S-Bahn München: Minister Zeil setzt weiter auf Stillstand und läßt Fahrgäste in der Kälte stehen
ID: 548571
S-Bahn München: Minister Zeil setzt weiter auf Stillstand und läßt Fahrgäste in der Kälte stehen
Der Fahrgastverband PRO BAHN kritisiert, dass die Finanzierung des zweiten S-Bahn-Tunnels jetzt erst bis zum Sommer 2012 geklärt sein soll. "Vor über einem Jahr wurde uns versprochen, dass die Finanzierung bereits geklärt sei und nur noch Details offen sind; im Sommer 2011 wurde gesagt, bis Ende 2011 herrsche Klarheit" so Andreas Barth, Münchner Sprecher des bundesweit tätigen Fahrgastverbandes PRO BAHN. Im November wurde bereits vom Ziel "Ende 2011" abgerückt und stattdessen von "Winterende" geredet (20.März). Gestern wurde nun bekannt, dass die Frist für die Finanzierungsvereinbarung bis 30.6.2012 verlängert wurde. Damit kann sich das unerfreuliche Tauziehen ein weiteres halbes Jahr hinschleppen.
"Während hier viel Papier bedruckt wird, und Jubelmeldungen aus 'keinem Fortschritt' produziert werden, ändert sich nichts für die Fahrgäste" so bilanziert Andreas Barth die Ergebnisse des Jahres 2011 für die S-Bahn-Fahrgäste. "Wichtig ist, jetzt endlich einmal zu einer echten Entscheidung zu kommen" so Andreas Barth weiter. Entweder sei der Tunnel finanzierbar, dann muss die Finanzierung auch komplett und zu realistischen Kosten zugesagt sein. Oder er kann erstmal nicht finanziert werden - dann sollte mit dem verfügbaren Geld der beste Nutzen für die Fahrgäste erzielt werden statt weiterhin nichts zu tun. "Wer immer nur Fristen nach hinten verschiebt, verhindert jeglichen Fortschritt" kritisiert der PRO BAHN-Sprecher.
Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert die Landespolitik auf, sich ihrer Verantwortung zu stellen. "Dazu gehört auch, unangenehme Wahrheiten auszusprechen" so Andreas Barth.
Nachdem die von Seehofer und Zeil gesetzte Frist "bis Ende des Jahres 2011" jetzt eindeutig verstrichen ist, müssen laut Barth die vom Tunnel unabhängigen und überfälligen Sofortmaßnahmen jetzt schnell begonnen werden. Dazu gehören beispielsweise die Sanierung und der Umbau des Bahnhofs Laim mit dem Bau der Umweltverbundröhre, die Beseitigung des Nadelöhrs am Bahnhof Pasing sowie die Einfädelung der Sendlinger Spange in den Bahnhof Laim. "Jedes dieser Projekte erzielt seinen Nutzen auch alleine für sich und passt sowohl zu einem S-Bahn-Tunnel, dem Südring oder auch anderen Projekten. Es ist sinnvoll und hilft den Fahrgästen sofort" begründet dies Andreas Barth.
Die bayerische Staatsregierung hatte im Jahr 2001 die bis dahin laufende Planung für den S-Bahn-Südring aufgegeben und stattdessen einen zweiten S-Bahn-Tunnel beschlossen. Form und Streckenführung haben sich seit diesem Zeitpunkt mehrfach geändert. Im Frühjahr 2010 wurde von Landtag, Stadtrat und Kabinett diese Entscheidung nach einer Diskussion auch über Alternativen gestützt, allerdings auch eine kurzfristige Umsetzung davon unabhängiger Verbesserungsmaßnahmen gefordert. Im Dezember 2010 verkündeten DB-Chef Grube und Verkehrsminister Zeil, dass die Finanzierung "gesichert" sei; eine Einigung über die offenen Punkte sei erzielt worden. Im April 2011 wurde dann der Finanzierungsvertrag unterzeichnet, für die noch ungeklärten Punkte wurde eine Frist bis Ende 2011 vereinbart.
Seit der Entscheidung im Jahre 2001 wurden keine wesentlichen Verbesserungsmaßnahmen mehr bei der S-Bahn München neu finanziert, da alle Finanzmittel für das Projekte 2. Tunnel reserviert werden. So ist beispielsweise der Bau eigener S-Bahn-Gleise zwischen München Ost und Markt Schwaben dem Tunnel zum Opfer gefallen.
Verantwortlich und für Rückfragen der Redaktion:
PRO BAHN Regionalverband Oberbayern e.V., Andreas Barth, Andreas.Barth@muenchen.pro-bahn.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 04.01.2012 - 12:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 548571
Anzahl Zeichen: 3912
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 217 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"S-Bahn München: Minister Zeil setzt weiter auf Stillstand und läßt Fahrgäste in der Kälte stehen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
PRO BAHN (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Ende 2013 soll laut Medienberichten eine neue Einnahmeaufteilung zwischen den Unternehmen im Münchner Verkehrsverbund (MVV) in Kraft treten. Die alte Aufteilung gilt seit langem als veraltet und behindert die Weiterentwicklung des Verbundes. Als veraltet bezeichnet der Fahrgastverband PRO BAHN
Fahrgastverband PRO BAHN fordert Entschädigung für Verspätungen wie in Österreich ...
Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert, eine ernsthafte Entschädigung der Fahrgäste bei Verspätungen einzuführen. "Der vom österreichischen Ministerrat verabschiedete Gesetzentwurf könnte hierbei als Vorbild dienen" so Andreas Barth, Münchner Sprecher des bundesweiten Fahrgastverban
S-Bahn München / Liste von Sofortmaßnahmen ...
Der Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt die Ergebnisse des Treffens in der Staatskanzlei zur S-Bahn. "Dass die im Landtagsbeschluss vom April 2010 vorgesehen weiteren Maßnahmen vorgezogen werden sollen, ist ein sinnvolles Ergebnis der Diskussion der letzten Tage" so Andreas Barth, Münchne
Weitere Mitteilungen von PRO BAHN
Lage verfolgter Christen muss uns alarmieren ...
Internationale Organisationen müssen aktiver werden Das überkonfessionelle christliche Hilfswerk Open Doors hat an diesem Mittwoch seinen jährlichen Überblick über die Verfolgung von Christen in aller Welt veröffentlicht. Danach hat sich die Situation der Christen vor allem dort verschlec
Planfeststellung bei weiterem Bauabschnitt der A 49 ...
und zum Jubeln Keinen Grund zum Jubeln sieht die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der heutigen Unterzeichnung des Planfeststellungsbeschlusses der A 49 für den Bauabschnitt von Schwalmstadt bis Stadt-Allendorf Nord durch Verkehrsminister Posch (FDP). Der neue Investitionsrahmenpla
Peugeot i0n - Für 24.700 Euro netto jetzt auch zu kaufen ...
Neue Angebotsstruktur ergänzt Full-Service-Leasing i0n wird über gesamtes Peugeot Händlernetz flächendeckend vertrieben Besonders umfangreiche Serienausstattung und erweiterte Garantie Peugeot demokratisiert das Elektroauto weiter. Zum Preis von 24.700 Euro netto (29.393 Eur
Beobachtung der Islamhasser-Szene längst überfällig ...
"Die nun von einigen Landesämtern für Verfassungsschutz aufgenommene Beobachtung ist längst überfällig", so Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zu Presseberichten über eine Beobachtung der islamfeindlichen Szene durch die Verfassungsschutzämter. Jelpke




