb

Wolf Becke tritt in den Ruhestand ...
Nach fast 20 Jahren als Vorstandsmitglied des Hannover Rück-Konzerns tritt Dr. Wolf Becke kurz vor Vollendung seines 65. Lebensjahres zum 1. Januar 2012 in den Ruhestand. Nach dem Studium der Mathematik, Physik und Ökonomie promovierte er 1978 am Mathematischen Institut der Universität Freib


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z