Freiwilliger Schuldenschnitt ist Einladung zur Zockerei
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Freiwilliger Schuldenschnitt ist Einladung zur Zockerei
"Hedgefonds und andere Zocker haben in den vergangenen Monaten griechische Staatsanleihen zu Ramschpreisen erworben. Im Fall einer freiwilligen Gläubigerbeteiligung kann sie niemand zu einem Forderungsverzicht zwingen. Deshalb besteht die Gefahr, dass schon bald die Hilfskredite für Griechenland zur Finanzierung von Spekulationsgewinnen aufgestockt werden müssen. Das wäre ein Skandal. Während immer größere Teile der griechischen Bevölkerung durch die Athen diktierte sinnlose Kürzungspolitik verarmen, würde der Finanzmafia das Geld in den Rachen geworfen.
DIE LINKE fordert einen grundlegenden Kurswechsel in der Krisenpolitik. Die Kürzungsdiktate müssen aufhören, die öffentlichen Haushalte aus der Abhängigkeit von den Kapitalmärkten befreit werden. Über eine öffentliche europäische Bank sollten die Eurostaaten zinsgünstige Kredite bei der EZB erhalten. Gleichzeitig sind die Staatsschulden durch einen harten Schuldenschnitt und eine europaweite Vermögensabgabe für Millionäre drastisch zu senken. Langfristig muss die Finanzierung der öffentlichen Haushalte durch eine höhere Besteuerung von Reichen und großen Konzernen auf eine solide Grundlage gestellt werden."
F.d.R. Christian Posselt
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
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Datum: 13.01.2012 - 16:45 Uhr
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